Alle Jahre wieder: Ver.di droht mit Streik, Amazon nicht beeindruckt
In gut einem Monat ist Heiligabend und die Weihnachtszeit wird traditionell durch Adventskränze, Beleuchtung und die Streikdrohung der Gewerkschaft Ver.di gegen Amazon eingeläutet. Auch in diesem Jahr ist es soweit, Ver.di holt rechtzeitig die Streikkeule aus dem Sack. Ob sich der Versandhändler davon dieses Jahr beeindrucken lässt, ist aber fraglich.
Aktuell findet bei Amazon die Cyber-Monday-Woche statt, damit bereitet sich der Versandhändler Amazon auf den Black Friday und den darauffolgenden erwähnten Cyber Monday vor. Entsprechend viele Blicke sind auf das US-Unternehmen gerichtet. Es ist deshalb sicherlich kein Zufall, dass die Gewerkschaft Ver.di ausgerechnet jetzt ihre alljährliche Streikdrohung an Medien verschickt.
Die Kritik prallt an Amazon aber seit jeher ab. Man verweist auf 12.000 festangestellte Mitarbeiter und darauf, dass man ein wichtiger Arbeitgeber für die Regionen sei. Laut Amazon-Angaben betragen die Einstiegslöhne in allen deutschen Logistikzentren umgerechnet mindestens 10,30 Euro brutto pro Stunde. Damit sei man ein "fairer Arbeitgeber", da die Löhne am oberen Ende dessen lägen, was in vergleichbaren Jobs bezahlt wird, schreibt das Unternehmen auf seinem Logistik-Blog. Dieser Basislohn sowie Zusatzleistungen gelten auch für Saisonkräfte, so Amazon.
Ver.di denkt dennoch nicht daran, lockerzulassen. Viele sehen darin aber inzwischen eine Art PR-Maßnahme, da Amazon das prominenteste Ziel der Branche ist. Denn so mancher ist der Meinung, dass die Gewerkschaft damit die öffentliche Aufmerksamkeit sucht, statt sich auf andere (schlimmere) schwarze Schafe zu konzentrieren.
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Aufstand oder Aufständchen?
Ver.di bezeichnet die seit 2013 laufenden Tarifkonflikte als "Aufstand bei Amazon" - ob es diesen tatsächlich gibt oder ob das nicht vielleicht doch eher nur Wunschdenken der Gewerkschaft ist, sei einmal dahingestellt. Der für den Versand- und Onlinehandel zuständige Ver.di-Funktionär Thomas Voß meinte jedenfalls (via Handelsblatt), dass man die Aktionen in den kommenden Wochen noch ausweiten wird: "Wir haben noch einiges vor."Die Kritik prallt an Amazon aber seit jeher ab. Man verweist auf 12.000 festangestellte Mitarbeiter und darauf, dass man ein wichtiger Arbeitgeber für die Regionen sei. Laut Amazon-Angaben betragen die Einstiegslöhne in allen deutschen Logistikzentren umgerechnet mindestens 10,30 Euro brutto pro Stunde. Damit sei man ein "fairer Arbeitgeber", da die Löhne am oberen Ende dessen lägen, was in vergleichbaren Jobs bezahlt wird, schreibt das Unternehmen auf seinem Logistik-Blog. Dieser Basislohn sowie Zusatzleistungen gelten auch für Saisonkräfte, so Amazon.
Ver.di denkt dennoch nicht daran, lockerzulassen. Viele sehen darin aber inzwischen eine Art PR-Maßnahme, da Amazon das prominenteste Ziel der Branche ist. Denn so mancher ist der Meinung, dass die Gewerkschaft damit die öffentliche Aufmerksamkeit sucht, statt sich auf andere (schlimmere) schwarze Schafe zu konzentrieren.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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