Dashcam filmt Schaden an einem Auto, vom Gericht gibt es aber Bußgeld

So genannte Dashcams sind in vielen Ländern der Erde beliebt, da damit in Autos unter anderem strittige Situationen im Straßenverkehr auf­ge­nom­men und geklärt werden können. In Deutschland hingegen ist ihr Einsatz nicht erlaubt bzw. mehr... Kamera, Auto, Recht, Dashcam, Dashcams, Videoaufzeichnung Bildquelle: Wikipedia Kamera, Auto, Recht, Dashcam, Dashcams, Videoaufzeichnung Kamera, Auto, Recht, Dashcam, Dashcams, Videoaufzeichnung Wikipedia

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Das ist Deutschland....
 
@happy_dogshit: Richtig. Das ist Deutschland. Hier wird das Persönlichkeitsrecht und dessen Schutz wenigstens noch ernst genommen.
 
@s2g: Aber nur wenn nicht der Staat überwacht ... Denn da ist die permanente Überwachung ja angelich das Allheilmittel gehen Straftaten und für die Sicherheit der Bürger. Nur wenn sie selbst sich und ihr Eigentum (In dem Falle das Geld zur Instandsetzung des Autos) schützen wollen, ist es ein Einschnitt in die Persönlichkeitsrechte. Persönlich bin ich übrigens auch für den Schutz der Persönlichkeitsrechte, keine Frage. Aber gleiches Maß für alle würde ich mir hier wünschen.
 
@Zwerchnase: Ich sage nicht, dass ich die Überwachung des Staates gut finde.

Es wäre schön, wenn mein Satz oben, natürlich auch für den Staat gelten würde.
Vielleicht hätte ich schreiben sollen:

In Deutschland wird das Persönlichkeitsrecht und dessen Schutz ernst genommen, zumindest dann wenn es PRivatpersonen sind, die es verletzten. :)
 
@s2g: Persönlichkeitsrechte sind gut und wichtig, keine Frage. Allerdings sollte man den Straßenverkehr gesondert betrachten. Zumal hier nicht die Person im Vordergrund der Aufnahme steht, sondern das Fahrzeug bzw. das Fahrverhalten (und die damit verbundene Nachweisbarkeit). Es geht also nicht darum den Fahrer zu filmen, sondern die gesamt Situation festzuhalten.

Das Urteil ist einfach nur Blödsinn... es geht nicht, dass 80 Millionen mit einer Kamera herumlaufen? Ach was? Dann lasst uns am besten ganz schnell alle Smartphones verbieten!

Zum Glück haben bereits andere Gerichte völlig anders entschieden!
https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/olg-stuttgart-urteil-10u41-17-dashcam-beweismittel-zivilprozess-unfall/

Und selbst die 150€ Strafe wäre es mir wert, solange ich den Unfall aufklären kann. Denn der beste Zeuge ist einfach nunmal eine Kamera. Kein Sachverständiger oder Augenzeuge ist so gut wie eine Dashcam.
 
@the_scrat: Ich würde die Cams einfach per Gesetz zulassen solange sie fest im Fahrzeug montiert sind. Sie müssen aber so konstruiert sein das das Bildmaterial selber nur durch Vollzugsbeamte begutachtet werden kann. Soll heißen, man geht nach einem Unfall mit dem Fahrzeug/Dashcam zur Polizei die die für den Unfall relevanten Daten sichert. Aufnahmen von Unbeteiligten wären dann dem Besitzer nicht direkt zugänglich. Außerdem kann man die Aufnahmeschleife zeitlich begrenzen so das nur Aufnahmen existieren die im Zeitraum eines möglichen Unfalls liegen. Zb 24h..
Man müsste dann nur beim feststellen eines Unfalls eine Sicherungstaste an der CAM drücken, um die Aufnahme zu stoppen. (vieleicht geht das auch automatisiert per crashsensor)

Das würde auch die Beeinflussung von Zeugen unterbinden, da man niemanden genau erzählen kann was die Dashcam gesehen hat.
 
@Zwerchnase: öffentliches Interesse und Gemeinwohl ist hier das Stichwort.... Bei der Videoüberwachung öffentlicher Einrichtungen oder Plätze haben ein paar mehr ein Interesse an Sicherheit und Ordnung als nur ein Individuum welches seinen Privatbesitz schützen will. Kleiner aber feiner Unterschied! Wer glaub, dass die Gerichte im Sinne der Politik entscheiden hat bei Gewaltenteilung gepennt oder ist eine Verschwörungstheorie auf den Fersen. Ich bin zumindest ganz Dankbar, dass hier so entschieden wurde.
 
@s2g: Darf ich mal Lachen?
 
Armes Deutschland...
Wer illegale Kameraaufnahmen als "Zeuge" hat, der der muß diese wohl selber auswerten und einem Zeugen vorspielen, der dann behauptet, er hätte das Geschehen beobachtet und sich das Nummernschild auf einen Zettel notiert...
PS: Sind Dashcams nicht so gebaut, daß diese nur bei einem Unfall (Hier Erschütterung im Stand) die Filmaufnahmen fest speichern?
 
@AWolf: hängt vom modell ab. es gibt da viele verschiedene, welche mit permanentaufnahme, andere nur auf kommando, andere nur auf eben erschütterung und andere haben einfach ein "laufendes Zeitfenster" wo einfach immer das älteste wieder überschirieben wird und unter bestimmten umständen (erschütterung, kommando etc) dann dieses Fenster abspeichern.
 
@happy_dogshit: Es geht hier um einen parkenden Wagen! Die hat die Kameras filmen lassen - und dies ist verboten! Wenn dein Vermieter eine Kamera aufstellt um den Hausflur zu überwachen und dabei auch noch den Bürgersteig erwischt muss mehr als nur 150 EUR Strafe zahlen. Alleine schon den Hausflur darf er nicht filmen, da muss jeder Mieter zustimmen - diese Regelung finde ich sehr sehr wichtig, daher sollte das Material auch nicht zulässig sein vor Gericht. Und hier wurden unbeteiligte Passanten gefilmt ohne darauf hingewiesen zu werden - es geht um einen gravierenden Eingriff in die Privatsphäre und nicht mal von einer Behörde, sondern einer Geschäftsführerin, die denkt sie braucht sich nicht an geltendes Recht halten. - der Richter hat meiner Meinung nach zu 100% gesagt wie es eben ist! Endlich mal eine gute Entscheidung.
 
Merkwürdiges Urteil. Die Fahrerin hat das Video doch nicht veröffentlicht. sondern nur der Polizei als Beweismittel für ihre Unschuld bei dem Verkehrsunfall übergeben.
 
@zupipo: es geht um die unbefugte Erhebung von personenbezogenen Daten. Die pauschale Videoüberwachung des öffentlichen Raumes ist nun mal nicht erlaubt (https://www.gesetze-im-internet.de/bdsg_1990/__6b.html), egal ob die Person das für sich behält, der Polizei übergibt oder veröffentlicht.
 
@Zeussi: Aber selber darf der Staat Daten erfassen und auswerten (Toll- Collect) ?
 
@AWolf: so traurig es klingt, aber laut Gesetz ja (siehe den Link von mir), dort steht im ersten Absatz: "[...] ist nur zulässig, soweit sie [...] zur Aufgabenerfüllung öffentlicher Stellen [...] erforderlich ist [...]".
 
@Zeussi: Ich zitiere Memphis:

"Ob das Urteil wohl genauso ausgefallen wäre, wenn gefilmt worden wäre, wie ein Kind totgefahren wird und der Fahrer einfach abhaut?"
 
@Zeussi: Zur "Aufgabenstellung" der Polizei (also der Ahndung der Fahrerflucht) scheint mir die Dashcam erforderlich zu sein...
 
@AWolf: Lies doch einfach das Gesetz :D Dort steht: "[...] und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen. [...] gilt der Schutz von Leben, Gesundheit oder Freiheit von dort aufhältigen Personen als ein besonders wichtiges Interesse. [...]" - ich bin jetzt kein Jurist, aber das könnte vermutlich unter "Schutz von Leben, Gesundheit" fallen. Aber das ist hier ja nicht der Fall.
 
@AWolf: kannst Du gerne machen, sofern Du die DashCam kurz vorher einschaltest und danach wieder ausschaltest. Oder, bevor es die Polizei bekommt, ist das Video so geschnitten, dass nur der Moment aufgezeichnet wird, wo der Unfall passiert. Dann musst Du aber auch erklären können, dass Du nur den Moment des Unfalls aufgezeichnet hast und nichts davor und nichts danach. Wenn Du das hin bekommst, ist es nach aktueller Rechtslage erlaubt.
 
@AWolf: Wenn es das einzige Beweismittel ist, wäre der Fahrer aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden und hätte seinerseits klagen können.
(Vergl. "Fall Jacob")
 
@AWolf: JA darf er. Es steht nun mal in den Gesetzen, dass der Staat es in Bestimmten Fällen darf und der Bürger grundsätzlich nicht! Das Urteil konnte daher nicht anders ausfallen. Da müssten erst mal die Gesetze geändert werden, was aber so schnell nicht passieren wird... ehr sogar nie.
 
@Zeussi: Dann dürfte man den Gegenüber auch nicht mehr direkt ansehen. Die "Datenschützer" schlagen sehr oft über die Stränge, und übertreiben damit auch noch. Gesundheit und körperliche Unversehrtheit (Schutz vor körperlichen Verletzungen) sollten eine höhere Priorität haben, als angeblich verletzte "Persönlichkeitsrechte". Als nächstes werden diese "Datenschützer" das Auge und die Ohren verbieten, damit man nichts mehr sehen und hören kann.
 
@eragon1992: warum dürfte man den Gegenüber nicht direkt ansehen? Davon steht in keinem Grund- und Datenschutzgesetz etwas. Und im Datenschutzgesetz steht ja explizit "[...] gilt der Schutz von Leben, Gesundheit oder Freiheit von dort aufhältigen Personen als ein besonders wichtiges Interesse [...]" - also genau das was Du schreibst: "[...] Gesundheit und körperliche Unversehrtheit (Schutz vor körperlichen Verletzungen) sollten eine höhere Priorität haben [...]" steht auch so im Gesetz. Wenn ein Leben gefährdet ist, überwiegt dies dem Persönlichkeitsrecht. In diesem Fall ging es aber um einen Sachschaden und nicht um einen Personenschaden. Also bitte, was schreibst Du hier von "Augen und Ohren" verbieten? Einfach mal das Gesetz lesen...
 
Ich weiß von Juristen aus meinem familiären Umfeld, dass die Urteile sehr heterogen sind. Es kommt immer auf den Richter bzw. Staatsanwalt an...
 
@SpiDe1500: Und nicht auf die Gesetzgebung ?
 
@iPeople: Doch. Ich glaube, du hast unser Rechtssystem noch nicht so wirklich verstanden... zumindest nicht, wie es praktisch funktioniert.
 
@SpiDe1500: Es funktioniert praktisch, wie es theoretisch ist. Richter urteilen im Rahmen geltender Gesetze. Oder etwa nicht ?
 
@iPeople: Im Rahmen ist immer subjektiv. Viele Einflussfaktoren spielen beim Richter eine Rolle. Dazu zählen auch Erfahrungswerte und Wissen.
Gesetze sind Organisch wie der Erschaffer, der Mensch.
Da geschaffene Gesetze den IST Zustand erklärt, aber niemals die fortschreitende Entwicklung.
Dazu zählt, das gewisse Auslegungen und Interpretationen geschaffen werden.
 
@cenos: Ändert jetzt genau was an "im Rahmen geltender Gesetze"?
 
@iPeople: Theorie und Praxis driften auseinander. Beileibe bezweifel ich das du den Text auch inhaltlich verstanden hast. Sonst würdest du diese Frage nicht stellen.
 
@cenos: Dann zeig mir doch mal Beispiele aus der sogenannten Praxis, wo ein außerhalb der juristischen Grenzen gefälltes Urteil zum einen gefällt wurde und zum Zweiten Bestand hatte.

Dein Text war nicht schwer zu verstehen, ich befürchte nur eher, dass Du mit dem Terminus "innerhalb rechtlicher Grenzen" nichts anzufangen weißt. Auslegungen und Interpretationen sind durchaus möglich und legitim, berührt aber nicht die Tatsache, dass Richter nach Gesetz urteilen und nicht willkürlich.
 
@iPeople: Du machst es dir zu einfach. Ausserdem muss ich dir gar nix zeigen.
Vielleicht solltest du dir erstmal selber klar machen wovon du redest.
Fang schon mal an deine Kommentare genau zu definieren." Im Rahmen" ist was anderes als "innerhalb".

Bevor ich es vergesse: Von willkürlich spricht keiner. Aber verstanden hast du immer noch nicht. Es können auf Basis eines Falls, unterschiedliche Urteile gefällt werden. Wenn gewisse Faktoren aufeinander Treffen.
 
@iPeople: Also als ich damals eine Sachbeschädigung bei der Polizei zur Anzeige gebracht habe, würde mir von der Polizei zu einer Dashcam geraten... Die Bilder werden zwar nicht zugelassen, aber schiebt den Richter auf die richtige Seite ;) Das war im übrigen 2016...
 
@iPeople: Wenn du es genau wissen willst ist mein Vater Jurist. Richter haben Ermessensspielraum, sogar einen recht großen. So weiß ich von Fällen, bei denen die Aufnahmen einer Dash-Cam zugelassen wurden und von welchen, wo dies abgelehnt wurde. Es geht dabei um ein Abwägen zwischen der datenbezogenen Selbstbestimmung der Aufgenommenen und dem Interesse der Öffentlichkeit, dass die Tat aufgeklärt wird. Diese Abwägung steht in keinem Gesetzbuch - sie wird vom Richter durchgeführt. Das ist auch gut so.
 
@Maggus2k: Mag sein. Nur jedes mal dafür Strafe zahlen? Zudem wird die Dashcam in DE jedes mal Beschlagnahmt (und man bekommt sie nicht wieder!). Das dürfte im Wiederholungsfall teurer werden als ein z.B. am Auto erlittener Schaden.
 
@SpiDe1500: Ja, Richter haben einen Ermessensspielraum. Einen "Recht großen" kann man pauschal aber nicht sagen, denn das stimmt einfach nicht.
Spielräume gibt es dort und in dem Umfang, wo es das Gesetz direkt oder indirekt zulässt.
Bzgl. der Zulassung der Dashcam gebe ich dir Recht. Solche Fälle gibt es, primär aber im Bereich der Amtsgerichte. Hier wird sehr flexibel geurteilt (und oft auch außerhalb des geltenden Rechts, traurig aber wahr).
Spätestens im Fall von Berufung oder Revisionen kommen Fälle mit Dashcam nur noch dann durch, wenn es ebnen um "Leib und Leben". Im Fall von Eigentumsdelikten, Sachschaden und Co. werden die Urteile in der Regel einkassiert.
Die Abwägung der Rechte wird zwar vom Richter durchgeführt, aber auch unter Vorgaben. Welches Recht höher wiegt, ist sogar rechtlich geklärt. Zwar steht es in keinem Gesetz, soweit hast Du Recht, welches Recht vorrangig ist ergibt sich aber aus höchstrichterlicher Rechtsprechung, z.B. des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesgerichtshof, des Bundessozialgerichtshof usw.

Zwar bin ich kein Volljurist, aber habe eine juristische Fachausbildung und habe auch schon einer Verhandlungen beigewohnt (und nicht als Angeklagter).
Richter haben Freiräume, aber diese sind wiederrum vom Gesetz oder höchstrichterlichen Urteilen eingegrenzt.
Alles andere nennt man Willkür!
 
@SpiDe1500: Und? Alles im Rahmen der juristischen Möglichkeiten, nichts anderes habe ich gesagt.
 
@Scaver: Also mein Sachschaden war knapp 4000€... Das musste ich über die Versicherung laufen lassen... Das dauert ewig bis ich das wieder drin habe... beschlagnahmt? wie denn wenn gar keine mehr drin ist und nur leihweise zufällig drin war ;)
 
So traurig das Urteil für einen Geschädigten sein mag (mein Auto wurde schon mehrfach beschädigt in Verbindung mit Fahrerflucht), es macht dennoch Sinn hinsichtlich der Grundrechte zur Privatsphäre, auch wenn jetzt vermutlich eine Hasstirade gegenüber dem Richter losbricht.
 
@Zeussi: Einerseits ja, andererseits entsteht ja niemanden ein Nachteil daraus, sofern er die Aufnahmen nicht missbraucht. Und hier würde ich ansetzen. Ich würde die Dashcams erlauben, die Löschung muss aber nach einer kurzen Frist, z.B. 24h oder 48h erfolgen, sofern eben nichts rechtlich relevantes aufgenommen wurde.
Gerne auch mit einer Pflicht mit Aufklebern auf dem Auto über die Aufnahme hinzuweisen.
 
@Zeussi: Es ist einfach nur lächerlich! Ich habe an einem Motorradhelm eine GoPro befestigt, und sobald ich losfahre mache ich diese auch an. Nicht etwa, weil ich super YouTube Videos oder irgendwelchen Illegalen Stunts filmen will, nein, einfach als Absicherung. Als Motorradfahrer hast du in 90% der fälle bei einem Unfall das nachsehen und bist prinzipiell erst mal selber Schuld.
Ich habe jetzt in den 3 Jahren mit der Cam schon 2 Anzeigen abwenden oder sogar drehen können, weil das Video eindeutig gezeigt hat, dass ich NICHT der schuldige war.

Ich hatte also vermutlich beide male extremes Glück, dass der Richter meine Videos als Beweismittel zugelassen hat. (Ich hatte die Videos noch am Tatort der Polizei übergeben, um Manipulationen auszuschließen)
Seit dem hab ich immer 3-4 SD-Karten dabei.
 
Kann ich mit leben. Wenn der Schaden, der wahrscheinlich das 10-fache betragen hat, beglichen wurde, hat man immer noch das meiste raus.
 
@Ex!Li: ja aber wurde der Schaden beglichen? Finde das nicht im Text
 
@ExusAnimus: ja, das würde mich auch interessieren. Verständlich, dass sie für die anlasslose Filmerei von dem vor und hinter ihr geparkten Fahrzeugen "verknackt" wird. Frage nur ob eben jetzt nebenbei/zusätzlich der Schadenverursacher ermittelt und zur Rechnschaft gezogen wurde.
 
@Ex!Li: der Videobeweis wird mit Sicherheit nicht anerkannt.
Hoffen wir nur, daß die Beamten wenigstens den Schädiger aufsuchten und Lackspuren bzw. ein Geständnis als Beweis sichern konnten.
 
@AWolf: Dieses Beweisverwertungsverbot, wie du es aus US-Krimi-Serien kennst, gibt es so in Deutschland aber nicht. Das Gericht muss hier also nicht vergessen, was es in dem Video gesehen hat.
 
@ckahle: Dann sind die 150€ Strafe ein kleiner Schaden wenn man davon ausgeht das der Unfallverursacher eventuell doch bestraft worden ist. Die Frage ist nur ob das Gericht das angesichts der Beweise, zulässig oder nicht, auch getan hat.
 
@ckahle: Soweit ich weiß darf die Staatsanwaltschaft nur keine Anklage aufgrund der im nicht erlaubten Beweismittel evtl zu beobachtenden Straftaten stellen. Sollten diese Beweismittel bei einer laufenden Ermittlung weiterhelfen, dürfen sie weiterhin genutzt werden, wenn auch widerrechtlich erstellt.

Dieses Beispiel: Sollte die Staatsanwaltschaft in dem Video das Kennzeichen sehen, darf dieses durchaus benutzt werden um den Halter des Unfallverursachers zu ermitteln. Sollte auf dem Video zudem zu sehen sein wie er aussteigt und jemandem ins Gesicht schlägt, darf die Staatsanwaltschaft keine Anzeige wegen Körperverletzung stellen, solange der geschlagene nicht selbst Anzeige erstattet.

Korrigiert mich bitte falls ich mich irre^^
 
@Ex!Li: Die Frage ist, kann die Tat ohne die Aufnahme nachgewiesen werden? Denn die Aufnahme darf nicht berücksichtig werden. Der Richter muss sich so verhalten, als ob die Aufnahme gar nicht existieren würde, wenn es eben "nur" um Sachschaden geht.
 
Ahja, aber 80 Millionen Bundesbürger verdachtsunabhängig am Bahnhof, in Kaufhäusern und irgendwelchen Plätzen zu überwachen ist OK. Hoffentlich hat die Frau eine Rechtsschutzversicherung und geht in die nächste Instanz. Fahrerflucht wiegt mMn schwerer als die informationelle Selbstbestimmung.
 
@Memfis: Witzig, dabei wird gerade bei WF immer groß geschrien, wenn es um Datenschutz, Schutz der Persönlichkeit geht... zumindest wenn es von Staatlicher Seite aus kommt.

Wenn aber eine Privatperson dich ungefragt filmt und wenn das jeder macht. Dann ist das aber natürlich völlig in Ordnung.

Klar ist es ärgerlich, wenn jemand Unfallflucht betreibt, ist mir auch schon passiert. Aber das man deshalb selbst einfach Gesetze ignorieren darf, ist auch nicht die Lösung.
 
@s2g: eine sinnvolle Idee wären blackboxdashcams die nur von bspw polizei oder so ausgewertet werden können und spmit das mit dem datenschutz geklärt wäre da der kunde selbst nicht an das material kommt.
 
@My1: D.h. Die Kamera zeichnet alles auf. Aber es wird nur bei einem Strafbestand ausgewertet und die Auswertung kann nur durch die Polizei stattfinden?

Das klingt gar nicht übel.
 
@s2g: joa zum beispiel.

und es wäre vlt auch datenschutzrechtlich eine art "zeitfenster-unfallregelung" machbar mal ganz unabhängig von der blackbox, da eine so eingestellte dashcam nur ein zeitfenster von bspw 2 minuten oderso rund um einen "unfall" bspw erschütterung, und aber dass es keinen zugänglichen Livestream der cam gibt sondern dieser nur auf den speicher kommt wenn eben das speichern getriggert wird. dadurch wäre es theoretisch keine dauerüberwachung mehr, da nix aufgezeichnet wird oder sonstwie abrufbar ist wenn nix passiert.

das wäre bspw praktisch wenn man die andere person kennt und das ganze erstmal friedlich lösen will.
 
@My1: super ja, jedes Wort das ich in meinem PKW spreche wird aufgezeichnet, tolle Idee Jungs, wollt Ihr in die Politik....
 
@Speedp: wenn diese "Blackbox" dann so eingesetzt und ausgewertet werden würde wie es bei Flugzeugen der Fall ist, warum nicht? Hört man vielleicht als letztes: "Dreck, wo ist jetzt die blöde Kippe hi....". Man hat ja evtl auch mal andere Mitfahrer drin, was einer Beförderung wie es im öffentlichen Verkehr der Fall ist FAST gleich kommt. Zudem...wenn Autos in Zukunft autonom fahren und dann evtl der Allgemeinheit gehören. Macht schon auch Sinn.
 
@s2g: Solange diese Privatperson diese Aufnahmen nicht öffentlich zugänglich macht (z.B. auf YouTube), sind diese nicht anders zu bewerten als wenn jemand Aufnahmen z.B. im Urlaub macht. Da sind andere auch drauf und müssen mit leben, sie werden ja nicht vom Ersteller der Aufnahmen verfolgt (höchstens zufällig über einen relativ kurzen Zeitraum).
Wenn hingegen der Staat immer weiter die Überwachung des öffentlichen Raumes ausbaut, kann er detailierte Bewegungsprofile für jeden einzelnen erstellen (Versuche finden bereits statt). Das kann jemand, der lediglich den Raum vor und hinter seinem geparkten Auto überwacht, nicht machen, der will das auch gar nicht. Der kann höchstens auf seinen Aufnahmen sehen, dass ein Auto mit Kennzeichen xyz zu dem Zeitpunkt vorbeigefahren ist. Der weiss nicht wer der Halter ist, wo er hinterher gefahren ist und wo er herkam. Gleiches gibt für vorbeigehende Personen.
Du musst also schon unterscheiden, zu welchem Zweck die Daten gesammelt werden und mit welchen anderen Daten sie bei der Verarbeitung verknüpft werden (können). Dashcam-Aufnahmen werden meistens gar nicht verarbeitet, sondern von neuen überschrieben, so viel aufregendes passiert nicht auf der Strasse, dass es sich lohnen würde irgendetwas davon aufzuheben. Nur bei einem Unfall könnten sie nutzlich sein.
 
@Memfis: ich sags mal so. solange nix veröffentlicht wird hab ich nix gegen dashcams.
 
@Memfis: hm da stellt sich mir die Fragen wenn sie ein Aufkleber an ihrem Auto hätte wo für jeden Klar ist das da eine Kamera drin ist, wäre es dann ok?
 
@Feii: Es wäre trotzdem nicht erlaubt, weil sie ungefragt im öffentlichen Raum Personen filmt.
Das darfst du auf deinem Grundstück machen. Aber ohne dabei in den öffentlichen Raum zu filmen oder auf das Nachbargrundstücke.

Und selbst dann gilt, du musst einen Hinweis anbringen. Damit Besucher wissen, dass sie gefilmt werden.

PS: Schön, dass man für Fakten einfach mal ein Minus bekommt. ;)
 
@Feii: nein, das ist genauso wenig okay, siehe "§ 6b Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen" des BDSG.
 
@Memfis: Du verwechselst hier wohl einiges? Die Anzeige wegen Datenschutz verhindert nicht die Ermittlung des Täters. Einen Schaden an deinem Auto meldest Du der Vollkaskoversicherung, der gibst Du dann das Video. Jetzt hat die Versicherung ein Interesse an der Verfolgung des Täters, und deren Mittel sind wesentlich größer. Und deren Anwälte sind auch wesentlich fähiger. Des Weiteren kannst Du nicht einfach in die nächste Instanz gehen wie Du lustig bist. Und, wer eine Kamera instaliert, die PERMANENT alles vor und hinter dem geparkten Auto filmt, macht sich strafbar, kann aber trotzdem den Täter benennen.
 
@Memfis: Falsch. Die informationelle Selbstbestimmung leitet sich unter anderem her aus Artikel 1 GG (Die Würde des Menschen ist unantastbar) und wiegt höher als jede Fall von Sachbeschädigung.
Das Gesetz sieht nur eine Ausnahme vor und zwar im Falle von Schaden für Leib und Leben.
Da wird auch die nächste Instanz nichts bringen.
 
@Memfis: Dachte ich mir auch. Hier ging es schließlich auch nur darum im Falle einer Straftat das verwenden zu dürfen.
Hier ist es als Begründung unzureichend, aber der Staat argumentiert gerade mit der Begründung. Total lächerlich.
 
Und Noch einmal, damit es auch der Letzte kapiert: Dashcams sind als "Verteidigungswaffe" zulässig, aber nicht als "Angriffswaffe". genau das hat die Tante hier aber getan. Das bedeutet: 1- beweist die Aufnahme meine Unschuld, kann ich mich damit entlasten.2- Man zeigt die Aufnahmen nicht freiwillig der Polizei, man wartet den Strafbefehl ab und geht dann zum Anwalt, man muß gegenüber der Polizei nicht seine Unschuld beweisen. Warum ist das so? Die Cam nimmt solange auf, bis die SD Card voll ist, gibt man der Polizei die Kamera oder die SD Card, und der Beamte hat lange Weile, schaut er sich vielleicht den Rest der Aufnahmen an und dann ist man zwar wegen der Aktuellen Situation entlastet, aber anschließend kommen 15 Anzeigen wegen Tempo-, Vorfahrtdelikten, Überholverbot usw usw.---- Warum sind dashcams nicht als "Angriffswaffe" zugelassen?? kennt jemand "Knöllchen Horst" aus Osterode? Der ist Frührentner und streift täglich durch Osterode und zeigt alle an, Falschparker ( inkl. eines Rettungswagens), Radfahrer in der Fußgängerzone, fehlende Parkscheine oder Parkuhren, Autos nach 10 Uhr in der Fußgängerzone usw usw. Man stelle sich vor, was passiert wenn Videoaufnahmen davon zulässig wären, dann würden Tausende von Freizeitbullen die Polizei mit Anzeigen und Beweis Videos überschwemmen ( hey, Polizist, gestern auf der A2, LKW verstößt gegen LKW Überholverbot, mach mal Anzeige). Und die Polizei ist verpflichtet JEDER Anzeige nachzugehen.
 
@Alfred J Kwack: das mag sein aber so ein "knöllchenhorst" wäre vlt auch mal gut für die gesellschaft, da vlt auch mal n paar leute sich mal an die regeln halten.
 
@My1: Dann schau dir mal die letzten 30 Tage deines Lebens genau an, und frag Dich wie viele (kleine)Regelverstösse Du hattest, nicht nur im Verkehr.
 
@Alfred J Kwack: sicherlich ist niemand perfekt, klar aber es gibt genug leute die sich absolut übel verhalten, gerade als fußgänger nervt sowas auch gerne mal wenn autos an der kreuzung ohne ampel ihren blinker nicht setzen aber trz um die ecke kommen.
 
@My1: Ich bin gestern Abend hier spazieren gegangen, die Fußgängerampel zeigte Rot, die nächsten 400 Meter war kein Auto zu sehen. Ich bin gegangen, was hättest Du getan?
 
@Alfred J Kwack: Also ladest du vermutlich auch Musik und filme runter per VPN weil da "sieht" dich auch keiner...
 
@vantage90: Denken ist nicht deine Stärke, oder?? Wenn Du schon dazwischenreden mußt, solltest Du wenigstens den Dialog verstehen.
 
Ob das Urteil wohl genauso ausgefallen wäre, wenn gefilmt worden wäre, wie ein Kind totgefahren wird und der Fahrer einfach abhaut?

Nein, die Situation wäre keine andere, weil im Urteil (laut Artikel) alleine darauf Bezug genommen wurde, dass verdachtsunabhängig gefilmt wurde und eben nicht auf die Schadenshöhe, die dem Persönlichkeitsrecht eventuell gegenübersteht.
 
@Memfis: Ist das Echt so schwer zu kapieren?? Auch bei einem toten Kind verstösst Du gegen Datenschutz und wirst bestraft, trotzdem kann die Aufnahme zur Täterfindung genutzt werden! Wenn Du in eine Wohnung einbrichst, in der ein Mordopfer liegt, wirst Du trotzdem wegen Einbruchs verurteilt. Darum geht es! WF hat nur die Hälfte der Geschichte berichtet.
 
@Alfred J Kwack: Super Beispiel und auf den Punkt gebracht... Mir persönlich ist dieses Kaverliersdilekt aber recht, wenn der Verursacher deswegen gefunden wird und bezahlen muss! 150€ sind nur ein Bruchteil von dem was man dadurch spart (alleine das herabgestuft werden bei der Versicherung)
 
@Maggus2k: Zumal die 150,- ja erst durch den Wiederspruch gegen den Bußgeldbescheid entstanden sind. Vorher waren es weniger, da der Bußgeldbescheid ja von Fahrlässigkeit ausging, und erst der Richter von Vorsatz. Frage des Polizisten: Sie wissen warum wir sie anhalten? Jaa, ich war zu schnell. Damit hat der Fahrer Vorsatz gestanden, er wußte das er zu schnell war und hat es nicht geändert. Die richtige Antwort lautet: Nein, warum?? Dann muß man davon ausgehen das der Fahrer seine Geschwindigkeitsübertretung nicht bemerkt hatte und es war Fahrlässigkeit statt Vorsatz. Das sollte man wissen, alle Sätze im Bußgeldkatalog gehen immer nur von Fahrlässigkeit aus, Vorsatz verdoppelt die Strafen.
 
Es gibt inzwischen aber wohl auch ein (mehrere?) Urteile, die Dashcams in D erlauben, sofern die Aufnahmen nicht dauerhaft erfolgen, sondern nach kurzer Zeit wieder gelöscht werden, also immer wieder überschreiben.
 
Tja dann gibt es aber nach meiner Meinung auch keinen Grund für Vorratsdatenspeicherung und Überwachung von öffentlichen Plätzen durch staatliche Organe egal zu welchen zweck. Der Staat will alles von uns inklusive Staatstrojaner und erlaubt auch in immer größerem Umfang Firmen den Handel mit unseren Daten umgekehrt räumt er den Menschen aber keine gleiche Möglichkeiten ein sondern bestraft sie auch noch bei dem Versuch sich oder sein Eigentum auch im öffentlichen Raum zu schützen.

Soweit ich weiß ist Fahrerflucht immer noch eine Straftat, das filmen einer Person die eine Straftat begeht soll in diesem Fall eine Ordnungswidrigkeit sein, dennoch wiegt die informelle Selbstbestimmung höher....für mich klingt das einfach nur nach Schwachsinnig.

Solange ich solche Aufnahmen nur dafür verwende einen Menschen zu identifizieren, eine Straftat zu beweisen oder Unschuld beweisen zu können sollte es auch erlaubt sein/werden. Aber das ist eben Deutschland....als Täter kannst du nur gewinnen und deinem Opfer noch in die Kamera lächeln.

Nun ja das ist meine Meinung sie muss niemandem gefallen.
 
@Chris77: Permanente Aufnahmen die eine Straftat im Öffentlichem Raum beweisen, sind ( zu Recht) dem Staat erlaubt, aber nicht Privatpersonen.
 
@Alfred J Kwack: Naja ich würde eher sagen es ist derzeit Gesetz was du beschreibst hat nur leider nichts mit Recht zu tun. Mir fällt einfach mal gar keine Begründung warum ich mein Eigentum nicht einfach und effektiv schützen darf, der Staat kann es ja oftmals nicht.
Der Staat hat ja lieber jahrelang Polizeibeamte abgebaut da wunderst es eben nicht wenn man sich die Kriminalstatistiken anschaut und feststellt wie diese sich entwickeln und trotzdem räumt er seinen Bürgern nicht die Möglichkeit ein sich selbst zu helfen.
 
Damit sind dann Überwachungskameras in Geschäften, Banken, an Tankstellen usw. auch illegal... Sollte man mal durchsetzen und die ersten Betreiber anzeigen...

Sind zwar Firmen und keine Privatbürger - aber sollte nicht so viel Unterschied machen.

Oder was ist wenn ein Unternehmer als Firma in seinen Firmenwägen eine Dash-Cam hat?
 
@Stefan1979: Die Filmen nicht die Straße ab, sondern nur ihr eigenes "Hoheitsgebiet". Sie dürfen jedoch nicht auf die Straße filmen. Dazu gab es schon mehrere Urteile.
 
@sowas: Dann schau die mal die Kameras an wohin die zeigen - da ist zumindest bei Tankstellen und an / vor Eingängen bei Banken auch noch "Strasse" drauf...

Aber die war auch doof das der Polizei zu geben. Hätte sie gesagt Sie hat es zufällig gesehen und denen nur das Kennzeichen gegeben dann hätte die Polizei den aufgesucht und die Schäden an den Fahrzeugen verglichen und schon wäre die Sache klar...

Man muss ja nicht immer sagen woher die Info stammt... Der ehrliche ist eh meist der Dumme. Sollen die Cops doch mal was für ihr Geld tun und notfalls Gutachter beauftragen ob die Schäden übereinstimmen. Wenn es schon nicht einfach geht - dann eben schwierig...

Habe auf jeden Fall für die Zukunft was dazu gelernt...

Notfalls eben Zettel schreiben wo das Kennzeichen drauf steht und behaupten jemand hat den Zettel hinterlassen...
 
@Stefan1979: Woher weißt du das Straßen drauf sind? Hast Du die Aufnahmen gesichtet?
 
@Paradise: Ja - an manchen Tankstellen kannst du beim Zahlen auf die Überwachungsmonitore "schielen" ;-)

Und kenne Leute die in Tankstellen arbeiten...

Und ein offizielles Beispiel:

http://regionalwolfenbuettel.de/wolfenbuttel-polizei-zugriff-an-der-tankstelle-mercedes-benz-fahrer-verhaftet/

Von der Strasse ist sehr viel drauf...
 
@Stefan1979: Nur weil es auf dem Monitor zu sehen ist heißt das aber nicht das es auch aufgezeichnet wird.

Dort wo ich Kameras installiere weise ich darauf hin das Gehweg und Balkon von Nachbarn usw geschwärzt bzw unscharf gemacht werden müssen.
Wenn der Auftraggeber das nicht macht -> sein Problem. Er ist es der sich strafbar macht. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Nachbarn die freuen sich wenn ihr/e Hof/Auto/Einfahrt mit überwacht wird.
 
Man sollte hier beachten, daß die (oftmals merkwürdig urteilende) bayrische Justiz hier am Werke war.
Deren Urteile sind oftmals sehr merkwürdig und nicht für den Normalsterblichen nachvollziehbar sind.
Dumm ist hier halt, daß ein offensichtlicher Straftäter (Unfallflucht) ungestraft davon kommt, weil dieser Datenschutz hier übertrieben wird! Aber so ist Bayern eben! Ich würde Revision einlegen (sofern möglich) und das höchstrichterlich entscheiden lassen! Zur Not vor dem BGH/BVG.
 
@sandvik:

deshalb ist ja Bayern auch Ausland :)
 
@Computerfreak-007: Gehört das nicht zu Nord-Österreich? ;)
 
@sandvik: Wer sagt denn dass der Unfallfluchtfahrer ungestraft davonkommt? Der Fall hier bezieht sich einzig auf die Videoüberwachung der Frau. Dass sie dafür bestraft wird, heisst nicht dass der Unfallfahrer mit seiner Straftat davon kommt.
 
@e-foolution: Würde mich auch interessieren ob das jetzt läuft nach dem Motto "Die Beweismittel sind illegal" oder ob beide bestraft werden.

In dem Fall ist es auf jeden Fall die Geldstrafe wert wenn das Gericht die Aufnahmen trotzdem nutzt um den anderen zu bestrafen...

Die 150 Euro nehme ich gerne in Kauf wenn der andere dafür "am Arsch" ist ;-)
 
Tja, das ist es was ich Kritisiere, einmal so dann einmal so, Recht ist Willkürlich, den einen der aus guten Grund zum Selbstschutz filmt greift man ins Portmonee, den Anderen der nur gierig gafft den fordert man auf das bitte noch hochzuladen.

Verkehrte Welt!

https://winfuture.de/news,99854.html#c3076445
 
Hat sie ggf. noch weitere, nicht relevante Aufnahmen auf dem Gerät gehabt oder wurde sie explizit für diese Aufnahme belangt? Vielleicht hätte sie das Video kürzen sollen und nur den Moment des Schadens aufnehmen sollen.
 
Was soll das ganze, der Staat kann doch froh sein viele Kameras zu haben.
Und im ernst wer schaut sich die Videos an wenn nichts passiert ist ???

Eine Lösung wäre Kameras zu bauen die eine Verschlüsselung haben und nur von der Polizei/Richter
Entschlüsselt werden kann, dann wäre es wohl legal.
 
Ja so ist das - der Staat darf alles, der Bürger darf nichts - nennt sich Demokratie - ist in Österreich übrigens auch so...
Schildbürgistan läßt mal wieder grüssen!
Bei der nächsten Wahl dran denken!
 
@Zonediver: Ich würde dir mal 5 Jahre ausserhalb der Demokratie wünschen, aber Wirklichkeitsverweigerer und Hassprediger wie Du kennen ja keine Warheiten ausser den eigenen.
 
@Alfred J Kwack: Du solltest nicht so viel Dope rauchen Alter!
Ich weiß ja nicht, wie alt du bist, ab wenn ich mich an die 80er zurückerinnere (vor der EU) und jetzt (mit der EU)... Alter Schwede, wenn du das nicht erkennst, dann ist dir nicht zu helfen!
Aber vermutlich hat die faschistoide EU-Propaganda deinen Denkapparat bereits "gleichgeschalten", sodaß du nicht mehr erkennen kannst, wie sehr sie dich bereits eingeschränkt haben und noch werden.
 
Man sollte vielleicht dazu auch mal sagen, dass das ganze hier nicht heisst das die Polizei nicht auch gegen denjenigen ermittelt der hier Fahrerflucht begangen hat. Die Polizei nutzt gerne auch illegale Beweismittel, denn in deutschland gibt es keine "fruit of the poisonous tree" Doctrine.

Die Frau hat sich aber nach Rechtslage eben ordnungswidrig verhalten, deswegen muss auch gegen sie vorgegangen werden.
Um einen Vergleich zu bemühen: Wer mit einer illegalen Waffe einen Banküberfall stoppt und dafür sorgt dass die Bankräuber vor Gericht landen - wird sich dann trotzdem wegen illegalem Waffenbesitz verantworten müssen. Der Zweck heiligt halt nicht die Mittel.
 
Wie sieht es denn aus, wenn jemand mit dem Smartphone auf der Strasse herumfilmt? Müsste theoretisch die gleiche Busse geben. Zusätzlich besteht mit dem Smartphone eher das Riskio, dass Aufnahmen online gestellt werden...
 
Mit eindeutigen Beweismitteln würden ja die Anwälte, Richter usw. weniger verdienen, da die Fakten klar sind und nicht ewig lang andauernde Ermittlungen in die Wege geleitet werden können, die meist dann den Geschädigten auf seinem Schaden hängen lassen.
 
@JBC: Beweismittel sollten aber auch auf legalem Wege beschafft werden, findest nicht auch?
 
@iPeople: Da sind wir doch beim Thema. Warum ist die Kamera den als illegal eingestuft? Ich darf jederzeit von überall aus im öffentlichen Bereich filmen und fotografieren, solange es allgemeine Aufnahmen sind und nicht Einzelpersonen Hauptbestandteil der Aufnmahmen sind. In Deutschland ist es leider so, das Täter viel zu sehr geschützt werden. Wer nachweislich gegen Gesetze verstößt, sollte in seinen perönlichen- und Datenschutzrechten eingeschränkt werden, damit vorliegende eindeutige Beweise genutzt werden können.
 
@JBC: Die Kamera ist nicht als illegal eingestuft. Bitte genauer lesen bzw. erkundigen.
 
@iPeople: Dann halt deren Nutzung. Heidewizka kann man pingelig sein.....
 
@JBC: auch die Nutzung ansich nicht,
 
@JBC: Selbst wenn es denn so wäre das ein Täter in den genannten Rechten eingeschränkt würde, so ist man immer erst nach der Tat ein Täter. Gäbe dir also auch nicht das Recht all deine Mitmenschen mit "Hoffnung" auf ein Verbrechen zu filmen. Genau das ist doch das Problem mit dem Generalverdacht. Obs nun von staatlicher Seite oder von privater Seite aus kommt.
 
@James8349: Tja nur der Staat räumt sich das recht ein dem Bürger will er nicht helfen lassen.
 
@Chris77: Der Staat hat im Gegensatz zum Bürger auch die Aufgabe Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten und die Allgemeinheit zu schützen. Wenn du nicht damit zufrieden bist wie effektiv der Staat das macht ist das eine Sache. Das rechtfertigt dennoch nicht das du als Bürger die Rechte anderer beschneidest oder (in anderen Zusammenhängen) Selbstjustiz übst. Denn das ist eine andere Sache.
 
@iPeople: deutsche Behörden haben kein Problem damit Kriminellen für die illegal beschafftene Beweismittel Millionenbeträge zu bezahlen statt sie für die Erstellung zur Rechenschaft zu ziehen.
 
@iPeople: Nenne mir bitte ein legales Mittel, wie ich einen Trottel, der beim Rangieren mein Auto schrottete und abhaute ermitteln kann.
Solange nicht alle Fahrzeuge der Welt ihre ihre Positionsdaten in eine zentrale Datenbank schreiben, bin ich auf Zeugen, und bei deren Abwesenheit auf zufällige oder geplante Video- Mitschnitte angewiesen.
PS. Diese Mitschnitte können auch hilfreich sein, wenn einem ein Verkehrsdelikt vorgeworfen wird. Da kann der Raser dann Daheim beweissicher nachvollziehen, wie schnell er wirklich gefahren ist.
Weiterer Punkt: Ein Ansehen der Dashcam- Aufnahmen sollte Unbeteiligte oder Familienmitglieder im privaten Rahmen ermuntern, konstruktive Kritik am Fahrstiel zu äußern.
Jugendliche werden sich hüten mit der Familienkutsche Mist zu bauen, wenn so ein Ding alles aufzeichnet...
 
@AWolf: Du kannst dich 24h an dein Fenster setzen und dein Auto beobachten. Das wäre legal.
 
So ein fall muss bis zum Bundesgerichtshof. Damit eine allgemein gültiges urteil gefällt wird! Das Bildmaterial, aufgezeichnet von der dashcam permament, kommt nur bei der Beweisführung zum tragen. Nicht etwa durch hochladen in Plattformen bzw der Öffentlichkeit zugänglichen medien. Vor gericht ist dieser beweis rein privatlich nur dem sinn und zweck herauszugeben. Schade Deutschland dass du dich immer noch querstellst bei Straftaten die sonst mit dashcams schnell und unkompliziert aufzudecken wären...
 
Genauso, wie bei LKW ein Fahrtenschreiber vorgeschrieben ist, sollte bei PKW eine Dashcam Pflichtausstattung werden. Gerade im Zuge des automomen Fahrens wird hier kein Weg daran vorbei führen.
Selbstverständlich muß es dem Halter möglich sein, die Aufzeichnungen zu sichten.
Situation vorgestern: (LKW)
Man fährt gemütlich mit der Maximal unsanktionierten Geschwindigkeit von 88 km/h auf der Autobahn und wird mit 98 km/h von einem Polen- LKW überholt. Kurz vor knapp (also 2 Meter Abstand) schert er ein und das eigene Kollissions- System haut die Bremse rein...
Wer zahlt nun für den Schaden, wenn es durch das Bremsen einen Unfall gibt?
Darf ich den Polen anzeigen, wenn es lediglich an der eigenen Ladung oder nur am eigenen Ego einen Schaden gab?
Vielleicht sollte ich die Aufnahme vorher selber sichten, um zu sehen, ob ich mich nicht wie ein Schwein verhalten habe, ohne es zu merken? (Beschleunigen...)
 
@AWolf: "Wer zahlt nun für den Schaden, wenn es durch das Bremsen einen Unfall gibt?"
Der, der hinter dir nicht ausreichend Abstand eingehalten und in dich reingefahren ist. Und wenn die Ladung durch einen Bremsvorgang beschädigt wird, war sie schlicht nicht richtig gesichert.
 
Ich sag nur,

BRD = Bananen Republik Deutschland
 
Auf der einen Seite ist es gut. Weil es leider viele gibt die das ganze missbrauchen und Hilfssheriff spielen und mit jeder Kleinigkeit in die Polizeistation laufen würden.

Auf der anderen Seite ist es auch wieder typisch Deutschland. Der Geschädigte ist hier oftmals der Dumme und die Täter gehen lachend raus.

Ich würde das Gesetz so auslegen, dass jeder eine haben kann, wenn er will und die Aufnahmen sind nur zugelassen, wenn man persönlich auch einen Schaden davon getragen hat.

Ansonsten sind die Aufnahmen tabu, bzw. wenn jemand andere ins Internet etc. stellt, sollten hohe Strafen drohen.
 
@andi1983: Beweismittel sind OK solange sie nicht gegen mich sprechen?? Sorry, das ist kein Recht, das ist Schwachsinn.
 
@Alfred J Kwack: Er hat geschrieben, das Beweismittel Ok seien, wenn man persönlich betroffen ist. Wenn lediglich die Straftat dritter auf dem Video zu erkennen ist, sollte es nicht zulässig sein...
 
@Speggn: Die Polizei hat die Pflicht JEDEN beweis zu sichern. Sieht sie eine Dashcam, muß sie sie sicherstellen. Die Aufkläung eines Tatbestandes geht immer vor.
 
@Alfred J Kwack: Das Geschriebene nicht verstanden? Ich habe geschrieben, dass es weiterhin nicht zugelassen sein sollte, dass selbsternannte Hilfssheriffs wegen jeder Nichttigkeit dann zum Revier laufen und Leute anschwärzen. Wie Mimimi der ist 10 km/h zu schnell gefahren, der ist über eine durchgezogene Linie gefahren usw. usw. Da ist ja keinem was passiert. Und das ist sicherlich auch der Grund, wieso sie es überhaupt nicht zulassen.

Zugelassen sollten hingegegen persönliche Schäden werden. Sprich körperliche Schäden, oder Geldschäden. Egal ob es einen selbst getroffen hat, oder ob man zufällig einen solchen Parkrempler eines anderen auf der Kamera hat.

Wenn es nicht immer mehr Idioten geben würde, welche nicht für ihre Schäden einstehen würden und nicht einfach abhauen, dann würde es solche Kameras überhaupt nicht brauchen.
 
schon seltsam der staat kann uns überwachen mit seinen kameras in städten aber wenn ihr uns nur schützen wollen und es verwenden wenn etwas passiert heist es datenschutz blabla diese wiederliche heuchelei andauernd
 
Kameras im Wohnungstür-Guckloch sind auch illegal. Und trotzdem hab ich eine mit direktem Anschluss in eine private Cloud. Jeder Einbrecher wird gefilmt. Wenn der Staat einem nicht hilft, muss man sich selbst helfen.
 
@Lofi007: Warum denn im Wohnungstür-Guckloch? Reicht doch wenn du die Tür filmst, ohne den Außenbereich dabei zu haben. Im Guckloch ist doch Unsinn. Wenn ich auf Nummer sicher gehen will, dann schieß ich da aus der Entfernung mit 'ner Paintgun drauf. Oder ich kleb was drüber/spay Farbe drauf ohne das ich vors Guckloch tret. Hat sich dann erledigt ohne das du mich aufs Bild kriegst.
 
@James8349: Damit kann ich am Handy checken wer vor der Tür ist, wenn's läutet.
 
@Lofi007: Das ist ja nicht mal illegal, falls die Kamera nur kurz angeht wenns läutet.
 
Heißt also auch, alle AktionCams verbieten, wer weiß was die so aufnehmen, armes Deutschland.
 
Immer mehr Richter entscheiden neuerdings aber pro Einsatz von Dashcams, weil der Nutzen im Schadens-/Straftatsfall fast immer als gross und der Eingriff in die Persönlichkeitsrechte als sehr gering angesehen wird.

Man beachte mal den ersten Teil des zusammengesetzten Hauptwortes "PERSÖNLICHKEITsrechte".

Im Strassenverkehr hat man es ja wohl mehr mit Fahrzeugen (ich erkennen in vorbeifahrenden Fahrzeugen selten einzelne Personen, meist nicht mal die Anzahl der Mitfahrer) und KFZ-Kennzeichen, mit denen niemand etwas anfangen kann, zu tun.

http://www.sueddeutsche.de/auto/verkehrsrecht-richter-lassen-autokamera-als-beweismittel-zu-1.3591600
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