KI-Boom sorgt im kommenden Jahr für spürbar teurere Smartphones
Verbraucher müssen damit rechnen, dass Smartphones und andere Geräte im kommenden Jahr spürbar teurer werden. Das ist aber nicht besseren Technologien geschuldet, sondern dem Druck, den der KI-Boom auf den Markt für alltägliche Bauteile ausübt.
Die globale Nachfrage nach Arbeitsspeicher für KI-Systeme steigt rasant, weil Unternehmen wie Meta, Microsoft und Google ihre Infrastruktur massiv ausbauen, um den anhaltenden Boom rund um generative KI zu bewältigen. Schätzungen der Unternehmensberatung McKinsey zufolge könnten weltweit bis 2030 fast sieben Billionen Dollar in den Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten fließen.
Für die Speicherindustrie hat das unmittelbare Folgen: Hersteller wie Samsung und Micron richten ihre Produktionslinien zunehmend auf die lukrative Nachfrage aus dem Rechenzentrumsbereich aus. Das setzt den Markt für Verbraucherelektronik unter Druck. Yang Wang, Senior Analyst bei Counterpoint Research, spricht gegenüber CNN von einer "brutalen Knappheit" quer durch alle Produktsegmente. Micron kündigte sogar an, sich vollständig aus dem Endkundengeschäft zurückzuziehen, um sich auf KI-getriebene Anwendungen zu konzentrieren.
Für die Hersteller stellt sich damit die Frage, wie sie ihre Modelle kalkulieren und wann sie Neuheiten vorstellen. TrendForce geht davon aus, dass sich die Produktionskosten von Smartphones um 8 bis 10 Prozent erhöhen. Besonders betroffen dürften günstige Android-Geräte sein, deren Margen dünn sind. "Für diese Modelle wird eine Preiserhöhung kaum zu vermeiden sein", erklärt IDC-Expertin Nabila Popal.
Kurzfristig könnten einige Marken zudem den Fokus auf teurere Modelle verschieben oder Produkteinführungen verzögern. Der durchschnittliche Verkaufspreis eines Smartphones soll laut IDC 2026 auf 465 Dollar steigen. Das wäre ein neuer Rekordwert für einen ohnehin gesättigten Markt. Entspannung ist jedoch in Sicht: Gegen Ende 2026 könnten sich Angebot und Nachfrage allmählich wieder einpendeln, so die Experten. Siehe auch:
- KI-Boom verursacht Preisanstieg bei Smartphones für das Jahr 2026
- Massive Nachfrage nach Arbeitsspeicher für KI-Systeme durch Tech-Giganten
- Speicherhersteller konzentrieren sich zunehmend auf lukrative Rechenzentren
- Speicherchipkosten könnten im vierten Quartal 2025 um 30 Prozent steigen
- Produktionskosten von Smartphones erhöhen sich voraussichtlich um 8-10 Prozent
- Besonders günstige Android-Geräte sind von den Preiserhöhungen betroffen
- Marktentspannung wird gegen Ende 2026 von Experten prognostiziert
Speicherkrise wirkt
Bisher waren steigende Preise bei Smartphones und auch Tablets vor allem mit besseren Kameras, schärferen Displays oder größerem internem Festspeicher verbunden. Diesmal ist es aber ein alltägliches Bauteil, das Geräte merklich teurer machen dürfte. Der Grund dafür liegt aber nicht im Konsumentenmarkt selbst, sondern in der wachsenden Konkurrenz durch Rechenzentren.Die globale Nachfrage nach Arbeitsspeicher für KI-Systeme steigt rasant, weil Unternehmen wie Meta, Microsoft und Google ihre Infrastruktur massiv ausbauen, um den anhaltenden Boom rund um generative KI zu bewältigen. Schätzungen der Unternehmensberatung McKinsey zufolge könnten weltweit bis 2030 fast sieben Billionen Dollar in den Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten fließen.
Für die Speicherindustrie hat das unmittelbare Folgen: Hersteller wie Samsung und Micron richten ihre Produktionslinien zunehmend auf die lukrative Nachfrage aus dem Rechenzentrumsbereich aus. Das setzt den Markt für Verbraucherelektronik unter Druck. Yang Wang, Senior Analyst bei Counterpoint Research, spricht gegenüber CNN von einer "brutalen Knappheit" quer durch alle Produktsegmente. Micron kündigte sogar an, sich vollständig aus dem Endkundengeschäft zurückzuziehen, um sich auf KI-getriebene Anwendungen zu konzentrieren.
Günstige Androids betroffen
Marktforscher warnen bereits vor deutlichen Preissprüngen. Laut Counterpoint könnten die Kosten für Speicherchips im vierten Quartal 2025 um rund 30 Prozent steigen, gefolgt von weiteren Zuwächsen Anfang des kommenden Jahres. Die Internationale Data Corporation (IDC) rechnet deshalb sogar schon mit einer leichten Schrumpfung des Smartphone-Marktes im Jahr 2026.Für die Hersteller stellt sich damit die Frage, wie sie ihre Modelle kalkulieren und wann sie Neuheiten vorstellen. TrendForce geht davon aus, dass sich die Produktionskosten von Smartphones um 8 bis 10 Prozent erhöhen. Besonders betroffen dürften günstige Android-Geräte sein, deren Margen dünn sind. "Für diese Modelle wird eine Preiserhöhung kaum zu vermeiden sein", erklärt IDC-Expertin Nabila Popal.
Kurzfristig könnten einige Marken zudem den Fokus auf teurere Modelle verschieben oder Produkteinführungen verzögern. Der durchschnittliche Verkaufspreis eines Smartphones soll laut IDC 2026 auf 465 Dollar steigen. Das wäre ein neuer Rekordwert für einen ohnehin gesättigten Markt. Entspannung ist jedoch in Sicht: Gegen Ende 2026 könnten sich Angebot und Nachfrage allmählich wieder einpendeln, so die Experten. Siehe auch:
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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