Kanzler-Machtwort hält nicht: FDP pocht auf Ausstieg vom Atomausstieg

Monate hatten Grüne und FDP um den Atomausstieg gerungen, der wegen der Energiekrise verschoben wurde. Dann das Machtwort des Kanzlers: Bis April laufen drei AKWs weiter, dann soll Schluss sein. Die Ruhe hat nur kurz gehalten: Die FDP macht wieder ... mehr... DesignPickle, Fabrik, Industrie, Kraftwerk, Atomkraftwerk, Schwerindustrie, AKW, Kernkraftwerk, Kühlturm Fabrik, Industrie, Kraftwerk, Atomkraftwerk, Schwerindustrie, AKW, Kernkraftwerk, Kühlturm

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Es ist aber auch einfach ideologischer Wahnsinn, wenn Strom aus Gas erzeugt wird, das per Schiff über die Ozeane geschippert werden muss, statt die Atom-Meiler weiter laufen zu lassen. Letzten Endes ist beides problematisch. Vor seiner Tür will auch keiner Atomstrom verbuddelt wissen. Aber die Meiler laufen jetzt schon Jahrzehnte und haben Müll produziert, klingt doof, aber da wird es wohl kaum noch drauf ankommen, ob die eine/eine halbe Dekade weiter laufen oder nicht. Wichtig wäre dabei auch, ohne wirtschaftlichen Selbstmord durch immer höhere und höhere Subventionen den Strom für den Bürger bezahlbar zu halten. Und da bietet das nunmal eine Möglichkeit, die aus blindem Ideologismus für Robert und Co. einfach per se undiskutabel ist. Wie ein kleines trotziges Kind.
 
@LoD14:
Atomkraftwerke und Gaskraftwerke haben allerdings unterschiedliche Nutzungszwecke.
Ein AKW ist ein Grundlastkraftwerk,
Gaskraftwerke werden genutzt um Lastspitzen bedienen zu können
AKW sind träge Kraftwerke, Gaskraftwerke sind schnell in der Leistung veränderbar.

Von daher lassen sich Gaskraftwerke nicht durch Atomkraftwerke ersetzen.
 
@Winnie2: Nur das die Gas und Kohlekraftwerke grade auch Grundlast übernehmen müssen, weil einfach Kapazitäten im Netz fehlen.
 
@LoD14: Weniger deswegen als viel mehr, weil unser leiber Nachbar Frankreich seit einem Jahr massive Versorgungsprobleme hat und der am Tropf mithängt. Wir haben dieses Jahr nicht ungewöhnlich viel Strom verbraucht, sodass wir alle Reservekraftwerke in Betrieb hätten nehmen müssen.
 
@TomW: sag ich ja, weil einfach Kapazitäten im Netz fehlen. Dein nationales Denken "die Franzosen verbrauchen "unseren" Strom ist bei einer europäischen Idee fehl am Platze. Bricht deren Netz zusammen, bricht unseres zusammen.
 
@LoD14: Jaja, Deutschland und der Netzausbau. Gab es nicht erst vor paar Tagen einen Artikel das so viel erzeugte Energie wie noch nie Mangels Netzausbau/Kapazitäten nicht eingespeist werden konnte.
 
@LoD14:
Übernehmen Gaskraftwerke derzeit tatsächlich Grundlast? Wäre mir neu. Gibt es dafür irgendwelche handfesten Anhaltspunkte?

Ansonsten werden zukünftig Grundlastkraftwerke benötigt welche nur von Oktober bis April laufen, weil im Zeitraum dazwischen übernimmt Photovoltaik.
Da macht neue Kraftwerke allerdings von der Auslastung her deutlich weniger rentabel.
 
@Winnie2: Nein machen sie nicht. Grundlast ist auch ein Konzept aus dem letzten Jahrtausend...klingt schön plausibel, ist aber Unsinn. Es gibt Gaskraftwerke die nicht ausschließlich im Spitzen abfangen unterwegs sind, da geht es aber hauptsächlich darum, dasss sie per KWK Fernwärme liefern, das machen AKW nicht.
 
@Winnie2: Aktuell heute 17 Uhr liefern die Gaskraftwerke 15,15 % unseres Stromes. Aber nur weil der Wind weht... sonst sind dies gut 30 %. Die Gas Kraftwerke sind zu 35,59 % ausgelastet in Deitschland. Windenenergie liefert teilweise unter 5 % unseres Stromes. Die App Electricity Maps gibt hier aufschluss. Windenergie liefert 41,42 % unserer Stromes aktuell - trotzdem laufen die Gas Kraftwerke gut. Die Gsskraftwerke laufen immer für unsere Grundlast - immer!
 
@ckahle: Einige Gaskraftwerke laufen selbst Sommer! Zu keinem Zeitpunkt waren die Gaskraftwerke unter 15 % unserer Shro.versorgung heruntergefahren- in Bayern etc. dienen diese nicht Für Fernwärme sondern als Grundlast. Selbst Harbeck bestätige das diese nicht abgeschaltet werden können im Sommer da diese der Grundversorgung dienen... einfach mal google nutzen
 
@Rage87: * nicht nur der Fernwärme
 
@ckahle:
Ok, sicherlich lassen sich auch schnell regelbare Kraftwerke, wie Gaskraftwerke, zur Deckung der Grundlast nutzen, das kann ich nachvollziehen.
Ich frage mich aber ob für den Winter nicht genügend betriebsbereite Kohlekraftwerke vorhanden sind.

Es gibt iin Deutschland zumindest ein AKW welches als Quelle für Fernwärme dient, das AKW Grundremmingen.
Ich wette dass die Abwärme anderer AKW für Industriezwecke genutzt wird.
 
@Winnie2: Selbst im Juni teilweise müssen wir 40 % unserer Energie wenn der Wind nicht da ist durch Kohle aktuell decken... das funktioniert also nicht ganz. Wenn der Wind Abend 5 % Energie liefert, die Sonne weg ist können wir Nachts doch nicht ohne Strom leben....
 
@Rage87:
Das ist derzeit der Fall, aber Wind- und Sonnenkraft soll ja weiter ausgebaut werden in Deutschland...
und nach dem akt. Stand ist die Stromerzeugung aus Sonne und Wind sogar die preiswerteste Methode.

Kernkraft sofern AKW neu gebaut werden müssen mit Abstand die teuerste Methode.
Quelle: Studie des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages.
 
@Winnie2: Ohne Speicher bringt das ja recht wenig... Bei 5 % Windenergie - wollen wir dann 20 mal soviel Windanlagen bauen? Dazu kommt ja das aktuelle nur 20 % unserer Energie Strom ist. Wenn wir dann alles umstellen benötigen wir 5 mal soviel Strom.... dann brauchen wir ja 100 mal mehr Windkraft und was machen wenn die dann gut Wind liefern? Alle abstellen? Also benötigen wir wohl eher Speicher konzepte....
 
@Rage87:
Wir brauchen zuerstmal ein an Wind- und Sonnenenergie angepasstes Hochspannungsnetz. El. Strom welcher an der Küste mittels Windräder erzeugt wird kann nicht nach Süddeutschland geleitet werden weil die Stromnetze zu wenig Kapazität dafür haben,
danach kommen die Speicher...
 
@Winnie2: da sind wir nach 20 Jahren in Osnabrück jetzt angekommen ? Das wird leider wohl noch dauern... auch wenn das stimmt.... wenn so eine Baugenehmigung 7 jahre pro Anschnitt dauert.. dann die Klagen das nochmal 10 Jahre hinauszögern....
 
@Rage87: Wir brauchen nicht fünfmal so viel Strom, sondern etwa doppelt so viel, vielleicht ein bisschen mehr. Der Trick ist ja, das Elektrifizierung einen enormen Effizienzgewinn bringt. Der Primärenergiebedarf sinkt um rund 60 Prozent, wenn wir nicht mehr auf dieses völlig ineffiziente Dinge-verbrennen setzen. ;)
 
@ckahle: Selbst mit Optimierungen... aktueller Energie Bedarf davon Strom 20 % - Umstellung der Industrie, Heizungen etc. .. selbst wenn diese sehr viel effektiver werden kann man ja rechnen wo das ganze endet wenn man an die 80 % geht die aktuell Energie benötigen die noch kein Strom ist... in dieser Rechnung sind nichtmal der Umstieg von Verbrennern auf E Autos drinnen... Erneuerbare Energien decken aktuell nichtmal 10 % unseres Energie bedarfes! ( Energie - nicht Strom). Alle Berechnungen beziehen die komplette Umstellung aller Energien garnicht erst ein.... die richtigen aktuellen Kalkulationen werden auch gekönnt ignoriert weil diese zeigen das wir nichtmal den Anfang geschafft haben bei der Umstellung - Europa weit sind wir auch nichtmal an der Spitze
 
@Rage87: Ich weiß ja nicht, welche Berechnungen du so kennst. Die ernsthaften, die ich so kenne, beruhen natürlich auf der kompletten Versorgung. Du wirst doch wohl nicht behaupten wollen, dass reihenweise Wissenschaftler, Ingenieure usw. naive Trottel sind, die seit 20 Jahren die wesentlichen Grundlagen vergessen. :D
 
@Rage87: Richtig, sie liefen diesen Sommer, um Frankreich mit dem Strom zu beliefern, den sie selbst wegen schlecht gewarteter, wegen Hitze, Wassermangel und sonstiger Gründe abgeschalteter AKW nicht mehr selbst erzeugen konnten. Das ist aber nicht die Regel.

Einige hingegen laufen tatsächlich immer, z.b. die Kraftwerke von BMW, Südzucker, Audi, Wacker Chemie, Henkel, Krupp uvm. (über 350 Kraftwerksbetreiber, von der Automobilindustrie über Gärtnereien bis hin zu Müllverbrennung und Zuckerwerke), um die Werkshallen, Büros, Maschinen und Geräte mit Strom und Wärme zu versorgen - auch da wird der Überschuß ins Netz eingespeist. Wenn solche Größen den Strom plötzlich nicht mehr selbst erzeugen würden, sondern aus dem Netz entnehmen, hätten wir ein mittelgroßes Problem.

Das ist aber nicht nur in Bayern so, sondern deutschland- bzw. weltweit. Egal ob da der Kraftwerksbetreiber 3M ist, Volkswagen, die Dillinger Hüttenwerke, Ford, Nordzucker, Pirelli oder BASF - Die meisten Kraftwerksbetreiber betreiben die nicht, weil sie Deutschland was gutes tun wollen - sie betreiben sie erstmal, um ihre eigene Produktion zu sichern. Dass dann noch Geld abfällt für die Überproduktion, ist ein netter Nebeneffekt. Das sind alles Kraftwerke, die nicht abgeschaltet werden können, ohne die komplette Produktion stillzulegen.
 
@Rage87: Wir brauchen mit 100%iger E-Mobilität weniger Strom als mit Verbrennern. Such mal nach: "graue Energie" "Erdöl". Du wärst erstaunt, wieviel Energie für einen Liter Sprit aufgewendet werden muss, bis der beim Verbraucher im Tank ist - und es ist nicht nur der Sprit, auch die Zusatzstoffe wie AdBlue, Motoröl etc. braucht weitere Energie. Fällt alles weg beim E-Auto.
 
@ckahle: Ich bin nicht gegen erneuerbare Energien - der Weg isr aber länger. Die Studien stimmen - allerdings gehen diese von den Strombedarf - aus. Mit eingerechnet ist aber nicht der komplette Umbau sämtlicher Fossiler Energien. Alleine Gas verbrauchen wir zum Heizen doppelt soviel im Jahr wie wir Strom benötigen! Das nur für die Privat Haushalte. Nimmt man noch die anderen Energien Industrie etc. - dann macht Strom aktuell 20 % des Energiebedarfes nur aus. Selbst bei allen Optimierungen und Anpassungen - wir benötigen zig mal mehr als die Studien sagen weil diese einfach nur auf den normalen Stromverbrauch sich beziehen. Bis vor kurzem sogar mit sinkenden Energieverbrauch - dieser steigt aber ständig trotzdem - alleine schon wegen der Umstellung von immer mehr. Ich habe die Studien mir nur mal genauer durchgelesen - dann merkt man das Problem.
 
@Breaker: Das weiß ich - ich meinte nur das der Strombedarf nicht mit eingerechnet ist von Milionen von Autos....
 
@Rage87: Der ist jetzt mit eingerechnet für die Erzeugung, Transport etc. vom Sprit, und er wird weniger, umso mehr E-Autos auf den Straßen unterwegs sind, da dann keine Energie mehr für die Herstellung, Transport und weiteres mehr benötigt wird - eine Stromtrasse ist nunmal weit effizienter, als erst die Erdölprodukte mehrfach umzuwandeln, Schmierstoffe zu erzeugen und dann noch die ganzen weiteren für den Verbrennerbetrieb benötigten Rohstoffe wie AdBlue, Luft- und Ölfilter, Bremsbeläge etc. per Schwerlastverkehr mehrfach durch die komplette Republik zu karren.

Alleine der Stromverbrauch der Tankstellen, geschätzt 600.000 MWh pro Jahr (https://www.google.com/search?q=Stromverbrauch+der+Tankstellen), würde ausreichen, um 200.000 E-Autofahrer durchs Jahr zu bringen (der deutsche Durchschnitt fährt jährlich 13.323 km (https://www.kba.de/DE/Statistik/Kraftverkehr/VerkehrKilometer/vk_inlaenderfahrleistung/2020/2020_vk_kurzbericht.html) - aufgerundet auf 15.000 km, bei einem E-Verbrauch von 20 kW/100km, macht in Summe 3 MW auf 15.000km). Und da redet man nur von Tankstellen, ohne Raffinerien, Pumpen für Pipelines uvm.
 
@Breaker: Vieles davon wird aber nicht im Deutschland produziert - von daher gibt es hier schon ein defizit. Aber in der Berechnung vom Energieverbrauch die meine ist die Mobilität sowieso nicht eingerechnet - von daher ist das Haupt Problem trotzdem vorhanden - auch ohne E Auto Rechnung
 
@Rage87: "Alleine Gas verbrauchen wir zum Heizen doppelt soviel im Jahr wie wir Strom benötigen!" Na dann wird Zeit da umzustellen. Gas macht mit 1 kWh wie viel Wärme-Energie? Irgendwie weniger als 1 kWh garantiert. Meine Wärmepumpe sorgt grad dafür, dass mit 1 kWh Strom-Einsatz rund 5 kWh Wärme im Haus ankommen.
 
@Rage87: Solange es irgendwo in Europa produziert wird, kommt es, dank unserer europäischem Strom-Verbundnetze, da an, wo es benötigt wird.
Und ganz egal welche Berechnungsgrundlage du hernimmst, die jetzige Mobilität ist in der Rechung mit drinnen, denn dieser Strom wird schon seit Jahrzehnten verbraucht.
 
Den totalen Ausstieg aus der Atomenergie in Europa praktizieren nur die Deutschen. Andere Länder haben bereits den Austieg vom Ausstieg beschlossen, oder bauen bzw. planen neue Kernkraftwerke.

Wenn auf der Autobahn alle anderen in die andere Richtung fahren, sollte man überlegen, ob man nicht selbst der Geisterfahrer ist.
 
@Mr Pulp Fiction: Frage ist, ob es nur blinder Aktionismus ist, oder sinnvoll. Siehe Diskussion auch hier: https://winfuture.de/comments/thread/#3660768,3660776
 
@SunBlack: Seinen bestehenden Arbeitsplatz sollte man auch erst kündigen, wenn man bereits den neuen Job sicher hat.

Ähnlich verhält es sich mit der Atomenergie. Man kann abschalten, wenn genauso viel Terrawattstunden an grundlastfähiger Energie aus anderen Quellen zur Verfügung stehen.

Deutschland sollte sich nicht als besserwisserischer Musterschüler gebaren. Man will zu den "Guten" gehören, gemocht werden und gerne ein Vorbild für andere sein.

Alle anderen sind blöd, nur wir haben offenbar die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ein Volk von Klugscheissern.
 
@Mr Pulp Fiction: Es ist aber ein Unterschied, ob man einen Ausstieg vom Ausstieg macht oder den Ausstieg verschiebt. Bei ersterem sagt man: Baut ruhig neue AKWs, bei letzterem sagt man: Neue AKWs bauen braucht zu lange (und bis dahin haben wir hoffentlich die Energiewende geschafft), aber solange die alten noch mitmachen und die alternativen nicht bereit sind, ist es okay. Und hier wäre halt die Frage, wie lange es wirklich noch geht, also wie marode die sind. Meiner Meinung nach können die die Laufzeit der alten AKWs durchaus nochmal verlängern (da Kohle verfeuern auch nicht gerade besser ist) - sofern mit dem Beschluss auch weitere Beschlüsse kommen, die erkennbar machen, dass es wirklich das Ziel ist, sie langfristig gesehen AKW-Ersatzlos abzuschalten.
 
@Mr Pulp Fiction: "Den totalen Ausstieg aus der Atomenergie in Europa praktizieren nur die Deutschen."

Ungefähr 35 Jahre, nachdem es die Italiener getan haben. Mittelfristige Pläne zum Atomausstieg gibt es zudem auch in Spanien und Taiwan, dazu kommt eine ganze Reihe an Ländern (ua. Irland u- Dänemark) die explizit Gesetze haben, die die Nutzung von Kernkraftwerken im Land verbietet.

Und beinahe jeder, der in den letzten 20 Jahren in Europa versucht hat, ein neues AKW zu bauen, wird derartige Experimente in Zukunft sein lassen. Die Finnen haben ihren vierten Reaktor in Olkilouto schon beerdigt, nach der Privatisierung der Betreiberkonzerne in den Niederlanden vor 10 Jahren haben die auch keine große Lust mehr.
 
@Mr Pulp Fiction: Konkrete Planungen oder gar Bauprojekte gibt es doch nur in sehr wenigen Ländern und da auch oft aus komischen Interessenslagen. Die große Mehrheit macht diesen Unsinn gar nicht erst mit.
 
Die FDP sollte vllt. auch mal Vorschläge machen, wie man dafür sorgt, dass alternative Quellen den Atomstrom auch ersetzen können bzw. vorankommen. Sprich Bürokratie reduzieren (https://www.youtube.com/watch?v=H_4IktoCTQQ) bzw. sinnlose entfernen (https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/Realer-Irrsinn-Zu-viel-Biogas-in-Franken,extra21182.html), was auch kurzfristig gehen dürfte, aber auch langfristig Wege schaffen (wie hier https://winfuture.de/news,132931.html). Die FDP ist gefühlt nur am meckern, aber selber wenig produktiv.
 
@SunBlack: Die FDP macht Wahlkampf in der Regierung, was absolut dumm ist. Es ist eine Regierung und die hat nach außen eine geschlossene Einheit zu sein.
 
Ich verstehe immer noch nicht, wie es in den Augen der Grünen besser sein soll Millionen(!) Tonnen CO2 in die Luft zu pusten, anstatt ein paar Tonnen radioaktiven Müll Streng kontrolliert weggesperrt zu sehen - hat was Dogmatisches...
 
@bamesjasti: Das ist in den Augen der Grünen glaub ich nicht besser. Diesen Ausstiegs-Pfad haben CDU und FDP vor zehn Jahren so beschlossen, und man kann nicht jetzt einfach die AKW weiterlaufen lassen. Also das funktioniert technisch, organisatorisch und rechtlich nicht ohne einen riesigen Aufwand.
 
@ckahle: Einfach so weiterlaufen lassen ist auch nicht die Lösung. Aber weiterlaufen lassen, parallel Wartung durchführen und gleichzeitig eine Kombination aus neuartiger Kerntechnik zur Grundlast (SMR, MSR, Dual Fluid, etc - ja, muss noch zur Marktreife kommen, aber irgendwann muss man anfangen) und erneuerbarer Energie vorantreiben wäre hier eine zukunftsfähige Lösung. Wir reden immer darüber, dass es Jahre braucht, bis neue Kraftwerke gebaut werden, stecken aber weiterhin den Kopf in den Sand wenn es um die Entwicklung von tragfähigen Konzepten geht.
Es ist wichtig, möglichst grün in der Energieerzeugung zu werden, es ist aber mindestens genauso wichtig zu verstehen, dass Deutschland von Fläche und Ressourcen her nicht in der Lage ist, sich komplett regenerativ zu versorgen - wir brauchen daher mehr Konzepte und weniger leere Versprechen.
Falls es wen interessiert, gibt es zu der Thematik einen tollen Vortrag - Prof Lesch lässt grüßen: watch?v=XKc38KjTc_k
 
@bamesjasti: Natürlich geht es ausschließlich mit regenerativen Energien. Und natürlich nicht nur Deutschland allein, warm sollte man das auch tun? Nirgends funktioniert Wirtschaft abgekoppelt von allen anderen, das ist in der Energie nicht anders. Das heißt ja nicht, dass man sich einseitig abhängig von einem macht. Nur brauchen wir doch ohnehin eine Lösung für die gesamte Menschheit.
Btw: Wie kommste denn darauf, dass irgendwer den Kopf in den Sand steckt? Ich seh überall Leute aktiv an der Energiewende arbeiten - gegen alle bestehenden Hindernisse. Die Politik muss nichtmal riesige Projekte anstoßen, sondern nur mal Hürden aus dem Weg räumen. Dann wird es auch unnötig, auf irgendwelche sauteuren und komischen Monolithen-Technologien zu setzen. ;)
 
@ckahle: Wie soll es denn mit regenerativen Energien gehen? Die Sonne scheint nicht in der Nacht, Wind weht auch nicht immer, Wasserkraft ist bereits ausgereizt und große Speicher will man auch nicht bauen. Es fehlen grundlastfähige Konzepte um das Land am laufen zu halten.
Kopf im Sand sehe ich in der Politik, die immer verspricht, dass Deutschland CO2 Neutral wird, irgendwann in der Zukunft (2040), aber gleichzeitig die Wahrheit verschweigt, dass bei aktuellem Tempo dieses Ziel niemals erreicht werden kann. Um die Energiewende und vor allem die Grundlast 2040 regenerativ zu stemmen, müssten bereits jetzt massiv CO2 neutrale Kraftwerke gebaut werden, damit wir nicht in 10 Jahren feststellen, dass man nur noch 7 Jahre hat, aber 10 Jahre für den Bau braucht.
Solar und Wind sind nicht Grundlastfähig - das sind aktuell nur Kernkraft, Kohle und Gas - (weitgehend) CO2 Neutral ist davon nur die Kernkraft.
Abgesehen davon bedeutet "Energie" nicht nur Strom, sondern auch Wärme. Wir müssten ein mehrfaches der aktuellen Kraftwerkskapazitäten neu bauen, um diese Wende in 17 Jahren zu schaffen - davon ist Deutschland meilenweit entfernt.
 
@bamesjasti: Weißt du, sorry, aber das ist tausendfach beantwortet. Ich hab wirklich keine Lust, noch zehn Jahre die gleichen unsinnigen Floskeln gradezuziehen. Wer sich auch nur ein wenig ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen will, findet tausendfache Quellen - von populär bis komplette Paper-Sammlungen. :)
 
@bamesjasti:
Du sagst 17 Jahre sind verdammt wenig um sich umzustellen? Da geb ich dir 100% recht! Die Bauzeit eines neuen AKWs (Hinkley Point C, Flameville, Olkiluoto) beträgt mehr als 10 Jahre und kostet für 1,6 GW irgendwas zwischen 12-20 Mrd. Gas und Kohlekraftwerke wollen wir nicht mehr dauern aber in ihrer Bauzeit auch mehrere Jahre. Ein Windrad onshore hat eine Bauzeit von knapp einem halben Jahr. Windparks offshore dauern länger, ca 2-3 Jahre, sind aber immer noch schneller fertig und ebenfalls grundlastfähig...
Speicher lohnten sich bisher noch nicht, weil es keinen günstigen "Überschussstrom" gab, da alles an EE sofort eingespeist wurde. Die Situation ändern sich nun allmälich, da durch immer mehr EE-Erzeuger im Netz die Stromüberschüsse immer weiter steigen, und so schneller der Break-even erreicht werden kann.
 
@GRADY: Zwei Dinge:
1. Die Bauzeit in Japan liegt bei durchschnittlich 4 Jahren pro AKW - es geht also auch schneller

2. Ich will keine konventionellen AKW neu bauen, sondern dass die neuen Reaktorkonzepte fertiggestellt und ASAP ausgerollt werden. Konventionelle AKW nutzen nur einen Bruchteil des Urans (<1%), während mit neue Konzepten (Brüter) in geschlossenen Kreisläufen ein vielfaches erreicht werden kann

3. Bitte nicht immer nur auf Strom beschränken. Strom macht lediglich 20% des Energiebedarfs aus. Wir müssen für wirkliche Umstellung auch die restlichen 80% CO2 neutral bekommen. Das schließt Heizung, Verkehr, Industrie, etc. mit ein. Deutschland deckt aktuell nur einen Bruchteil des Energiebedarfs über EE ab - wir brauchen hier schnell einen massiven Kraftakt und keine weiteren Versprechen nach dem Motto "Wir schaffen das schon bis 2040, aber wir fangen erst an, wenn alles perfekt ist".

Näheres gibts von Menschen, die hier deutlich mehr Glaubwürdigkeit haben als ich: watch?v=XKc38KjTc_k
 
@ckahle: Ja wo sind denn diese ganzen scheinbar einfachen Lösungen die du hier propagierst? Kein Land der Welt hat ein schlüssiges Konzept wie es nur mit erneuerbaren eine Industrienation betreiben soll. Das es nicht funktioniert zeigt Deutschland gerade eindrucksvoll als abschreckendes Beispiel. Diese "Paper" sind irgendwelche theoretischen Hirngespinste die auf tausenden Annahmen beruhen die man so nie umsetzen kann oder wenn nur mit extrem viel Geld und dem kompletten Umbau der Gesellschaft und dann hat man noch immer nicht das Speicherproblem gelöst.
 
@stargate2k: "scheinbar einfachen Lösungen", "irgendwelche theoretischen Hirngespinste", "extrem viel Geld"...du beschreibst sehr treffend deine AKW-Phantasien. :D
 
@bamesjasti:
1. Uralte AKWs, die nicht nach heutigen Sicherheitsanforderungen gebaut werden könnten ohne sich in der Bauzeit deutlich zu verlängern --> siehe als Vergleich AKW Shimane & &#332;ma
2. Diese ganzen Konzepte bestehen nur auf dem Papier, bis diese marktreif sind( sprich Prototype geplant, Prototyp gebaut, getestet und geprüft, Seriereife hergestellt) vergehen locker 15 Jahre und mehr, insbesondere bei den europäischen Sicherheitsstandards
3. Windräder, PV, Speicher und Wärmepumpen sind schon seit langem auf dem Massenmarkt bzw. Consumermarkt angekommen und die Effizienzsteigerung sind immer noch immens. Wie du schon sagst warum sollen wir jetzt auf die "neuen und hoffentlich revolutionären" (aka perfekt) Konzepte warten?
Wenn wir erst einmal genug Überschussstrom produzieren, wird sich auch Großspeicherung und Elektrolyse rentieren und damit nutzbar
 
@GRADY: Die langen Bauzeiten sind doch eher einem ineffizienten Verfahren geschuldet, als tatsächlich notwendiger Zeitschienen, von daher gibt es dort viel Potential.
Was Stromspeicher angeht braucht Deutschland ca. 100GWh Kapazität in 2030 und wir haben aktuell 4.5GWh. Also gerade mal 20 mal mehr...
Diese Speicher müssten tagsüber aber auch geladen werden, von daher braucht es nochmal mehr Stromerzeugung.

Ich lasse mich in dem Moment von der kernkraftfreien Zukunft überzeugen, wenn wir einen konkreten Plan für ausreichend Speicher und Erzeuger haben und diese auch umsetzen - bis dahin werbe ich für Kernkraft als (bislang) einzige grundlastfähige und CO2 freie Energiequelle.

https://www.mdr.de/wissen/klima-energiewende-stromspeicher-stand-heute-102.html
 
@bamesjasti: Das Problem ist, die Spaltprodukte sind über einen Zeitraum extrem gefährlich den wir als Mesnschen nicht überblicken können.

Garantieren können wir eine sichere Lagerung schon gar nicht.
Schau dir mal diesen Film hier an, dann verstehst du so einige Komplikationen:
https://www.imdb.com/title/tt1194612/

Kernkraft ist keine dauerhafte Lösung des Energieproblems.
 
@Aerith:
Die Doku läuft gerade im Hintergrund...

Ich schreibe ja auch von neuartigen Kraftwerken, die gerade in diversen Ländern in Entwicklung sind. Hier gibt es nicht nur einen geschlossenen Kreislauf mit massiv höherer Effizienz, der Abfall ist auch nur maximal 300 Jahre lang gefährlich - so eine Zeit ist sehr wohl überschaubar.
 
@bamesjasti: Diese Kraftwerke sind nicht gerade in Entwicklung, sondern seit den 60er Jahren. Und es gibt bisher nichts, was ach nur annähernd nachweisbar funktioniert. Es scheint mir etwas gewagt, auf so etwas setzen zu wollen.
 
@ckahle:
Ich weiß nicht so genau, woher du diese Information hast, aber es ist einfach nur falsch:

1. Molten-Salt Reactor Experiment in Oak Ridge lief 5 Jahre lang:
https://en.wikipedia.org/wiki/Molten-Salt_Reactor_Experiment

2. Es befinden sich aktuell einige SMR im Bau, andere in der Genehmigungsphase und natürlich auch einige in Planung:
https://en.wikipedia.org/wiki/Small_modular_reactor#List_of_reactor_designs

3. China hat gerade erst einen SMR hochgefahren:
https://www.engineeringnews.co.za/article/a-pebble-bed-modular-reactor-nuclear-power-plant-reaches-full-power-in-china-2022-12-12/rep_id:4136

4. Schweden springt auch auf den Zug auf:
https://www.nucnet.org/news/new-government-announces-plans-to-build-nuclear-power-plants-10-5-2022
 
@bamesjasti: 1. Die festgestellten Probleme wurden offenbar nie überwunden. Es ging ja nie über einen Forschungsreaktor hinaus. Warum wohl nicht, wenn es doch so supidupi ist? 2./3. Ja, es machen einige mit SMRs rum...die lösen nur genau kein Problem. Am Ende hat man sehr teuren Strom und noch mehr Müll. Kleinere Anlagen sind eben immer weniger effizient. 4. Ja, das passiert, wenn rechtverquickte Leute an die Spitze kommen. Wäre nicht anders, wenn die FDP hier den Kanzler stellen würde. Als Steuerzahler und Stromkunde würd ich da Fragen haben, warum unbedingt zentrale Großkraftwerke, die teuren Strom hervorbringen, bezahlt werden sollen, statt preiswerte, dezentrale Alternativen ;)
 
Langfristig muss der Plan sein aus Kernenergie möglichst vollständig auszusteigen. Der Anteil erneuerbarer Energien muss so hoch wie möglich geschraubt werden, aber das bis 2045 zu 100% zu schaffen dürfte nahezu unmöglich sein. Insbesondere weil es an skalierbaren und wirtschaftlichen Speichermöglichkeiten fehlt. Bis dahin muss die Energieerzeugung durch Kernkraftwerke ergänzt werden. Natürlich haben Kernkraftwerke ihre Nachteile und Risiken, aber das trifft auf ALLE Formen der Stromerzeugung zu. Es ist die Aufgabe der Regierung diese Technologien intelligent zu kombinieren. Weiterhin auf Erdgas als "Brückentechnologie" zu setzen ist unter den gegeben Umständen absoluter Wahnsinn und macht uns das Leben nur schwerer als nötig. Deutschland macht sich aktuell vor allem durch die ideologischen Festlegungen der Grünen weltweit zum Musterbeispiel wie man die Energiewende nicht macht. Zu unser Leidwesen wird wohl auf absehbare Zeit keine Regierung ohne Grüne möglich sein, außer die verhasste GroKo.
 
Ganz einfach: wessen Resort ist das aktuell? Jedenfalls nicht FDP! Die sollen mal die Füße still halten.
 
Ich wette, wenn das so weiter geht mit dem ganzen Energiegemauschel, zahlen wir bald min. 1,50/Kwh. Dann wird in Deutschland wieder richtig überlegt welche Geräte man zum Arbeiten und im privaten Umfeld nutzt, oder ob es per Hand nicht billiger wäre, auch wenn es dann langsamer von Statten geht. :)

Fakt ist, CDU/CSU und noch paar andere Parteien hätten das was jetzt kommt, schon viele viele Jahre eher sehen müssen und entsprechend handeln müssen. Stattdessen hat man sich feiern lassen für das verschlafen und wegschauen vor dem was im Energiesektor und anderen Belangen so vor sich geht. Man hat das Folk Jahrzehnte hin gehalten und gehofft, dass es so bleibt. Die Menschen haben sich dran gewöhnt dass Alles nahezu bezahlbar ist. Nun jedoch kommt der Hammer und Alle regen sich auf, weil das was jetzt kommt nicht mehr in das gewöhnte Bild passt.

Warum ist das so? Weil wir Alle, inklusive der Regierung, viel zu lange geschlafen haben. Das ist unser Verhängnis und wenn jetzt Fehler gemacht werden, ist es unser Untergang.
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