Simples Tool bringt Google Chrome zum Schweigen
Ein Berliner Softwareentwickler hat mit Kill-ID für Chrome ein kleines Programm vorgestellt, das dem neuen Browser von Google das Heimtelefonieren abgewöhnt. Das Programm erlaubt die einfache Ausführung der bereits bekannten Änderungen.
Kill-ID für Chrome löscht nicht nur die dem Browser zugeteilte individuelle Identifikationsnummer, sondern sperrt auch die Übermittlung von Adresszeileneingaben und die Vorschläge bei Navigationsfehlern. Auch die Nutzungstatistiken und der sonst immer ungefragt aktive Updater von Google Chrome werden abgestellt.

Alle Funktionen von Kill-ID für Chrome ließen sich auch von Hand ausführen, die Software dient also lediglich als komfortables Interface zum Vornehmen der Änderungen in den Einstellungen von Chrome bzw. der Registrierungsdatenbank. Gerade für unerfahrene Anwender kann sie hilfreich sein, wenn man Googles neuen Browser einmal ausprobieren möchte.
- Browseridentifikation:
- Google Chrome teilt jedem installierten Browser eine eindeutige Nummer zu, über welche man als Nutzer identifiziert werden kann. Kill-ID für Chrome löscht die Einträge "client_id" und "client_id_timestamp" aus der Datei "C:\Users\%USERNAME%\AppData\Local\ Google\Chrome\User Data\Local State" (Vista) bzw. "C:\Dokumente und Einstellungen\%USERNAME%\ Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Google\ Chrome\User Data\Local State" (XP), setzt den Schreibschutz und dupliziert "Local State" nach "Local State.tmp".
- Vorschläge zur Vervollständigung:
- Die in der Adresszeile getätigten Eingaben werden an Google übermittelt, um von dort Vorschläge zur Ergänzung von Adressen und Suchbegriffen zu beziehen. Hier wird die Einstellung "suggest_enabled" in der Datei "Default/Preferences" auf false gesetzt.
- Vorschläge bei Navigationsfehlern
- Wenn man sich bei einer Internetadresse vertippt oder sie nicht existiert, werden die Eingaben an Google übermittelt. Hier wird die Einstellung "alternate_enabled" in der Datei "Default/Preferences" auf false gesetzt.
- Nutzungsstatistiken und Absturzberichte
- Google Chrome übermittelt Daten, die das Nutzungsverhalten wiederspiegeln und schickt Absturzberichte an Google. Hier wird die Einstellung "reporting_enabled" in den Dateien "Local State" und "Local State.tmp" auf false gesetzt.
- Google Update
- Google Chrome installiert ungefragt das Programm Google Update und ruft es bei jedem Rechnerstart automatisch auf. Der Prozess "GoogleUpdate.exe" wird beendet und der Eintrag "Google Update" aus dem Autostart (HKEY_CURRENT_USER\Software \Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run) entfernt.
Alle vorgenommenen Änderungen lassen sich inzwischen auch wieder rückgängig machen.
Achtung: Wer Googles neuen Browser Chrome ausprobieren möchte, muss beachten, dass es sich nach wie vor um eine Beta-Version handelt. Diese Vorabversion sollte nicht zu Produktivzwecken eingesetzt werden - nicht nur wegen der bestehenden Datenschutzbedenken, sondern auch wegen möglicher anderer Fehler, die zu Problemen führen können.
Homepage: Almisoft.de
Lizenztyp: Freeware
Download: kchrome.exe (3,82 Mb)
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