Speicherkrise: Kein Flash seit Oktober, Transcend sitzt auf'm Trockenen
Die Lage im Flash-Speicher-Markt verschärft sich offenbar täglich. Für die Hersteller von SSDs & Co brechen harte Zeiten an. Der Anbieter Transcend hat jetzt mitgeteilt, dass man schlicht keine Flash-Chips mehr von den großen Herstellern wie Samsung und SanDisk bekommt.
Wie aus einem Schreiben an Transcend-Kunden hervorgeht, erhielt das Unternehmen in der letzten Woche von Samsung und SanDisk die Mitteilung, dass die eigentlich geplanten Lieferungen von NAND-Flash-Speicher an Transcend nicht wie geplant erfolgen sollen. Stattdessen hätten die beiden Chiphersteller ihre Lieferungen erneut verschoben, wodurch Transcend im vierten Quartal 2025 erheblich weniger Chips für den Bau seiner Produkte zur Verfügung hat.
Allein in der letzten Woche sei der Preis für Flash-Speicher bei den großen Chipherstellern um 50 bis 100 Prozent gestiegen, wobei die Preissteigerungen auch weiterhin "sehr schnell und mit abnormalen Sprüngen" voranschreiten dürften, heißt es außerdem. Die Situation werde sich wohl innerhalb der nächsten drei bis fünf Monate nicht ändern, so Transcend weiter.
Transcend gab darüber hinaus an, dass man händeringend versucht, zusätzliche Lieferungen zu erhalten, um die Versorgung der Kunden und eine Stabilisierung der Liefertermine zu sichern. Das Unternehmen warnt die Kunden nun ausdrücklich, dass es zu Problemen bei der Verfügbarkeit seiner Produkte kommen kann, wobei sich die Lieferzeiten verlängern und die Preise "viel höher als im dritten Quartal und zuvor" ausfallen werden.
Ein Blick in den WinFuture-Preisvergleich zeigt unterdessen schon jetzt, wie Transcend begonnen hat, die Preise im Endkundenmarkt aufgrund höherer eigener Kosten deutlich anzuheben. So kostete eine externe USB-SSD des Unternehmens mit 512 Gigabyte im Oktober noch ca. 45 Euro - jetzt sind es mindestens 60. Bei den internen SSDs sind die Preise hingegen noch relativ stabil bzw. nur leicht gestiegen. Wer also darüber nachdenkt, Speicher zu erwerben, sollte besser nicht zu lange überlegen.
Siehe auch:
Transcend warnt vor Engpässen und Preissteigerungen
Der aus Taiwan stammende Anbieter Transcend ist auch hierzulande für Arbeitsspeicher, Solid-State-Drives (SSDs), USB-Sticks und Speicherkarten bekannt. Jetzt hat das Unternehmen gegenüber Händlern verlauten lassen, dass man derzeit massive Probleme hat, SSDs zu liefern, weil die großen Chiphersteller ihrerseits Lieferungen verschieben.Wie aus einem Schreiben an Transcend-Kunden hervorgeht, erhielt das Unternehmen in der letzten Woche von Samsung und SanDisk die Mitteilung, dass die eigentlich geplanten Lieferungen von NAND-Flash-Speicher an Transcend nicht wie geplant erfolgen sollen. Stattdessen hätten die beiden Chiphersteller ihre Lieferungen erneut verschoben, wodurch Transcend im vierten Quartal 2025 erheblich weniger Chips für den Bau seiner Produkte zur Verfügung hat.
Seit Wochen keine neuen Lieferungen
Tatsächlich habe Transcend bereits seit Oktober keine Flash-Chips mehr geliefert bekommen. Transcend begründet die Probleme mit der enormen Nachfrage rund um SSDs und andere Speicherprodukte durch die Betreiber von KI-Diensten, die wie schon häufiger berichtet, den gesamten Markt für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher leerkaufen.Allein in der letzten Woche sei der Preis für Flash-Speicher bei den großen Chipherstellern um 50 bis 100 Prozent gestiegen, wobei die Preissteigerungen auch weiterhin "sehr schnell und mit abnormalen Sprüngen" voranschreiten dürften, heißt es außerdem. Die Situation werde sich wohl innerhalb der nächsten drei bis fünf Monate nicht ändern, so Transcend weiter.
Transcend gab darüber hinaus an, dass man händeringend versucht, zusätzliche Lieferungen zu erhalten, um die Versorgung der Kunden und eine Stabilisierung der Liefertermine zu sichern. Das Unternehmen warnt die Kunden nun ausdrücklich, dass es zu Problemen bei der Verfügbarkeit seiner Produkte kommen kann, wobei sich die Lieferzeiten verlängern und die Preise "viel höher als im dritten Quartal und zuvor" ausfallen werden.
Ein Blick in den WinFuture-Preisvergleich zeigt unterdessen schon jetzt, wie Transcend begonnen hat, die Preise im Endkundenmarkt aufgrund höherer eigener Kosten deutlich anzuheben. So kostete eine externe USB-SSD des Unternehmens mit 512 Gigabyte im Oktober noch ca. 45 Euro - jetzt sind es mindestens 60. Bei den internen SSDs sind die Preise hingegen noch relativ stabil bzw. nur leicht gestiegen. Wer also darüber nachdenkt, Speicher zu erwerben, sollte besser nicht zu lange überlegen.
Zusammenfassung
- Transcend erhält seit Oktober keine Flash-Chips mehr von Herstellern
- Samsung und SanDisk haben geplante Lieferungen für Transcend verschoben
- KI-Unternehmen kaufen den gesamten Markt für Flash-Speicher leer
- Flash-Speicherpreise sind in einer Woche um 50 bis 100 Prozent gestiegen
- Situation wird sich voraussichtlich in den nächsten drei bis fünf Monaten nicht ändern
- Transcend warnt vor Lieferproblemen und erheblichen Preissteigerungen
- Externe 512 GB USB-SSD von Transcend kostet jetzt 60 statt 45 Euro
Siehe auch:
- Arbeitsspeicher-Krise: Samsung verkauft nicht mehr an Samsung
- Helldivers 2 reduziert PC-Speicherbedarf um satte 85 Prozent
- Speicher-Apokalypse: Micron gibt Consumer-Markt auf, Ende von Crucial
- Superkondensator: Neue Graphenstruktur revolutioniert Stromspeicher
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