Das wird teuer: Erste Meltdown und Spectre-Sammelklagen gegen Intel
Der Meltdown und Spectre-Bug bei Prozessoren hat für Intel bereits jetzt ein juristisches Nachspiel. Wie der britische Guardian berichtet, wurden in den USA drei Sammelklagen gegen den Chiphersteller eingereicht. Neben dem Bug selbst, wird darin die von Intel deutlich verzögerte Bekanntmachung des Problems als Schadensgrund angeführt.
Die Kläger führen an, dass die von Intel propagierten Software-Bugfixes zu Performanceeinbußen führen würden. Intel weist diesbezügliche Sorgen zwar als unbegründet zurück. Wie aber erste Benchmarks zeigen, kommt es bei den Schreib- und Lesegeschwindigkeiten tatsächlich zu Einbußen. Einzelplatzrechner dürften davon kaum betroffen sein.
Anders sieht die Sache allerdings in Datencentern mit vielen Servern aus. Dies hat Intel sogar indirekt bestätigt, indem der Chiphersteller argumentierte, dass durchschnittliche PC-Anwender nicht mit merklichen Performanceeinbußen zu rechnen hätten.
Dass dies bei den größten Cloud-Anbieter Amazon, Google und Microsoft allerdings über den Klageweg geschieht, muss nicht unbedingt der Fall sein. Der vom Guardian zitierte Analyst Kim Forrest hält es auch für möglich, dass sich die Großkonzerne mit Intel auf Preisrabatte für künftige Hardwarekäufe einigen. Dieser Weg steht allerdings kleineren Unternehmen, welche ihre Systeme nicht direkt bei Intel kaufen, nicht offen.
Siehe auch:
Meltdown & Spectre Die wichtigsten Fragen und Antworten WinFuture Update Packs Alle Sicherheitsupdate in einem Paket
Anders sieht die Sache allerdings in Datencentern mit vielen Servern aus. Dies hat Intel sogar indirekt bestätigt, indem der Chiphersteller argumentierte, dass durchschnittliche PC-Anwender nicht mit merklichen Performanceeinbußen zu rechnen hätten.
Rechenzentren besonders betroffen
Sollten sich Betreiber von Rechenzentren den Sammelklagen anschließen, haben diese deutlich mehr Aussicht auf Erfolg. Einige Kunden von Amazons Cloud-Service AWS berichten jedenfalls schon von Performanceeinbußen, nachdem Amazon einen Software-Fix aufgespielt hat. Amazon hat diese bestätigt und will den Kunden der auf Linux laufenden Cloud-Systeme dabei helfen, die Performanceprobleme aufzufangen. Dadurch entstehende Mehrkosten wird der Konzern aber sicherlich an Intel weitergeben wollen.Dass dies bei den größten Cloud-Anbieter Amazon, Google und Microsoft allerdings über den Klageweg geschieht, muss nicht unbedingt der Fall sein. Der vom Guardian zitierte Analyst Kim Forrest hält es auch für möglich, dass sich die Großkonzerne mit Intel auf Preisrabatte für künftige Hardwarekäufe einigen. Dieser Weg steht allerdings kleineren Unternehmen, welche ihre Systeme nicht direkt bei Intel kaufen, nicht offen.
Siehe auch:
- Benchmarks: So wirkt sich der Meltdown-Patch auf die Leistung aus
- Meltdown und Spectre: So überprüft man Windows-Systeme auf Schutz
- Fast alle PCs betroffen: Schwere Lücken erschüttern die Hardware-Welt
- Intel-Prozessoren: Nächste Security-Katastrophe ist im Anmarsch
- Microsoft mit Notfall-Patch für CPU-Sicherheitslücken
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