Intel-Chef: Alle kommenden CPUs ohne Meltdown-Bug - versprochen!
Intel-Chef Brian Krzanich dürfte sich aktuell einer der schwersten Aufgaben seiner Karriere gegenüber gesehen haben: Nach dem Desaster rund um die kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitslücken in den Prozessor-Architekturen musste er bei der Präsentation der aktuellen Bilanzen die Aktionäre bei Laune halten.
Und die wollen verständlicherweise mehr zu hören bekommen als platte Durchhalteparolen. Trotzdem stieg Krzanich erst einmal mit solchen ein. Ja, man arbeite derzeit rund um die Uhr mit Kunden und Partnern an Lösungen für das Problem. Und ja, er sei sich auch bewusst, dass man noch mehr tun muss, als "nur" Software-Fixes anzubieten, mit denen die Schwachstellen ausgeschaltet werden können. Er selbst habe die besten Köpfe des Unternehmens mit der Sache beauftragt.
Krzanich wurde dann aber doch noch konkreter. Die Entwickler der CPU-Architekturen seien auch schon dabei, Änderungen in die Designs der geplanten Produkte einzuarbeiten. Die Fehler, die zu Schwachstellen wie Meltdown und Spectre führten, sollen so komplett aus den fest verdrahteten Schaltungen im Chip herausgeholt werden.
Die große Frage ist nun, wie sich die Zahlen zukünftig darstellen werden. Denn der Stichtag für die Bilanzen war der Jahreswechsel - und Meltdown und Spectre wurden erst einige Tage später bekannt. Angesichts der nun notwendigen hohen Investitionen in die Lösung der Probleme dürfte kaum damit zu rechnen sein, dass der Gewinn weiter im bisher erwarteten Maße steigen kann. Unklar ist aktuell auch, ob und wie stark sich kommende Produkte verzögern werden, weil Änderungen tief in der Architektur nötig sind.
Siehe auch:
Meltdown & Spectre Die wichtigsten Fragen und Antworten
Krzanich wurde dann aber doch noch konkreter. Die Entwickler der CPU-Architekturen seien auch schon dabei, Änderungen in die Designs der geplanten Produkte einzuarbeiten. Die Fehler, die zu Schwachstellen wie Meltdown und Spectre führten, sollen so komplett aus den fest verdrahteten Schaltungen im Chip herausgeholt werden.
Bis zum Jahreswechsel war alles gut
Für das zurückliegende vierte Quartal konnte Intel erst einmal hervorragende Bilanzen präsentieren. Hier konnte Intel seinen Umsatz um 4 Prozent auf 17,1 Milliarden Dollar steigern. Und auch der Nettogewinn kletterte im Jahresvergleich ordentlich von 3,9 Milliarden auf 5,2 Milliarden Dollar. Wie zu erwarten, sanken dabei die Einnahmen aus dem klassischen PC-Geschäft, während die Zuwächse vor allem aus dem immer weiter wachsenden Bedarf der Datenzentren gespeist wurden.Die große Frage ist nun, wie sich die Zahlen zukünftig darstellen werden. Denn der Stichtag für die Bilanzen war der Jahreswechsel - und Meltdown und Spectre wurden erst einige Tage später bekannt. Angesichts der nun notwendigen hohen Investitionen in die Lösung der Probleme dürfte kaum damit zu rechnen sein, dass der Gewinn weiter im bisher erwarteten Maße steigen kann. Unklar ist aktuell auch, ob und wie stark sich kommende Produkte verzögern werden, weil Änderungen tief in der Architektur nötig sind.
Siehe auch:
- Bitte warten! - Intel warnt vor Installation seiner Meltdown-Patches
- Intel räumt ein: Bug im Meltdown-Patch wirkt auch bei neueren CPUs
- Patches gestoppt: Intel hat auch Fehler in Meltdown-Updates gebaut
- Meltdown & Spectre: Viele Geräte werden nie einen Patch erhalten
- Microsoft: So leidet die Windows-Performance unter Meltdown-Patches
Meltdown & Spectre Die wichtigsten Fragen und Antworten
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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