Netzsperren: Kinderschutzbund aus Protest gehackt

Hacker Offenbar aus Protest gegen das gestern beschlossene Gesetz zur Einführung von Netzsperren gegen Kinderpornographie haben Unbekannte heute morgen die Webseite des Deutschen Kinderschutzbundes gehackt. Der Verein hatte sich in der Vergangenheit für die von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ins Rollen gebrachten Sperrlisten stark gemacht. Allerdings übte die Organisation auch Kritik an der ursprünglichen Fassung des Gesetzes und forderte beispielsweise ein Kontrollgremium, dass die Einträge überprüft.


Die Angreifer platzierten nun heute ein satirisches Bild auf der Webseite, dass das Argument vieler Gegner der Netzsperren aufgreift, wonach die Stoppschild-Seiten die Kinderporno-Angebote lediglich verdecken, während gegen die Verbreitung nicht vorgegangen wird.

Unter dessen rufen verschiedene Organisationen für den morgigen Samstag zu Protestaktionen gegen das neue Gesetz auf. Bundesweit sollen um 12 Uhr in inzwischen 18 Städten Kundgebungen und Demonstrationen gegen die Einführung der Zensur-Infrastruktur starten.
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