Jahrelang illegal Windows genutzt:
Auch Österreichs Militär war dabei
Nicht nur im privaten Bereich oder in kleinen Firmen wird häufig Software verwendet, die nicht ordentlich lizenziert wurde. Auch beim österreichischen Militär arbeitete man viele Jahre mit illegalen Kopien - und hatte auch nach der Bezahlungen hoher Rechnungen an Microsoft mit diversen anderen Problemen zu kämpfen.
Laut einem Bericht des Recherche-Netzwerkes Dossier.at habe das Bundesheer über Jahre schlicht nicht ausreichend Lizenzen von Microsoft eingekauft, um alle seine Arbeitsplätze betreiben zu können. Wie erst jetzt bekannt geworden sei, sei die Situation erst geändert worden, als Microsoft selbst vor gut zehn Jahren darauf aufmerksam machte, dass die Lizenzierung nicht hinhaut. Immerhin verfügte das Bundesheer nur über rund 9.000 gültige Lizenzen, betrieb aber damit 17.000 Arbeitsplätze.
Aus internen Dokumenten über die Zusammenarbeit des Redmonder Software-Konzerns mit dem österreichischen Militär geht hervor, dass 2007 dann ein Vertrag über mehrere Jahre abgeschlossen wurde, in dessen Rahmen der Staat dann gleich mal über 12 Millionen Euro an das Unternehmen überwies. Enthalten war in der Summe auch ein Betrag von 3,8 Millionen Euro an Nachzahlungen für die bisher mit illegalen Kopien betriebenen Arbeitsplätze. Unklar ist dabei, wie hoch der Aufschlag gegenüber einer ordentlichen Lizenzierung ausfiel.
Was dann folgte, war zwar lizenzrechtlich völlig in Ordnung, doch die praktische Umsetzung ließ doch sehr zu wünschen übrig. Das betrifft unter anderem die lange Verwendung von Windows XP als Betriebssystem auch über die Einstellung des Supports hinaus. Hiermit stand das Bundesheer aber immerhin nicht allein da. Nach dem Lizenzabschluss wäre ohnehin erst einmal der Umstieg auf Windows Vista möglich gewesen. Angesichts der Probleme, die dieses System mitbrachte, war es letztlich wohl sogar vorteilhaft, nicht aktiv zu werden.
Dass die Ausstattung nicht aktuell gehalten wurde, soll unter anderem auch daran gelegen haben, dass man sich unsicher war, wie man eigentlich weitermachen will. Auch hier hatte man die Idee, durch die Verwendung von Open Source-Anwendungen Geld sparen zu können. Nachdem man jahrelang gegrübelt hatte, erledigte sich aber zumindest der Umstieg auf StarOffice damit, dass der Anbieter Sun von Oracle übernommen wurde.
Heute will man in Österreich auf einem anderen Stand weiterarbeiten. 20.000 Systeme sollen nun 2018 von Windows 7 auf Windows 10 umgestellt werden. Und auch die halbjährlichen großen Updates des neuen Microsoft-Betriebssystems will man zeitnah zum Einsatz bringen, hieß es.
Download Recover Keys - Lizenzschlüssel auslesen
Aus internen Dokumenten über die Zusammenarbeit des Redmonder Software-Konzerns mit dem österreichischen Militär geht hervor, dass 2007 dann ein Vertrag über mehrere Jahre abgeschlossen wurde, in dessen Rahmen der Staat dann gleich mal über 12 Millionen Euro an das Unternehmen überwies. Enthalten war in der Summe auch ein Betrag von 3,8 Millionen Euro an Nachzahlungen für die bisher mit illegalen Kopien betriebenen Arbeitsplätze. Unklar ist dabei, wie hoch der Aufschlag gegenüber einer ordentlichen Lizenzierung ausfiel.
Was dann folgte, war zwar lizenzrechtlich völlig in Ordnung, doch die praktische Umsetzung ließ doch sehr zu wünschen übrig. Das betrifft unter anderem die lange Verwendung von Windows XP als Betriebssystem auch über die Einstellung des Supports hinaus. Hiermit stand das Bundesheer aber immerhin nicht allein da. Nach dem Lizenzabschluss wäre ohnehin erst einmal der Umstieg auf Windows Vista möglich gewesen. Angesichts der Probleme, die dieses System mitbrachte, war es letztlich wohl sogar vorteilhaft, nicht aktiv zu werden.
Open Source erledigte sich von selbst
Mit der Zeit gab es dann aber durchaus Alternativen. Doch die Software-Ausstattung auf den Arbeitsplatz-Systemen soll zeitweise so altbacken gewesen sein, dass die Anwender lieber auf ihre privaten Rechner auswichen. Das allerdings bringt natürlich insbesondere bei einer Organisation wie dem Militär erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich.Dass die Ausstattung nicht aktuell gehalten wurde, soll unter anderem auch daran gelegen haben, dass man sich unsicher war, wie man eigentlich weitermachen will. Auch hier hatte man die Idee, durch die Verwendung von Open Source-Anwendungen Geld sparen zu können. Nachdem man jahrelang gegrübelt hatte, erledigte sich aber zumindest der Umstieg auf StarOffice damit, dass der Anbieter Sun von Oracle übernommen wurde.
Heute will man in Österreich auf einem anderen Stand weiterarbeiten. 20.000 Systeme sollen nun 2018 von Windows 7 auf Windows 10 umgestellt werden. Und auch die halbjährlichen großen Updates des neuen Microsoft-Betriebssystems will man zeitnah zum Einsatz bringen, hieß es.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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