Skype-Übernahme durch Microsoft scheint sicher

Wirtschaft & Firmen Nachdem am Wochenende das Gerücht aufkam, dass auch Microsoft an einer Übernahme des VoIP-Anbieters Skype interessiert ist, bestätigen immer mehr Quellen unabhängig voneinander, dass dieses Geschäft wohl tatsächlich abgewickelt wird.
So meldet das 'Wall Street Journal', dass Microsoft das in Luxemburg ansässige Unternehmen für 7 bis 8 Milliarden US-Dollar übernehmen wird. Es wäre eine der aggressivsten Entscheidungen, die Microsoft in der jüngeren Vergangenheit getroffen hat, um in der immer wichtiger werdenden Welt der Kommunikation, Information und Unterhaltung eine entscheidende Rolle zu spielen. Bereits am heutigen Dienstag könnte das Geschäft, das insgesamt 8,5 Milliarden US-Dollar umfassen könnte, offiziell von den beiden Parteien bestätigt werden. Das berichtet auch die Journalistin Kara Swisher unter Berufung auf eigene Quellen.

Skype würde Microsoft dabei helfen, im Verbrauchermarkt erfolgreicher zu werden, nachdem man sich in der Vergangenheit in diesem Bereich schwer getan hat. Skype verbindet mehrere Millionen Menschen miteinander und ermöglicht Text-Chats, VoIP-Telefonie und Videokonferenzen. Dabei werden sowohl stationäre als auch mobile Geräte unterstützt. Vermutlich würde die Skype-Technologie in die Windows-Live-Dienste integriert werden.

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Die Übernahme von Skype wäre das größte finanzielle Geschäft, das Microsoft in seiner 36-jährigen Geschichte abwickelt. 2007 hatte man den Online-Werbeanbieter aQuantive für 6 Milliarden US-Dollar übernommen. Die vor knapp drei Jahren geplante Übernahme von Yahoo für bis zu 48 Milliarden US-Dollar endete in einer Kooperation der beiden Unternehmen. Microsoft kann sich glücklich schätzen, denn heute ist Yahoo nur noch etwa die Hälfte der damaligen Summe wert.

Microsoft-Chef Steve Ballmer hat in der Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht, dass man sich verstärkt auf Dienste im Internet konzentrieren muss, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Noch werden die meisten Einnahmen mit Windows und Office erzielt. Die Investoren zeigen sich bereits seit geraumer Zeit besorgt, dass Microsoft in diesem Bereich möglicherweise keine Wachstumsmöglichkeiten mehr hat.

Skype wurde 2003 von den beiden Unternehmern Niklas Zennstrom und Janus Friis vorgestellt, die sich zuvor mit der Filesharing-Software Kazaa einen Namen gemacht hatten. Zunächst war Skype lediglich unter Technik-begeisterten Menschen verbreitet, doch im Laufe der Jahre nahm die Bedeutung stetig zu. Inzwischen wird der Begriff Skype von vielen Menschen mit der Online-Kommunikation in Text, Bild und Ton assoziiert. eBay hatte das Unternehmen 2005 für 2,6 Milliarden US-Dollar übernommen, verkaufte 2009 jedoch einen 70-prozentigen Anteil an eine Gruppe von Investoren.

Das Wall Street Journal spekuliert, dass Microsoft eine Integration von Skype in das mobile Betriebssystem Windows Phone 7 anstreben könnte. Damit hätte man eine ausgereifte Kommunikationssoftware auf Internet-Basis im Angebot, die bereits viele Millionen Nutzer vorweisen kann und es somit problemlos mit FaceTime und Google Talk aufnehmen könnte.

Download: Skype 5.3.0.111 (20,27 MB; Deutsch)
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