Offiziell anerkannt: WHO stuft Spielsucht erstmals als Krankheit ein
Wenn die Weltgesundheitsorganisation eine neue psychische Krankheit in seine "Internationale Klassifikation der Krankheiten" (ICD) aufnimmt, ist das ein großer Schritt - so geschehen bei der Spielsucht, die jetzt offiziell als Krankheit klassifiziert wurde.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Spielesucht offiziell als psychische Krankheit anerkannt. Damit findet die Störung laut WCCFTech jetzt ihren Weg auf die sogenannte Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), die alle von der Organisation anerkannte Krankheiten auflistet. Erstmals wird Spielsucht dann in der neuesten Ausgabe für 2018 mit aufgeführt, die in Kürze veröffentlicht werden soll.
Der zuständige WHO-Experte Wladimir Posniak weist aber mit Nachdruck darauf hin, dass zwischen jedem Einzelfall eine sehr genaue Differenzierung nötig ist. Ähnlich wie bei Alkohol, könne man nicht jeden Spiele-Nutzer sofort als Süchtigen klassifizieren. Die Aufnahme der Spielsucht in die Liste der anerkannten WHO-Krankheiten zeige aber, dass das Thema sehr ernst genommen werden muss, so Posniak. Die neue ICD-Liste ist aktuell in einer Vorabversion abrufbar.
Spielsucht ist jetzt offiziell eine anerkannte WHO-Krankheit
Für uns hier bei WinFuture ist Spielsucht - vor allem im Bezug auf den Bereich der Computer- und Videospiele - natürlich immer wieder ein großes Thema. Mit dem Aufstieg von Spielen wie World of Warcraft, die immer auch mit exzessivem Konsum in Verbindung gebracht wurden, fand das Thema in den letzten 10 Jahren auch in der Öffentlichkeit immer mehr Aufmerksamkeit. Jetzt können Betroffene darauf hoffen, dass sich in Zukunft noch viel mehr Menschen mit ihrer Störung auseinandersetzen.Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Spielesucht offiziell als psychische Krankheit anerkannt. Damit findet die Störung laut WCCFTech jetzt ihren Weg auf die sogenannte Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD), die alle von der Organisation anerkannte Krankheiten auflistet. Erstmals wird Spielsucht dann in der neuesten Ausgabe für 2018 mit aufgeführt, die in Kürze veröffentlicht werden soll.
Beschreibung eines typischen Spielesüchtigen
In der Klassifizierung der Spielsucht durch die WHO werden Betroffene als Personen beschrieben, die dem Spielen stetig eine immer höhere Priorität einräumen, bis schließlich alle anderen Lebensinhalte bis hin zu einfachen täglichen Routine-Aktivitäten vollkommen in den Hintergrund gedrängt werden. Darüber hinaus ist für die Definition als Sucht auch die Tatsache maßgeblich, dass der Betroffene das Spielen auch dann nicht beendet, wenn sich daraus eindeutige negative Konsequenzen im direkten Umfeld ergeben.Der zuständige WHO-Experte Wladimir Posniak weist aber mit Nachdruck darauf hin, dass zwischen jedem Einzelfall eine sehr genaue Differenzierung nötig ist. Ähnlich wie bei Alkohol, könne man nicht jeden Spiele-Nutzer sofort als Süchtigen klassifizieren. Die Aufnahme der Spielsucht in die Liste der anerkannten WHO-Krankheiten zeige aber, dass das Thema sehr ernst genommen werden muss, so Posniak. Die neue ICD-Liste ist aktuell in einer Vorabversion abrufbar.
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