Windows 8 Release Preview: Neuerungen & Test

Windows 8 Microsoft hat am Donnerstagabend früher als gedacht mit der Auslieferung der Windows 8 Release Preview begonnen. Hatte man die Ver­öffentlichung zunächst für die erste Juni-Woche angekündigt, so steht die letzte offizielle Vorabversion des neuen Betriebssystems nun doch schon einige Tage eher zum Download bereit.

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Die Windows 8 Release Preview kann wie - wie bereits die beiden Vorabversionen davor - von jedermann vollkommen kostenlos heruntergeladen und ausprobiert werden. Dazu ist lediglich eine Microsoft ID notwendig, die man sich mit Hilfe einer gültigen E-Mail-Adresse ohne weiteres erstellen kann. In jedem Fall ist eine grundlegende Neuinstallation notwendig, weil ein Update von der vorangegangenen Consumer Preview auf die Release Preview nicht möglich ist.

Windows 8 Logo
Windows 8 Logo

Der Download sollte dank der beeindruckenden Kapazitäten von Microsofts Servern binnen kürzester Zeit mit voller Geschwindigkeit möglich sein, so dass man die Windows 8 Release Preview alsbald auf einen DVD-Rohling oder einen USB-Stick bringen kann, um sie auf seinem System frisch zu installieren. Generell ist davon abzuraten, die Vorabversion trotz ihres fast finalen Entwicklungsstands auf einem produktiv genutzten PC einzuspielen, da in Verbindung mit einer vorhandenen Windows 7-Installation durchaus Probleme auftreten könnten.

Windows 8 Hands-On: So läuft die Beta auf einem Tablet
(HD-Version)

Die Windows 8 Release Preview bringt zwar eine Vielzahl von Neuerungen mit, die aber natürlich bei weitem nicht so offensichtlich ausfallen wie bei den früheren Vorabversionen, als zum Beispiel die neue Metro-Oberfläche erstmals Einzug hielt. Generell hat Microsoft bei der Release Preview vor allem in Leistungs- und Stabilitätsverbesserungen investiert und diverse kleinere Veränderungen vorgenommen, die das Nutzungserlebnis insgesamt besser machen sollen.


Zu den nennenswerten Neuerungen gehören die drei neuen Metro-Apps Bing Nachrichten, Bing Reise und Bing Sports, eine neue Geste zum Vorwärtsspringen im Browser, Flash-Unterstützung für bestimmte Websites und neue Multi-Monitoring-Funktionen. Anlässlich der Release Preview haben zudem einige Drittanbieter erstmals Metro-Apps für Windows 8 veröffentlicht, darunter etwa die freie Enzyklopädie Wikipedia. Hinzu kommt, dass Windows 8 in der neuen Vorabversion nun in immerhin 14 Sprachvarianten erhältlich ist, natürlich auch in Deutsch.

Im Folgenden wollen wir die von uns entdeckten und die von Microsoft dokumentierten Neuerungen ausführlich vorstellen und unsere Eindrücke bei der Verwendung der Windows 8 Release Preview auf Tablets, Notebooks und Desktops schildern.

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Installation
Hat man den Download der Windows 8 Release Preview hinter sich gebracht - die rund 3,4 Gigabyte große ISO-Datei will natürlich erst einmal heruntergeladen werden, lässt sich das Image zügig auf eine DVD bringen oder mit den von Microsoft bereitgestellten Tools auch auf einen USB-Stick übertragen. Gerade USB-Sticks sind aus unserer Sicht empfehlenswert, verläuft mit ihnen der Installationsvorgang doch in der Regel deutlich schneller als von einem optischen Laufwerk.

Tipp: Probleme bei der Installation? Das Windows 8 Forum hilft!

Die Installation selbst braucht nur wenige Minuten und erfolgt weitestgehend ohne Zutun des Anwenders. In unserem Fall war sie einmal mehr in weniger als zehn Minuten möglich - dank eines schnellen USB-Sticks. Vor dem Start des Setups muss man lediglich die bevorzugte Sprache und das Tastatur-Layout wählen.

Nachdem die Dateien auf die Festplatte des Testsystems übertragen wurden, kann, sofern vorhanden, eine WLAN-Verbindung hergestellt werden. Danach wählt man ein bevorzugtes Erscheinungsbild aus einer Vielzahl von Farbschemata aus. Waren es in der Consumer Preview nur wenige Farbkombinationen, so hat der Nutzer nun die Wahl aus 25 Variationen, mit denen er der Metro-Oberfläche der Windows 8 Release Preview einen gewissen persönlichen Anstrich verpassen kann.

Windows 8 Release Preview in Deutsch
Auswahl des Farbschemas in Windows 8

Beim routinemäßigen Neustart am Ende der Installation zeigt sich bereits eine der vielleicht auffälligsten Neuerungen der Release Preview - der neue Bootscreen. Bei der aktuellen Vorabversion wird hier statt des Betta-Fischs der Consumer Preview nun ein simpler Windows-Schriftzug angezeigt.

Windows 8 Release Preview in Deutsch
Der neue Bootscreen von Windows 8

Bei neuen PCs, die die Kunden künftig mit einem vorinstallierten Windows 8 erwerben, wird dieser Schriftzug wahrscheinlich in den meisten Fällen nicht zu sehen sein, denn an seiner Stelle erscheint dann wohl meist das Logo des jeweiligen Geräteherstellers wie etwa ASUS, Acer, Dell, HP oder auch Samsung.

Metro & Startscreen
Ist man dann auf dem neuen Startscreen gelandet, der die Nachfolge des altbekannten Startmenüs antritt, hat sich auf den ersten Blick nicht viel geändert. Die Zahl der ab Werk enthaltenen Metro-Apps ist allerdings um die bereits erwähnten Bing-Anwendungen erweitert worden und einige der vorinstallierten Apps haben neue Live Tiles bekommen - mit anderen Farben und teilweise auch geänderten Designs. Die Veränderungen fallen aber geringfügig aus.

Windows 8 Release Preview in Deutsch
Startscreen in der Windows 8 Release Preview

Der Sperrbildschirm wurde in der Release Preview mit einer eher kleinen, aber dennoch sehr sinnvollen Neuerung versehen: Die Musikwiedergabe kann vom Anwender nun auch auf dem Lockscreen gesteuert werden, wobei das Regeln der Lautstärke, das Vor- und Zurück-Springen in der Wiedergabeliste und das Pausieren möglich sind. Diese Neuerung kommt vor allem den Besitzern von Tablets und Notebooks zu Gute. Auf diese Weise ließe sich das Gerät zum Beispiel auf einer Party zur Musikwiedergabe nutzen, ohne dass die Gäste sich einloggen können.

Windows 8 Release Preview in Deutsch
Auswahl des Startscreen-Hintergrunds

Microsoft bietet weiterhin die Möglichkeit, den Hintergrund des Startscreens mit insgesamt sechs verschiedenen Designs den eigenen Wünschen anzupassen. Selbstgewählte Designs oder Designs von Drittanbietern werden allerdings nach wie vor nicht unterstützt. Immerhin bietet Microsoft nun die erwähnten 25 Farbschemata zur Anpassung der Farbe des Startscreen-Hintergrunds und der Akzent-Farbe an. Für die finale Ausgabe von Windows 8 stellt der Softwarekonzern zahlreiche weitere Farbschemata in Aussicht.

Die semantische Zoom-Funktion des Startscreens, mit der Tablet-Anwender aus der normalen Ansicht herauszoomen können, um die Inhalte des Startbildschirms neu anzuordnen oder zu benennen, kann bei Systemen mit einer angeschlossenen Maus nun über ein leicht modifiziertes Symbol in der rechten unteren Ecke des Bildschirms ausgeführt werden. Das Quadrat zeigte bisher eine Lupe, in der Release Preview ist es einfach nur noch ein kleines "Minus".

Windows 8 Release Preview in Deutsch
Neue Schaltfläche für semantischen Zoom - rechtes Bild

Die sogenannte App-Bar, die bei einem Rechtsklick auf einen leeren Bereich auf dem Startscreen oder einem "Wisch" vom oberen oder unteren Rand eines Tablets angezeigt wird, erlaubt das Hinzufügen von Apps zum Startscreen. In der Release Preview ist der entsprechende Button nach rechts verlegt und leicht im Design verändert worden. Insgesamt halten sich die Veränderungen beim Startscreen also stark in Grenzen.

Eine weitere Neuerung hält das Metro-Interface der Windows 8 Release Preview noch bereit, auch wenn diese eher funktioneller Natur ist. Ruft man auf dem Startscreen die sogenannte "Charms-Bar" am rechten Bildschirmrand auf und wählt den Punkt "Einstellungen" aus, wird nun ein verändertes Menü angezeigt, das unter einer Zwischenüberschrift, die anzeigt wofür die jeweils angebotenen Einstellungen gelten, den neuen Eintrag "Kacheln" anbietet. Über diesen kann der Nutzer festlegen, ob er sich die Windows-Verwaltungstools ebenfalls in Form von Live-Tiles auf den Startscreen holen möchte. Außerdem besteht die Möglichkeit, die auf den Live-Tiles angezeigten persönlichen Informationen löschen zu lassen.

BILDERSTRECKE
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Im Einstellungsbereich kann man wie bisher die Lautstärke und Bildschirmhelligkeit regeln, das System herunterfahren oder die Tastatur-Einstellungen ändern. Bei den Benachrichtigungen ist es nun möglich, die Dauer der Unterdrückung der Einblendung von Benachrichtigungen festzulegen. Im Grunde hat sich auf dem Startscreen eigentlich nur wenig getan. Microsofts Konzept bezüglich des Startmenü-Ersatzes scheint also aufgegangen zu sein, denn in den drei Monaten seit der Consumer Preview gab es offenbar weniger Kritik am Startscreen als gedacht, weshalb nur wenige Änderungen nötig waren.

Lesen Sie auf der nächsten Seite jetzt alles über die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten von Windows 8, den Änderungen am Desktop, den zahlreichen neuen Metro-Apps sowie den Änderungen am Internet Explorer 10.

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[o3] ctl am 02.06.12 02:22 Uhr
(-11
Ich habs mir installiert und keine halbe Stunde später wieder deinstalliert. Dieses OS geht mal gar nicht! Was hat sich Microsoft bloss dabei gedacht...?
 
@ctl: Das hast du aber schön Wort-für-Wort aus der anderen Win8-News kopiert. Deine mentalen Fähigkeiten reichen für einen zweiten selbstgeschriebenen Beitrag wohl nicht aus? Vielleicht solltest Du auch einfach Deinen Wortschatz erweitern. Oder aufhören zu trollen.
 
@ctl: Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass man auf diesen Beitrag eine sachliche Diskussion aufbauen könnte? Wie soll die denn idealerweise aussehen? "Hast recht, MicroSHIT ist durchgedreht, METRO STINKT!11!1!" - hast Du Dir ungefähr sowas erhofft? Mehr Potenzial gibt Dein Post nämlich nicht her.
 
@ctl: Naja, die Sache ist eigentlich ganz einfach: Win8 ist ein BS das auf Tablets zugeschnitten ist. Hat man ein Tablett ist es toll, hat man keins, sondern einen "herkömmlichen" PC, ist es nicht toll. Fertig.
 
@Skidrow: Ich verwende es jetzt seit einem ganzen Tag produktiv (bin Entwickler und GF, nutze also Visual Studio und massiv Office - daneben natürlich so allerlei Anwendung). Ich habe vollständig alle Anwendung installiert, die ich brauche. Dann habe ich noch das Classic Start Menü. Und ein wenig die Metro-Seite aufgeräumt. Die Metro-Seite brauche ich gar nicht. Sie kommt nicht zum Vorschein. Ich arbeite exakt wie unter Win7 - bemerke keinen Unterschied, bis auf: 1. Spürbar höhere Performance 2.a. Extrem hohe Geschwindigkeit bei Verwendung von SharePoint unter IE10 (das ich mal richtig gut umgesetzt!!!) 2.b. IE10 auf anderen Seiten sehr stabil und schnell. 3. Da ich eine LiveID habe und Skydrive verwende bemerke ich inzwischen gute Ansätze zur Integration ins BS. Kann ich hier noch nicht genauer beschreiben - muss ich noch weiter erleben. 4. Natürlich fallen auch die vielen kleinen Neuerungen positiv auf. Explorer hat endlich ne moderne Ribbon-Oberfläche, an die man sich schnell gewöhnt und schneller damit arbeiten kann. Da sind auch noch ein paar Funktionen hinzugekommen. 5. Der integrierte PDF-Viewer ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen und extrem schnell im Aufruf eines Dokuments (viel schneller als dieser lahme Viewer von Adobe immer war - schlimm allein schon beim Aufruf!). 6. Falls man doch mal auf die Metro-Seite kommt (z.B. beim PDF-Viewer), dann einfach per Windows-Taste und man ist ja wieder zurück auf dem Desktop, wobei mich das überhaupt nicht stört mit der Metro-Seite. Ist ja in sonem Fall nix anderes als ne ganzseitige Anwendung. Und auch die Metro-Einstiegsseite ist nix anderes als ein besseres Start-Menü. Mit Windows-Taste ist man sofort wieder auf dem Desktop. Mein Fazit bisher: Auch auf dem Desktop kein Grund zur Panik. Ich hatte Befürchtungen aber nach produktiver Arbeit sehe ich, dass die es so umgesetzt haben, dass man arbeiten kann wie mit einem besseren Windows 7.


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