Apple zu Meltdown und Spectre: "Alle Mac-und iOS-Geräte betroffen"

Intel hat es zwar am schlimmsten getroffen, doch verschont wird aktuell kein Hersteller von den als Meltdown und Spectre bekannt gewordenen Lücken. Nun hat sich auch Apple zum Thema geäußert und bestätigt, dass alle Mac-Systeme und iOS-Geräte betroffen sind. Apple hat sich über seine Support-Seite zu den diese Woche aufgetauchten Sicherheitslücken geäußert und man teilt gleich am Anfang mit, dass dieses Thema auf alle modernen Prozessoren zutrifft und auch fast alle Computer- und Betriebssysteme betroffen sind.

Davon sind auch (alle) Macs und iOS-Geräte nicht ausgenommen, dennoch bestehe kein allzu großer Grund zur Sorge, da es derzeit keine bekannten Exploits in freier Wildbahn gebe. Apple empfiehlt seinen Nutzern, Software vorsichtshalber nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem App Store zu beziehen.

Etwas verwirrend ist die Passage, in der sich der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino der Meltdown-Lücke widmet. Denn hierzu teilt man mit, dass man bereits Gegenmaßnahmen für iOS 11.2, macOS 10.13.2 und tvOS 11.2 verteilt habe. Details dazu nennt Apple nicht, weshalb man nur spekulieren kann, wie das im Fall von iOS bzw. tvOS zu verstehen ist.

Apple und ARM

Dazu gibt es auch auf Reddit eine interessante Diskussion: Denn Fakt ist, dass Apple ARM-Designs bzw. Bestandteile davon seit A7 verwendet, aber dennoch sein eigenes Süppchen kocht. Natürlich verrät man grundsätzlich nicht, welche Technologie-Bestandteile man von ARM verwendet. Denn ARM hat auf seiner Seite bestätigt, dass "Variante 3", also Meltdown, auch beim Cortex-A75-Design auftritt. Es gibt auch noch eine Variant 3a (Cortex-A15, Cortex-A57 und Cortex-A72), hier schreibt ARM aber, dass dafür wohl keine Gegenmaßnahmen notwendig sind.

Apple schreibt weiter, dass man in den kommenden Tagen auch ein Safari-Update veröffentlichen wird, das gegen Spectre-Angriffe schützen soll. Das Unternehmen will auch weiterhin an Gegenmaßnahmen für Meltdown und Spectre bzw. deren Varianten arbeiten, diese sollen bei künftigen Updates für iOS, macOS, tvOS und watchOS nachgereicht werden.

Siehe auch:
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