Krisenprofiteur Digitalisierung: Corona schafft, was unmöglich schien

Die Digitalisierung in Deutschland ist viel diskutiert und noch viel öfter nicht konsequent umgesetzt. Doch die Corona-Krise könnte in der Um­set­zung von digitalen Abläufen das schaffen, was Jahre zwischen Be­schlüs­sen und Beteuerungen nicht ... mehr... Server, Datenzentrum, Hosting Bildquelle: SAP Server, Datenzentrum, Hosting, Server Rack Server, Datenzentrum, Hosting, Server Rack SAP

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Es scheitert oft nur an bornierten Vorgesetzten, auch wenn es die technischen Möglichkeiten gibt.
Aber ein Homeoffice hat auch Nachteile.

Nur jemand, welcher das schon länger mal gemacht hat weiß, dass dazu Disziplin (man fühlt sich ab und an "schuldig" weniger zu tun als im Büro, da man sich dieses bisherige VIP Privileg auch verdient haben will, und macht Pausen durch oder ackert länger), einen extra Arbeitsbereich und trotzdem noch genügend soziale Kontakte als Ausgleich gehören.

Ich persönlich finde im Wochenablauf 3 Tage Homeoffice und 2 Tage auch mal wieder unter der Menschen ins Büro zu kommen am ausgewogensten. Ich wollte nur im Homeoffice keinerlei Webcams, denn das geht meiner Meinung nach zu weit im Persönlichkeitsrecht.

Die Wertschätzung im Büro steigert sich dadurch enorm, weil man sich nicht immer nur gezwungen auf der Pelle hängt und vieles wird entspannter. Ich befürchte aber, dass viele Firmen eher nur das Einsparpotential sehen (keine Büroräume, keine Nebenkosten) und alles genau in die andere Richtung übertrieben wird.

Wie mit vielem im Leben sollte es aber eine einigermaßen flexibel gestaltbare Balance für alle Beteiligte sein.
 
@Postman1970: Es scheitert aber auch schon an der Betriebsstättenverordnung und an diversen anderen Vorschriften, die dem "borniertem Vorgesetzten" ein haufen Geld kosten kann, wenn er dem Mitarbeiter einen Homeofficearbeitsplatz einrichten will.
 
@topsi.kret: Es gehören in der Tat Regeln für alle Beteiligten dazu und nicht alles (z.B. Produktion) kann verlagert werden, weshalb auch oft Neidsituationen entstehen werden. Aber viele Überängstliche werden nun zwangsweise in der Not überzeugt und lernen aber auch die Schattenseiten kennen.

Aber meistens "schläft" ohne Krise der Arbeitgeber bei den Verhandlungen zu einer Betriebsvereinbarung plötzlich ein, weil andere Ziele auf einmal wichtiger sind oder das Thema ihm doch zu stressig wird. Ich würde generell staatlich ein Homeoffice fördern, da dies die Verkehrswege stark entlastet, womit auch die Arbeitgeber leichter anspringen würden.

Die Kosten bleiben für alle Beteiligten kalkulierbar (zumal man jetzt auch noch zwangsweise Erfahrungswerte gewinnt) und auch die Arbeitnehmer würden stellenweise sich enorme Fahrtwege sparen, welches die Umwelt schont und Staus entzerrt und könnte man einen vollwertigen Homeofficeplatz auch steuerlich absetzen.

Eine wackeliges Kalkül sind eher noch die wenig IT affinen Beschäftigen, welche man aber mit guten Vorschulungen (im Büro mit externem Haus DSL antesten oder trainieren), einer fortlaufenden FAQ Sammlung und einem Remote Support schnell wieder einfangen könnte.
 
@Postman1970: Gerade die fehlenden Fahrtwege sind das, was mich derzeit am Homeoffice so besonders freut. Habe ca. 30km pro Weg. Dafür brauche ich - den Verkehr mit eingerechnet - ca. 40-50 Minuten. Manchmal länger wenn es irgendwo wieder einen Unfall gegeben hat. Bei leerer Straße (eigtl. nur an Brückentagen oder mal in den Ferien) brauche ich so 20-25 Minuten.

Allein diese 1-2 Stunden pro Tag... sooo angenehm. Morgens länger schlafen, Abends... entschuldigung... Nachmittags direkt zu Hause sein. Perfekt.

Für das, was wir im Büro machen, müssten wir gar nicht vor Ort sein. Auch so erledigen wir ca. 98% unserer Arbeit digital oder per Telefon. Der Rest ließe sich durchaus auch digitalisieren.

Ich fände ein mehr oder weniger permantes Homeoffice ideal. Mein direkter Vorgesetzer ist der Digitalisierung zwar nicht abgeneigt, er bevorzugt aber eine "klassische" Büroarbeit. Und unser aller Chef ist - was das angeht - von der "alten Sorte".

Aber vielleicht ist die Corona-Krise jetzt auch für alle so der Denkanstoß zu "es geht auch anders". Ich würde mich jedenfalls freuen.

Aber klar: Es gehört natürlich auch Disziplin seitens des Arbeitnehmers dazu. Nicht nur vom Arbeitnehmer, sondern auch von dessen Familie (Arbeitszeit ist keine Familienzeit). Und man braucht bei sich zu Hause auch den entsprechenden Platz (eigenes Zimmer), wo man das Heimbüro einrichten kann.
 
Wenn man wirklich will dann kann man auch. Hier zeigt sich das so manches einen Anstoß benötigt
 
@Ramset: Sehr viele arbeiten derzeit im Homeoffice und verstoßen massiv gegen Gesetze und Verordnungen. Sie machen das, um ihrer Firma solidarisch gegenüberzustehen. In Friedenszeiten würde das alles nicht gehen, weil viele Gesetze und Verordnungen dem entgegenstehen.
 
@topsi.kret: z.b.?
 
@Bautz: Du darfst gerne Google nutzen. Das geht von Monitoren, die zum Fenster stehen, über falschen Mobilar bis hin zu zweifelhafter Arbeitszeitdokumentation. Dazu kommen fehlende Zusätze zum bestehenden Arbeitsvertrag ... und und und
 
@topsi.kret: Das gilt für die die zum Homeoffice gezwungen werden. Wenn du das freiwilig machst (und das machen wohl grade die meisten), ist die Firma für die Büroeinrichtung nicht zuständig.
 
@Bautz: Falsch. Die Arbeitsstättenverordnung unterscheidet da nicht
 
@Ramset: Es geht nicht ums Wollen, sondern ums Müssen.

Wenn die Alternative ist so weitermachen wie bisher oder zu digitalisieren, dann kann man locker wichtig sein und bremsen.

Wenn die Alternative ist den Laden verrecken zu lassen oder zu digitalisieren (Digitalisierung ist übrigens weit mehr als Heimarbeit), dann digitalisierst du... oder der Laden verreckt.
 
also bei uns gibts prinzipiell die Möglichkeit zum Home Office. Allerdings habebn wir nun innerhalb von einer woche den zweiten massiven Ausfall der dt. Glasfaser, weil irgendwo in Süd Schleswig-Holstein gebuddelt wird und die es tatsächlich geschafft haben zwei mal das selbe Kabel zu zerstören.
das alles wäre ja nur halb so wild, wenn es die Möglichkeit der redundanten Anbindung gäbe. Leider sitzt unsere Firma so ab vom Schuss, dass es als Alternative lediglich eine 16/2 DSL Leitung gibt. da kann wohl niemand mehr von zuhause aus arbeiten.
die Glasfaser haben wir übrigens auch nur, weil die firma vor ein paar jahren auf eigene kosten mit der Nachbarfirma dafür gesorgt hat eine Anbindung zu bekommen...
 
@jann0r: Zweimal das selbe Kabel? Mann, da sind ja mal wieder echte Profibuddler am Werk. :D
 
@Aerith: jaaaaaaa... War die Aussage von unserem Key Account Manager. Das es aber definitiv die selbe Baustelle war, hat zumindest der Standort im Ticket hergegeben....
 
Jap, ist schon recht amüsant zu beobachten, wie sich Lehrerchen auf einmal auf Schulcloud & zoom stürzen, vorher wurde schon wegen SchulcommSy gegrummelt. :D

Wie einige bereits erwähnt haben: das ist atm aber nur möglich weil die Behörden uns als Schule angesichts der Notlage mehr Freiräume, vor allem im Bereich des Datenschutzes, einräumem. Freiräume die nach der Krise sicher wieder entzogen werden.
 
@Aerith: Hausaufgaben per Email zu verschicken hat nicht viel mit Digitalisierung oder gar "Schulcloud" zu tun.
 
@rallef: Bezog mich eher darauf wie die Kollegen untereinander arbeiten.

Die Kiddies kriegen ihre mappen glaub ich nach wie vor als hardccopy.
 
dem muss ich zustimmen, was digitalisierung angeht, gibt es momentan einen extrem schub....hoffe das wird sich später nicht legen. gute entwicklung.
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