Samsung Electronics: Rekordgewinne und Rücktritt des Chefs
Samsung Electronics steht kurz davor, für das zu Ende gegangene Quartal einen neuen Rekordgewinn ausweisen zu können. Und diesen Moment nutzt Unternehmens-Chef Kwon Oh-hyun, um seinen Rücktritt anzukündigen. Bis Ende März muss nun ein Nachfolger gefunden werden.
Nach den vorläufigen Zahlen wird Samsung Electronics bei der Vorlage der endgültigen Bilanzen in Kürze voraussichtlich einen operativen Gewinn von 12,8 Milliarden Dollar ausweisen. Das wäre im Jahresvergleich quasi eine Verdreifachung des Überschusses, den das Unternehmen aus dem Tagesgeschäft ziehen kann.
Die satte Steigerung ist aber nur zum Teil auf die besser laufenden Geschäfte mit Smartphones zurückzuführen. Hier gab es in diesem Jahr zumindest keine solche Katastrophe wie mit dem Galaxy Note 7 im vergangenen Jahr. Der wesentliche Teil des Gewinns stammt aus der Produktion von Flash-Speichern, für die es eine immer weiter steigende Nachfrage gibt und bei denen die Großhandelspreise weiter auf hohem Niveau liegen.
Mit der Krise ist dabei weniger die Geschäftsentwicklung gemeint. Vielmehr geht es um die Probleme im Management, die unter anderem zur Verhaftung von Lee Jae-yong führten. Der Quasi-Chef des gesamten Samsung-Imperiums muss sich derzeit mit Korruptions-Vorwürfen auseinandersetzen.
Und diese werden gemeinhin nicht als seltsamer Einzelfall angesehen. Angesichts der engen Verflechtungen Samsungs und der südkoreanischen Politik deuten sie eher auf einen Normalzustand hin. Kwons Rücktritt kann hier auch als Zeichen gedeutet werden, dass sich bei Samsung vielleicht grundlegend etwas ändern kann.
Die satte Steigerung ist aber nur zum Teil auf die besser laufenden Geschäfte mit Smartphones zurückzuführen. Hier gab es in diesem Jahr zumindest keine solche Katastrophe wie mit dem Galaxy Note 7 im vergangenen Jahr. Der wesentliche Teil des Gewinns stammt aus der Produktion von Flash-Speichern, für die es eine immer weiter steigende Nachfrage gibt und bei denen die Großhandelspreise weiter auf hohem Niveau liegen.
Samsungs Konzernkultur in der Krise
Wie Kwon parallel dazu in einer Mitteilung an die Mitarbeiter erklärte, habe er lange darüber nachgedacht, welche Rolle er in Zukunft spielen soll. Die Entscheidung besteht nun in einem kompletten Rückzug. Angesichts der bestehenden Krise des Konzerns sehe er es als wichtig an, dass das Unternehmen einen Neustart versuchen kann - und diesen müssten junge Führungskräfte mit einem neuen Geist angehen.Mit der Krise ist dabei weniger die Geschäftsentwicklung gemeint. Vielmehr geht es um die Probleme im Management, die unter anderem zur Verhaftung von Lee Jae-yong führten. Der Quasi-Chef des gesamten Samsung-Imperiums muss sich derzeit mit Korruptions-Vorwürfen auseinandersetzen.
Und diese werden gemeinhin nicht als seltsamer Einzelfall angesehen. Angesichts der engen Verflechtungen Samsungs und der südkoreanischen Politik deuten sie eher auf einen Normalzustand hin. Kwons Rücktritt kann hier auch als Zeichen gedeutet werden, dass sich bei Samsung vielleicht grundlegend etwas ändern kann.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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