Mozilla: Diese Add-Ons machen Firefox langsamer
Aus diesem Grund hat man jetzt eine Aufklärungskampagne gestartet, die die Nutzer des Browsers für dieses Thema sensibilisieren soll. In einem Blog-Beitrag wird erklärt, dass jedes installierte Add-On im Durchschnitt dafür sorgt, dass sich die Startzeit des Browsers um 10 Prozent verlängert. Je nach verwendeter Hardware und Software handelt es sich um zusätzliche Millisekunden oder gar Sekunden.
Um die wahren Performance-Killer zu entlarven, haben die Entwickler eine Liste mit 50 Add-Ons veröffentlicht, die die größte negative Auswirkung auf Firefox haben. Auf dem ersten Platz findet man die Erweiterung FoxLingo zum Übersetzen von Texten - sie macht den Browser 74 Prozent langsamer. Auf dem zweiten Platz landet das bei Web-Entwicklern beliebte Add-On Firebug, das ebenfalls zu einem Performance-Verlust um 74 Prozent führt.
Allein in der Top 10 befinden sich viele beliebte Erweiterungen, darunter FlashGot, FoxyTunes und Xmarks Sync. Ihre negativen Auswirkungen auf die Leistung des Browsers sind so groß, dass sie im direkten Vergleich deutlich sichtbar sind. Der von Mozilla angegebene Prozentwert bezieht sich ausschließlich auf die Verlängerung der Startzeit.
Die Entwickler ergreifen nun eine Reihe von Maßnahmen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Zukünftig wird man jede Woche die 100 beliebtesten Erweiterungen automatisiert testen und die Ergebnisse veröffentlichen. Zunächst wird man sich auf die Startzeit beschränken, später soll auch die Zeit für die Darstellung einer Website angegeben werden. In den kommenden Wochen wird man damit beginnen, in der Add-On-Galerie Warnungen einzublenden, wenn eine Erweiterung die Startzeit von Firefox um mindestens 25 Prozent verlängert. Diese Warnung soll später auch direkt im Add-On-Manager von Firefox dargestellt werden.
Gleichzeitig nimmt man Kontakt mit den Entwicklern der Erweiterungen auf, um die erfolgreichsten Maßnahmen (Best Practices) zur Steigerung der Performance zu kommunizieren. Man will Tools zur Verfügung stellen, mit denen sich überprüfen lässt, welche Auswirkungen bestimmte Anpassungen haben. In Firefox 5.0 wird man ein neues Feature integrieren das dafür sorgt, dass die Software von Drittanbietern keine Möglichkeit hat, Firefox-Erweiterungen automatisch ohne Zustimmung des Nutzers zu aktivieren. Man muss im Add-On-Manager explizit angeben, dass ein automatisch installiertes Add-On aktiviert werden soll.
Als Nutzer von Firefox empfiehlt die Mozilla Foundation die Deaktivierung von Add-Ons, die negative Auswirkungen auf die Performance haben. Sollte man die Funktionalität der Erweiterungen benötigen, können sie im Bedarfsfall aktiviert werden.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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