Laurene Powell Jobs will nichts vererben und 24 Mrd. Dollar spenden

Laurene Powell Jobs, Witwe des Apple-Gründer Steve Jobs, hat bestätigt, dass sie ihr Vermögen von rund 24 Milliarden Dollar nicht an ihre Kinder vererben wird. Da sie die Anhäufung von riesigem Reichtum für gefähr­lich für die Gesellschaft hält, wird ... mehr... Apple, Ceo, Steve Jobs, Wwdc, 2007 Bildquelle: Ben Stanfield / Flickr Apple, Ceo, Steve Jobs, Wwdc, 2007 Apple, Ceo, Steve Jobs, Wwdc, 2007 Ben Stanfield / Flickr

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Aber das Leben mit den Millirden steht ihr weiterhin zu? Ich bin ohnehin strikt dagegen, dass man so viel Reichtum anhäufen kann, aber was war der Gedankenprozess, der sie dazu gebracht hat zu sagen "mrd vermögen bei einzelpersonen sind nicht gut für die gesellschaft (ab dem
zeitpunkt meines todes, aber nicht vorher)
 
@mil0: warum sollte ihr das nicht "zustehen"? Möchtest du sie am liebsten enteignen oder wie?
 
@Joyrider: wieso enteignen? Was genau hat sie für das Vermögen geleistet?
 
@Fropen: Ihrem Mann den Rücken gedeckt und sich um die Kinder gekümmert während er geschafft hat?
 
@chillah: Ist das nicht das, was Frauen die letzten hundert Jahre generell gemacht haben, weil es das Rollenbild so diktiert hat?
 
@Knarzi81: Daher liegt's nahe, dass es bei den Jobs auch so war. Kann mich natürlich irren und der Steve hat mal die Arbeit ruhen lassen und sich Vollzeit um den Nachwuchs gekümmert.. Oder jemanden bezahlt, der das tut.. oder oder. Hab sein Buch nicht gelesen.
 
@Knarzi81: das hat nichts mit dem letzten hundert Jahren zu tun
 
@chillah: das gilt für Millionen Frauen und Mütter, bringt ihnen aber kein Einkommen, Rente geschweige denn 24 Mrd ein.
Eine vernünftige Erbschaftssteuer würde solche Auswüchse verhindern und hülfe gleichzeitig andere entsprechend zu entlohnen
 
@Fropen: Ui, jetzt geht es auf der Schiene los? Warum sollte sie dafür etwas leisten? Wenn du irgendwann mal Geld von deinen Eltern erbst, wird dich hoffentlich auch niemand fragen, was DU denn dafür geleistet hast. Ob es 24USD oder 24 Mrd. USD sind, spielt grundsätzlich betrachtet doch überhaupt keine Rolle.
Das nennt sich Erbrecht, das Geld (bzw. die Aktien oder worin auch immer das Vermögen angelegt ist) ist ihr rechtmäßiges Eigentum. Daher auch meine Frage an mil0, warum ihr das nicht zustehen sollte.
 
@Joyrider: nennt sich Leistungsgesellschaft und ist das Kernprinzip unserer Wirtschaft.
Eine Erbengesellschaft ohne vernünftige Erbschaftssteuer führt über kurz oder lang zur Oligarchie.
Sieht man hetzt schon, ein Großteil des Vermögens dieser Welt wird nicht erarbeitet sondern geerbt.
 
@Joyrider: Sein Gedankengang ist schon richtig, sie könnte es ja schon jetzt spenden. Sie sagt ja selbst dass so ein Einzelvermögen nicht gut ist für die Gesellschaft. Wieso erst auf den Tod warten?
 
@bebe1231: Ich nehme mal an, dass es auch gewisse Vorbereitung dauert das nachhaltig zu spenden. Ich glaube auch dass sie wahrscheinlich auch jetzt ihr Geld sinnvoll verwaltet und investiert. Warum sollte sie es jetzt schon weggeben.
 
@nemesis1337: Na weil das nach ihrer Argumentation nicht gut für die Gesellschaft ist.
 
@bebe1231: Wo steht denn was von Tod? Ihre Aussage "Wenn ich lange genug lebe, endet es mit mir" deute ich so, dass sie plant ein gutes Alter zu erreichen, wahrscheinlich irgendwas mit 80 + x, und bis dahin das Geld gespendet zu haben. "auf eine Art und Weise verteilt werden, die Einzelpersonen und Gemeinschaften nachhaltig aufrichtet" heißt für mich, sie fängt jetzt langsam an zu spenden und wählt dabei die Empfänger selbst sorgfältig aus.
Ich weiß ja nicht wie das Erbrecht in den USA funktioniert, aber wenn die Kinder nicht verzichten und nach ihrem Tod die Absprache nicht einhalten und ihr Erbe einfordern würden, dann sollten sie hier in Deutschland immerhin 50% kriegen, wenn ich mich recht entsinne. Jedenfalls einen deutlichen Pflichtteil.
 
@markox: Im amerikanischen Erbrecht gibt es keinen Pflichtteil. Es zählt was im Testament steht. Bzw in dem Fall wird es sicher ein Treuhandvermögen (Trust) geben, was rechtlich noch höher gewichtet ist, als ein Testament. Wenn die Dame beschließt, dass die Kinder nix kriegen sollen, dann gehen sie eben leer aus.
 
@Joyrider: naja wiso eigentlich nicht? enteignen ab einer bestimmten Grenze... nehmen wir 10 Mrd.. oder 5. Würde freilich funktionieren, aber dazu muss erstmal ein komplettes Umdenken stattfinden. Ist die Menschheit noch nicht bereit dafür....
 
@legalxpuser: Wenn du 10 Euro hast, darf ich dir dann also auch 5 wegnehmen, ja? Wer nimmt sich das Recht heraus zu entscheiden, wer reich ist und wer nicht? Und wem gehört das Geld hinterher? Dir? Dem Staat? >> Kommunismus ist genauso ungerecht wie der Kapitalismus etc. und hat in der Vergangenheit noch nie funktioniert.
Ich hoffe sehr dass dieses Umdenken nie (wieder) kommt.
 
@Joyrider: Das Recht Arme zu enteignen, behält sich unser "sozialer" Staat dann aber schon vor.

Und wenn sich aberwitzige Milliarden in wenigen Händen ansammeln, ist das für eine Gesellschaft eine große Gefahr, weil man damit alles in einer Demokratie kaufen kann.
 
@Joyrider: ja bloß mit dem "kleinen" Unterschied, dass 10 Euro nicht dasselbe sind wie 10 Mrd. recht dämlicher Vergleich. Es muss halt eine Art Obergrenze geben, das ist dann noch lange kein Kommunismus, sondern Gerechtigkeit.
 
@Joyrider: Naja, der Kapitalismus hat uns Wohlstand gebracht. Im Sozialismus sind am Ende alle gleich arm. Aus diesem Grund hat er auch noch nie funktioniert.
 
@legalxpuser: Nein der Vergleich ist nicht dämlich. Es ist alles eine Frage der Verhältnisse. Du meinst jetzt, das jemandem 10Mrd reichen. Jemand der absolut kein Geld hat, für den ist jemand mit 10 EUR reich...du hast es dir jetzt nur zurecht gebogen. Nehmen wir mal an du verdienst durchschnittliche 50k im Jahr, dann ist das für Reinigungskräfte bspw. ein dicker Batzen Geld, wie würde es dir gefallen wenn wir zu Gunsten dieser Geringverdiener von deinem Geld 30% für Geringverdiener abziehen...ich glaube nicht, dass dir das auch nur im entferntesten gefallen würde.
 
@diogen: Der Kommunismus ist nichts falsches. Er funktioniert nur nicht, weil immer noch Menschen ein Teil des Kommunismus sind und die funktionieren eben so gut wie nie richtig....
 
@mil0: es wäre doch interessant zu sehen was passiert wenn du in der Situation bist und dann immer noch genauso denkt.... Abgesehen davon steht es dir frei auch Milliardär zu werden
 
@Wolfi_by: richtig. Ich habe damit auch schon angefangen. Sobald ich es erreicht habe, werdet ihr es nicht mitbekommen.
 
@mil0: Es ist doch völlig egal ob es ihr zusteht oder nicht. Vielmehr sollte die Allgemeinheit dankbar sein.

Stattdessen wird sich darüber beschwert, dass es noch ein paar Jahre länger dauern wird.

Undank ist der Welten Lohn...
 
@mil0: was sind das hier für Sozialismus Fantasien? Also wenn ich eine Idee habe und jeder will die kaufen und es handelt sich nicht um Güter des täglichen Bedarfs wie Wasser und Brot, dann ist es legitim das ich dafür einen Preis festsetze. Und wenn Menschen diesen Preis bezahlen und das viele Menschen machen, dann werde ich reich. Dabei mache ich niemanden arm, denn niemand ist gezwungen mein Produkt zu kaufen. Ich verstehe also nicht wie manche hier sagen es wäre Falsch Vermögen aufzubauen oder man dürfte nur x Euros bzw. dollars mehr haben als der Ärmste. Wie soll das gehen? Ich kann doch nichts dazu wenn meine Idee geil ist und alle sie haben wollen, insofern ist unbegrenzter Reichtum legitim und richtig, schließlich döst es als Ansporn für geile Ideen ein Risiko einzugehen. Was wäre wenn die Idee nicht klappt und ich nun pleite gehen würde? Dann würde mir auch niemand helfen, insofern einfach mal weniger Neid und Umverteilungsfantasien bitte! Wenn es jemand spenden möchte ist das nett und es ist ja auch deren Geld Mit dem sie machen können was immer sie wollen!
 
@donald2603: niemand wird so reich weil die Idee so geil ist. Man wird so reich, weil eine bestimmte Stufe des Reichtums so viel Macht konzentriert, das man sich damit moderne Sklaven halten kann. Man putzt sich dann einfach nur sauber indem man behauptet, dass die produzierenden Partner schuld daran wären. Beim nächsten Mal wird es sicher besser. Das muss jetzt nicht mal ein einzelner Mensch sein, es trifft viel eher auf juristische Personen zu. Hier entzieht sich der einzelne der Verantwortung und die Schuld wird auf "das Unternehmen" übertragen.
 
@mil0: Du weißt also, wieviel sie davon im alltäglichen Leben so ausgibt? Vielleicht verwaltet sie es größtenteils einfach nur, und gibt im Monat auch nicht mehr als 1000-2000€ aus.
 
In diesem Fall bin ich Sozialist. Das Vermögen des Reichsten darf nicht größer sein wie das 1000fache des Ärmsten. In Unternehmen dart das höchste Gehalt max. dem 30fachen des geringstem entsprechen.
 
@FZ61: stimmt. Nur Schade das es nicht so gemacht wird.
 
@FZ61: das 1000fache von Null ist immer noch Null (bezogen auf die ärmsten). Weitergesponnen ist der nächste Satz dann obsolet
 
@Motverge: Nein, der Satz ist damit NICHT obsolet.
Denn gerade WEIL das 1000fache von Null immer noch NULL ist, hat dann jeder Reiche ein Interesse daran, daß es keinen gibt, der nichts besitzt.
Und wenn man das Gleiche auf Grundstücke und Immobilien anwendet, dann hat jeder Reiche, der eine Villa mit großem Anwesen haben möchte, ein Interesse daran, daß jeder eine kleine Wohnung besitzt.
 
@theuserbl: Aber wenn jeder Null hat, hat keiner was. Weder Reiche noch Arme (der Staat auch nicht, weil von Null Steuern einziehen ergibt auch Null). Natürlich lässt sich jetzt ein fantastisches Gedankenspiel einer Utopie weiterführen, keine Frage. Damit sowas aber jemals Real werden könnte, müsste erst der aktuelle Ist-Zustand in eine grauenhafte Katastrophe enden. Selbst dann müssten diejenigen, die dann die "Macht" an sich reißen, auch gewillt sein dieser Utopie zu folgen. Eher unwahrscheinlich wo man doch von klein auf beigebracht bekommt "haste nichts, biste nichts ". Ungerecht wird sich immer jemand fühlen und versuchen sein eigenes Wohl auf Kosten anderer zu maximieren.
 
@Motverge: Der Sozialismus/Kommunismus wäre die Folge davon. Aber dies funktioniert derzeit nicht. Die Einstellung des Menschen ist nun mal, warum sollte ich ich nicht mehr haben als der andere. Dies hat sich bis zum derzeitigen Stadium aufgeschaukelt. Das daran nichts aber auch gar nichts fair ist, kann keiner bezweifeln. Denn woher kommt denn der Reichtum der wenigen? Von der Arbeit der Mehrheit, die eben entsprechend unfair bezahlt ist....
 
@skyjagger: der Reichtum der wenigen kommt bei einigen durch Ideen und Schaffen der Vorgänger und bei anderen durch eigenes schaffen/geschick. Gerade die super reichen aus dem tech Business sind vielfach selfmade.

Das kommt auch nicht durch unfaire Bezahlung sondern durch hohe gewinnmargen
 
@FZ61: Ja im Sozialismus sind alle gleich ... nämlich gleich arm wie eine Kirchenmaus :-)
 
@mike4001: Das stimmt nicht. Auch im Sozialismus gibt es Reiche, sofern man das richtige Parteibuch hat. Sozialismus an sich ist Schwachsinn, andererseits ist aber auch der ausufernde Kapitalismus alles andere als begrüßenswert. Da muss es doch einen Mittelweg geben?
 
@mt03c06: Falsch. Im Sozialismus wären alle gleich. Aber dafür ist die derzeitige Einstellung des Menschen nicht gemacht. Derzeit folgt alles der Regel, das Schwache dreht sich um das Starke. Nur der Mensch könnte sich über das Naturgesetzt erheben. Dieses Stadium hat er bisher aber noch nicht erreicht.
 
@skyjagger: Wieso ist im Sozialismus ein Arzt das Gleiche wie ein Bauer? Wieso ist da ein Ingenieur das Gleiche wie ein Maurer? Auch im Sozialismus gibt es keine Gleichheit der Menschen.
 
@skyjagger: Das ist ja schon vom Ansatz her falsch. Die Menschen sind von Natur aus schon nicht gleich, wieso sollte man dann versuchen alle gleich zu machen?
Damit wird man keinem gerecht. Ich empfehle auch mal ein Geschichtsbuch in die Hand zu nehmen. Wann hat Sozialismus oder gar Kommunismus mal funktioniert? Genau nicht einmal.
 
@PitBrett:" Die Menschen sind von Natur aus schon nicht gleich, wieso sollte man dann versuchen alle gleich zu machen?"

Diesbezüglich geht es gar nicht um irgendwelche Gleichmachung von Menschen, sondern viel mehr um Gleichbehandlung der Menschen.

"Ich empfehle auch mal ein Geschichtsbuch in die Hand zu nehmen."

Nun, diesbezüglich sollte man aber auch stets genau darauf achten, von wem die Geschichte(n) in diesem "Geschichtsbuch" geschrieben wurden! :))

"Wann hat Sozialismus oder gar Kommunismus mal funktioniert? Genau nicht einmal."

Wann und wo wurde denn Sozialismus oder Kommunismus wirklich mal in Gänze praktiziert, um wirklich faktische Aussagen über ein tatsächliches Funktionieren oder Scheitern in der eigentlichen Sache treffen zu können? ;)
 
@KoA: Kommunismus ist schon in etlichen Ländern ausprobiert worden, Sozialismus auch und es ist so praktiziert worden, wie Menschen das eben machen. Die mit Parteibuch stellen sich dann über die anderen Menschen und das wird auch immer so bleiben, weil Menschen eben so gestrickt sind.
Entweder man lebt dann in einem Traumschloss und meint, alles wird beim nächsten Mal besser oder man lernt aus der Vergangenheit oder warum sollte gerade der x-te Versuch jetzt besser laufen?

Albert Einstein: Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Ich glaube zumindest nicht daran, dass es beim nächsten Versuch besser wird.
Und wenn Menschen schon von Natur aus nicht gleich sind und nicht alle die gleichen Bedürfnisse haben, werden auch alle Menschen ein unterschiedliches Bild davon haben, was "Gleich" heißt und genau hier platzt der rote Ballonversuch namens Sozialismus/Kommunismus.
 
@skyjagger: Nö, wie die Vergangenheit mehrfach gezeigt hat, haben Sozialismus und Kommunismus noch nie funktioniert. Unter anderem auch weil es eben auch dort immer welche gab, die besser sein wollten und das Unmut erzeugt hat. So sind die Menschen offenbar nunmal, daran kann auch ein Karl Marx nichts ändern.
 
@PitBrett: " Kommunismus ist schon in etlichen Ländern ausprobiert worden, Sozialismus auch [...]"

Und immer, wenn es sich abzeichnete, dass es durchaus funktionieren könnte, wurde von außen sabotiert und geputscht, um dann behauptet, es hätte eben einfach nicht funktioniert. ;)

Aber dass das kapitalistische System auch nicht wirklich funktioniert, sehen wir derzeit immer mehr, nicht zuletzt an den wachsenden Problemen hierzulande.
Straßen und etliche Stadtteile in Deutschland sehen mittlerweile genauso verheerend und runtergekommen aus, wie zu DDR-Zeiten im tiefsten Osten.
 
@KoA: Das gerade hier das Beispiel Deutschland angeführt wird, ist nur ein Beispiel dafür, dass Sozialismus nicht funktioniert. Im Prinzip haben wir das hier schon, man schaue sich mal die Ausgaben für Soziales in den letzten Jahren an. Seit den 90ern habe sich die Ausgaben verdreifacht, wir haben faktisch eine Bankenunion, wie sie von den Sozialisten immer angestrebt wird, wir haben eine Zuwanderung, die auch von den Sozialisten angestrebt wird, da wird das dicke Ende noch kommen.
Wir haben eine faktische Enteignung der Vermieter, auch da wird das dicke Ende noch kommen. In Berlin haben die Sozen und Grünen Wohneinheiten billig verkauft (2004) und jetzt wo alles am teuersten ist und man vor dem Scherbenhaufen der Zuwanderung und damit einhergehenden Wohnungsnot steht, will man enteignen und teuer zurückkaufen (https://www.bz-berlin.de/berlin/was-bedeutet-der-milliarden-deal-fuer-berlins-mieter).
Ich kann nur noch den Kopf schütteln über diese Argumentation.
Und noch was zu dem Sabotieren usw. Schuld sind natürlich immer die anderen, wo ist denn in der DDR sabotiert worden. Hat der Westen (damals wirklich noch eine soziale Marktwirtschaft) nicht genug Geld gegeben, damit es die Kommunisten verpulvern konnten?
 
@PitBrett: "Das gerade hier das Beispiel Deutschland angeführt wird, ist nur ein Beispiel dafür, dass Sozialismus nicht funktioniert.

Von wegen "Sozialismus"... Hier hat ganz klar der Kapitalismus seine Spuren hinterlassen!

"Im Prinzip haben wir das hier schon, man schaue sich mal die Ausgaben für Soziales in den letzten Jahren an. Seit den 90ern habe sich die Ausgaben verdreifacht, […]"

Ja, so wird's hinlänglich propagiert. :) Sicher, Sozialausgaben sind rein Zahlenmäßig zwar gestiegen, aber auch nicht in dem Maß, dass man hier gleich mal von Sozialismus fabulieren müsste. Ganz im Gegenteil!
Dieser künstlich dramatisierte Anstieg hängt nämlich auch damit zusammen, dass methodische Veränderungen bei der Art der Berechnung stattgefunden haben.
Tatsächlich wurden Leistungen in etlichen sozialen Bereichen aber über die letzten Jahre immer weiter gekürzt, statt sie weiter auszubauen. Dazu zählen selbstverständlich auch die massiven Kürzungen im Rentenbereich.

"wir haben faktisch eine Bankenunion, wie sie von den Sozialisten immer angestrebt wird, wir haben eine Zuwanderung, die auch von den Sozialisten angestrebt wird, da wird das dicke Ende noch kommen."

Nun, die Flüchtlingsströme kommen ja nicht von ungefähr, nicht wahr? Aber immerhin verdienen wir ja auch ordentlich an unseren Rüstungsgütern. :)

"Wir haben eine faktische Enteignung der Vermieter, auch da wird das dicke Ende noch kommen."

Na klar! ;)

"Ich kann nur noch den Kopf schütteln über diese Argumentation."

Das geht mir bei deiner obigen Argumentation aber ähnlich! :)

"Und noch was zu dem Sabotieren usw. Schuld sind natürlich immer die anderen, wo ist denn in der DDR sabotiert worden."

Ich habe bezüglich Sabotage nirgends etwas von DDR geschrieben.

"Hat der Westen (damals wirklich noch eine soziale Marktwirtschaft) nicht genug Geld gegeben, damit es die Kommunisten verpulvern konnten?"

Ich denke, diese Keule kannst du gleich wieder wegstecken. Da gibt es genug Punkte zu benennen, wo Westdeutschland ebenso vom Osten enorm profitiert hat. Da mach dir mal bitte keine Illusionen. Aber das ist ohnehin ein gänzlich anderes Thema, welches hier jetzt weder vom Umfang, noch von der Zeit her passend zu diskutieren wäre. :)) Insofern belassen wir es einfach dabei.
 
@KoA: Jaja Fakten und Zahlen zählen nichts, die muss man irgendwie uminterpretieren können. Daran ist übrigens auch der Ostblock zu Grunde gegangen, indem man sich die Planwirtschaft schöngerechnet hat. Eine Verdreifachung ist eine Verdreifachung.
Bei den Migratenströmen immer schön auf sich selbst zeigen. An allem sind die Deutschen selbst schuld und sollen sich selbst fertig machen, sehe ich das nach Ihrer Lesart richtig? Ich kann mit diesem Selbsthass nichts anfangen, aber sie können das natürlich gerne für sich praktizieren.
Dass sie Motivation eben eine Armutsmigration ist, an der Deutschland nicht die geringste Schuld trägt und deren Probleme wir auch nicht lösen können und nicht verschuldet haben, ist natürlich nebensächlich. Dann müssten alle anderen Staaten auch Schuld sein, die Rüstungsgüster herstellen oder in einem vermeintlich (ich nehme Ihnen das jetzt mal vorweg) ausbeuterischen System leben. Komisch, dass ich diese Art von Selbsteinschätzung von den europäischen Nachbarn nicht hören kann. Dort ist eher das Gegenteil der Fall.
Schön, dass sie mir bei dem Mitproblem zustimmen, als Argument ist ein "Ja klar" nicht zu werten. Im Übrigen weiß ich diesbezüglich ziemlich genau wovon ich rede, weil ich das selbst erleben durfte.
Wo hat Westdeutschland denn von der DDR profitiert? Von den enormen ökologischen Altlasten der DDR (siehe Bitterfeld)? Von den Ruinen, die wieder aufgebaut werden mussten? Ich bin einzig darüber froh, dass diese Menschen nun wieder frei sind, reisen dürfen und es ihnen dank Marktwirtschaft, die die Sanierung möglich gemacht hat, besser geht.
Ich meine damit ausdrücklich nicht die Menschen, die dort leben mussten, ich meine damit ausschließlich das politische System, in welchem Menschen an der Mauer erschossen worden sind, Mütter von ihren Kindern getrennt worden sind, in dem des Gefängnisse für politische Häftlinge gegeben hat (siehe Hohenschönhausen) usw. usw.
Warum sind die Menschen aus der DDR geflohen? Weil es ihnen so gut ging?
Ich werde jetzt keine Argumente mehr anführen, weil mir dazu meine Lebenszeit zu schade ist und ich derer, meine ich, hinreichend gegeben habe.
 
@PitBrett: "Bei den Migratenströmen immer schön auf sich selbst zeigen. An allem sind die Deutschen selbst schuld und sollen sich selbst fertig machen, sehe ich das nach Ihrer Lesart richtig?"

Nein, tust Du nicht. Denn an keiner Stelle habe ich hier von Deutschlands Alleinschuld geschrieben.

"Dass sie Motivation eben eine Armutsmigration ist, an der Deutschland nicht die geringste Schuld trägt und deren Probleme wir auch nicht lösen können und nicht verschuldet haben, ist natürlich nebensächlich."

Nein, es ist schlicht nicht wahr, dass wir keinerlei Schuld daran haben. Schließlich sind wir außenpolitisch genauso involviert, wie unsere sogenannten "befreundeten" Nachbarn auch. So ignorant kann man kaum sein, um dies ernsthaft zu leugnen.

"Dann müssten alle anderen Staaten auch Schuld sein, die Rüstungsgüster herstellen oder in einem vermeintlich (ich nehme Ihnen das jetzt mal vorweg) ausbeuterischen System leben."

Selbstverständlich!

"Komisch, dass ich diese Art von Selbsteinschätzung von den europäischen Nachbarn nicht hören kann."

Eine derartige Selbsteinschätzung gibt es für gewöhnlich von keinem der Beteiligten. Seit wann belasten sich Täter selbst? Gut, außer sie fühlen sich derart sicher, allmächtig und unantastbar, wie die USA, die morden und das im Anschluss der restlichen Welt ganz unverhohlen mitteilen.

Schön, dass sie mir bei dem Mitproblem zustimmen, als Argument ist ein "Ja klar" nicht zu werten.

Tatsächlich tue ich das nicht. Ich habe nur keinen wesentlichen Sinn darin gesehen, bezüglich des Themas, diese Baustelle jetzt auch noch zu vertiefen, nachdem zu erkennen war, das auch diesbezüglich eine völlig unterschiedliche Ansicht vorherrscht. Andere grundlegende Punkte halte ich da für wesentlicher.

"Im Übrigen weiß ich diesbezüglich ziemlich genau wovon ich rede, weil ich das selbst erleben durfte. Wo hat Westdeutschland denn von der DDR profitiert?"

An ganz verschiedenen Stellen. Z.B. fungierte die DDR für den Wohlstand des Westens Deutschlands hervorragend als Billig-Produzent u. Billiglohn-Land für alle möglichen Güter, so wie andere Länder das heute auch noch tun.

"Von den enormen ökologischen Altlasten der DDR (siehe Bitterfeld)? Von den Ruinen, die wieder aufgebaut werden mussten?"

Ökologische Belastungen sind ganz sicher keine Eigenheit, die allein dem Osten zuzuschreiben wären. Die gab es auf beiden Seiten und mussten über Jahre beseitigt werden.

"Ich bin einzig darüber froh, dass diese Menschen nun wieder frei sind, reisen dürfen und es ihnen dank Marktwirtschaft, die die Sanierung möglich gemacht hat, besser geht."

Dann verkennst Du aber, dass es vielen Menschen, trotz Marktwirtschaft, eben nicht besser geht. Und an dieser Stelle pauschal zu behaupten, diejenigen wären schlicht alle zu faul, würde den Tatsachen nicht ansatzweise gerecht.

"Ich meine damit ausdrücklich nicht die Menschen, die dort leben mussten, ich meine damit ausschließlich das politische System, in welchem Menschen an der Mauer erschossen worden sind, Mütter von ihren Kindern getrennt worden sind, in dem des Gefängnisse für politische Häftlinge gegeben hat (siehe Hohenschönhausen) usw. usw."

Ja. Nur, heute sind wir beteiligt, an Tötungen außerhalb unseres Landes. Macht das wirklich einen wesentlichen Unterschied?

"Warum sind die Menschen aus der DDR geflohen? Weil es ihnen so gut ging?

Die Gründe sind sicher verschieden. Aber zu glauben, Sozialismus wäre das wesentliche Grundproblem gewesen, halte ich weiterhin für viel zu oberflächlich betrachtet. Schließlich weist auch das aktuelle System massive Probleme und Schwächen auf, die man nicht so einfach mal negieren sollte, nur um sich ein vermeintlich schöneres Bild auszumalen.
 
@KoA: Lieber KoA, wenn ich mir hier Ihre Aktivitäten ansehe, scheinen Sie immens viel Zeit zu haben. Arbeiten Sie?

Hier übrigens die moderne Form vom Sozialismus:
https://www.focus.de/politik/deutschland/bernd-riexinger-in-der-kritik-linke-spricht-davon-reiche-zu-erschiessen-parteichef-reagiert-mit-schlechtem-scherz_id_11730868.html
 
@PitBrett: "Lieber KoA, wenn ich mir hier Ihre Aktivitäten ansehe, scheinen Sie immens viel Zeit zu haben. Arbeiten Sie?"

Tag und Nacht! :))

"Hier übrigens die moderne Form vom Sozialismus:"

Das hat mit Sozialismus nicht im Ansatz zu tun. Und Riexinger ist grundsätzlich ne Pfeife durch und durch! ;)
 
@mt03c06: Wie kommt man eigentlich immer auf den Trichter, dass Sozialismus immer mit Diktatur einhergeht? Weil es bisher nur Diktatoren gab, die den Sozialismus missbraucht haben, um ihre Machtphantasien auszuleben? Auch Sozialismus lässt sich vollkommen demokratisch gestalten.
 
@Knarzi81: hat bisher aber in der Praxis halt nie funktioniert. Geht halt am Ende auch nur mit Zwang und dagegen rebellieren irgendwann die Leute.
 
@Knarzi81: Sozialismus ist nur in der Theorie keine Diktatur, weil die Theorie den Egoismus der Menschen außer acht lässt und von besseren Menschen, die sich freiwillig dem großen Ganzen unterordnen, träumt.

Da sich dies auf die nächsten Jahrhunderte gesehen vermutlich auch nicht ändern wird, ist zwangsläufig eine zwangsweise Umsetzung erforderlich - und das wird immer in einer Diktatur (des Proletariats?) enden.
 
@mike4001: wie kommt man auf die Idee, dass im Sozialismus alle arm wären? Warum sollte eine sozialistische Gesellschaft weniger produktiv sein als eine kapitalistische? Die Menschen wären definitiv glücklicher und somit schonmal automatisch produktiver. Oder denkst du wirklich ohne die minimale Chance unendlich reich zu werden würden alle nurnoch auf der Wiese liegen, kiffen und Däumchen drehen? So denkt halt nur ein Kapitalist.

Wie Knarzi schon angedeutet hat, Sozialismus hat nur deswegen nie funktioniert, da es auf dieser Welt keine Sozialisten gibt. Der Kapitalismus hat sich tief im Hirn aller Menschen ausgebreitet und keiner kann diesen Teufelskreis durchbrechen (da jeder der in der Lage dazu wäre einen Anfang zu machen selbst extrem vom Kapitalismus profitiert).
 
@monte: "Sozialismus hat nur deswegen nie funktioniert, da es auf dieser Welt keine Sozialisten gibt. Der Kapitalismus hat sich tief im Hirn aller Menschen ausgebreitet und keiner kann diesen Teufelskreis durchbrechen."

Na, das ist ja mal eine tolle Analyse! Und welchen Sinn macht dann eine Theorie, die sich in der Praxis nicht umsetzen lässt? Könnte es vielleicht sein, dass der Kapitalismus deswegen so im Hirn der Menschen verankert ist, weil er dem egoistischen Wesen des Menschen am ehesten entspricht und daher auch keiner jenseits des Prekariats den "Teufelskreis" durchbrechen möchte?

Sieht das Prekariat, das sich vom Sozialismus die Besserung seiner Situation erhofft, den Sozialismus nicht selbst als Mittel zur Verwirklichung seiner eigenen Egoismen und damit nur als eine andere Form des Kapitalismus an?
 
@FZ61: Das mit dem 1000fachen des Ärmsten ist so eine Sache, wenn der Ärmste bei 0 liegt. Dann gibt es auch nichts zu multiplizieren. Aber es ist schon so, dass jeder Mensch ein auskömmliches Einkommen haben sollte und es andererseits keine Jahresgehälter in Millionenhöhe - bezogen auf Euro oder Dollar - geben dürfte.
 
@mt03c06: Vlt hätte ja der Ärmste gar nicht Null, wenn die ganzen Megamilliardäre und Multimillionäre nicht gäbe? Ich könnte mich täuschen, aber so rein mathematisch müsste egal in welchem System man lebt am Ende immer 100% rauskommen.
Z.B. Sozialstaat mit 100 Menschen, jeder besitzt 1%.
Kapitalismus mit 100 Menschen, 99 besitzen -2% und einer besitzt 298%. Leuchtet ein oder?
 
@FZ61: aha... Und wenn die Grenzen überschritten werden sperren die die Firma zu und du stehst auf der strasse... Denen mit Geld wird es egal sein
 
@FZ61: wobei 30fach schon viel ist, bei Mindestlohn von rund 10 Euro sind 300 Euro pro Stunde bereits recht viel. Mit 15fach entstehen schon genug Unterschiede.
Mit Leistung waren solche Unterschiede sowieso noch nie zu begründen - mit höherer Verantwortung und persönlichem höheren Risiko ebenfalls nicht, wie man seit Jahrhunderten immer wieder sieht, wenn Mitarbeiter die Fehler des Managements ausbaden dürfen, von Kapitalentnahme wie bei Schlecker mal ganz abgesehen
 
@FZ61: Hmm interessante Geschichte. Muss jetzt jeder Arme dann 1/30 des Risikos der Reichen tragen? Beispiel Streetscooter: 500 Mitarbeiter, 400 Millionen € Verlust bei Auflösung. Macht 26.666 € Verlust für den Einzelnen (400 Mio. € / 500 Mitarbeiter / 30).
Wie werden die Armen dran beteiligt, dass der Firmengründer rund um die Uhr arbeitet, während sie nach 8 Stunden nach Hause zu ihren Lieben gehen?
Ist den Reichen anzulasten, dass die Armen nicht gut mit ihrem Geld umgehen? Dass sie lieber ein iPhone kaufen als das Geld anzulegen?

Die Idee ist ja gut, aber es sollten doch alle Faktoren mit einbezogen werden. Wer arbeitet wie lang, wer verzichtet auf was, wer bildet sich weiter, wie gehen die Leute mit ihrem Geld um, wofür verwenden sie ihre Freizeit, etc. pp.
 
@Robin01: Behauptest du hier ernsthaft, Reichtum entstünde allein aus eigenerbrachter Arbeitsleistung? ;)
 
@KoA: Niemals. Reichtum basiert immer auf der Arbeitsleistung von ganz vielen Menschen. Aber es werden nur diejenigen reich, die es schaffen eine Menge Leute hinter sich zu vereinigen. Allerdings fällt einem das nicht in die Hände, sondern ist auch harte Arbeit. Und diese Arbeit ist immer härter als die Arbeit, die der normale Angestellte macht (auch wenn sich das für manche nicht immer so anfühlt). Es haben viele keinen Bock darauf zu tun, was nötig ist um reich zu werden. Und ja, ich kenne genügend Beispiele, die lieber arm bleiben anstatt sich zu überwinden und reich zu werden.
 
@Robin01: "Aber es werden nur diejenigen reich, die es schaffen eine Menge Leute hinter sich zu vereinigen."

Ja, das alte Samariter-Märchen, welches etliche Reiche bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit nicht nur anderen aufzutischen versuchen, sondern sich auch gerne mal selbst einreden... kennt man ja nun schon zu Genüge. ;)

Nicht selten sind aber die Leute, die man als sogenannter Reicher "hinter sich vereint" bezeichnet, jedoch eher die, die man in Wirklichkeit an- und vor sich hertreibt und u.a. unter Zuhilfenahme von niedrig gehaltenen Löhnen lediglich dazu benutzt, den eigenen Reichtum fortwährend zu vergrößern.

Der Antrieb für eine abnorme Vermögensanhäufung durch vermeintlich "härtere Arbeit" gegenüber allen Anderen, geschieht so gut wie nie wirklich vornehmlich aus Gründen sozialer Fürsorglichkeit und Verantwortung anderen Menschen gegenüber, sondern meist aus Gier nach Macht und daraus hervorgehender Einflussnahme.

Das herunterspielen und herabwürdigen der Leistungen anderer, die tatsächlich mehr Anteil an der Schaffung des eigenem Reichtums haben, als der Reiche selbst, ist symptomatisch.
Wer von Armut und Hartz IV bedroht ist, ist bekanntlich einfach nur zu Faul, wirklich hart zu arbeiten.
Wenn dagegen Reiche ihrerseits über ihre ach so "harte Arbeit" reden, und ihre Leistung weit über die Arbeit ihrer Angestellten und Arbeiter stellen, sprechen sie aber in der Regel eher über ihr ständiges Bemühen und ihre diesbezüglichen Anstrengungen, ihren eigenen Reichtum stetig zu bewahren und zu vermehren.

Selbstverständlich gibt es auch Firmen-Inhaber, denen gesellschaftliche Interessen tatsächlich am Herzen liegen. Aber von denen rede ich hierbei ja nicht.

"Allerdings fällt einem das nicht in die Hände, sondern ist auch harte Arbeit. Und diese Arbeit ist immer härter als die Arbeit, die der normale Angestellte macht (auch wenn sich das für manche nicht immer so anfühlt). Es haben viele keinen Bock darauf zu tun, was nötig ist um reich zu werden. Und ja, ich kenne genügend Beispiele, die lieber arm bleiben anstatt sich zu überwinden und reich zu werden."

(siehe oben)

Nun ja... als mehrfacher Millionär, oder Milliardär hat man‘s wahrlich schon schwer, für seine die eigens "schwer" erbrachte Leistung, von der Unterschicht die einem gebührende Anerkennung zu bekommen. ;)
 
@KoA: Sorry, es geht doch nicht darum, aus welchen Gründen Menschen bemüht sind, reich zu werden. Es geht auch nicht darum das abzuwürdigen, was Millionen Menschen täglich tun.

Es geht darum, dass man Dinge anders machen muss als die große Masse um reich zu werden und dass die meisten Menschen nicht bereit sind das zu tun.

Kannst ja mal rumfragen, wer von deinen Freunden und Bekannten eine Selbstständigkeit starten will. Oder wer nach Arbeit regelmäßig (mind. 5 mal die Woche) sich mit Persönlichkeitsentwicklung, Geld anlegen, Geschäftsmöglichkeiten beschäftigt. Wer privat Weiterbildungen finanziert. Oder wer bereit wäre für 1 Mio. € für 5 Jahre sein Privatleben auf Eis zu legen.

Und wenn du dann mal 100 Leute gefragt hast, dann gehst du mal zum Jobcenter und fragst dort 100 Leute, ob sie mit dir ein Business starten wollen. Und mit denen, die ja sagen, setzt du dich an den Küchentisch und ihr überlegt euch was, mit dem ihr reich werdet.

Ist ja jetzt keine zu harte Arbeit, kann man sicher in 1-2 Tagen machen. Und dann meldest du dich einfach wieder und wir diskutieren das Ergebnis.
 
@Robin01: "Sorry, es geht doch nicht darum, aus welchen Gründen Menschen bemüht sind, reich zu werden."

Selbstverständlich spielt die diesbezüglich zugrundeliegende Motivation eine ganz wesentliche Rolle. Schließlich wird ja keiner gezwungen, für sich abartigen Reichtum zu erlangen.

"Es geht darum, dass man Dinge anders machen muss als die große Masse um reich zu werden und dass die meisten Menschen nicht bereit sind das zu tun."

Was muss man denn tatsächlich tun, um so abartig reich zu werden, dass man als Einzelperson mehrere Millionen oder Milliarden anhäuft, wenn nicht andere Menschen auszunehmen und sich auf deren Kosten zu bereichern?

Das Märchen geht ja schon los, wenn du - wie oben geschehen - als vermeintliche Rechtfertigung für einen enorm unterschiedlichen Reichtum behauptest, dass ein Firmengründer, im Gegensatz zu seinen Angestellten, angeblich rund um die Uhr arbeiten würde. Kein einziger Mensch kann das! Warum dann also eine solche Behauptung? Um etwas zu rechtfertigen, das eigentlich tatsächlich gar nicht zu rechtfertigen ist.
Und noch einmal: Es geht hier um das enorme Geldvermögen einer einzelnen Person, welche nicht im Ansatz mit "schwerer Arbeit, rund um die Uhr", Verantwortung und dementsprechend gerechter Bezahlung zu erreichen und zu rechtfertigen ist.

Weiter unten führst du als ein Teil der "schweren Arbeit" eines Firmengründers
u.a. die Beschäftigung mit der gewinnbringenden Geldanlage auf.
Ich muss an dieser Stelle jetzt hoffentlich nicht erwähnen, dass eine gewinnträchtige Geldanlage immer nur dann funktioniert, wenn eine, oder mehrere andere Personen dafür Einbußen hinnehmen. Eine wirklich gerechte Geldanlage gibt es nicht! Einer blutet immer! Was bitte ist daran wirklich ausgeglichen, gleichberechtigt oder gerecht?

Ich sage nicht, dass jemand, der wirklich viel, oder schwer arbeitet, nicht auch entsprechend bezahlt werden sollte. Ganz im Gegenteil! Aber Millionen oder gar Milliarden verdient sich im Leben kein Mensch, ohne dass es auf Kosten eines oder mehrerer anderer Menschen geht.

"Kannst ja mal rumfragen, wer von deinen Freunden und Bekannten eine Selbstständigkeit starten will."

Ich habe in meinem Umfeld mehrere Freunde und bekannte, die selbstständig sind. Reich zu werden, strebt von denen aber kein einziger an.

"Und wenn du dann mal 100 Leute gefragt hast, dann gehst du mal zum Jobcenter und fragst dort 100 Leute, ob sie mit dir ein Business starten wollen. Und mit denen, die ja sagen, setzt du dich an den Küchentisch und ihr überlegt euch was, mit dem ihr reich werdet."

Dem stehen schon mal zwei wesentliche Probleme entgegen...

Erstens beabsichtige ich nicht ansatzweise reich zu werden und
zweitens mangelt es mir derzeit an einem Küchentisch, an dem sich 100 Leute unterbringen ließen. ;)
 
@KoA: Was muss man tatsächlich tun um so abartig reich zu werden?
Nun, da kannst du dir die Menschen anschauen, die abartig reich geworden sind, Steve Jobs z.B. Hauptsächlich muss man dafür sorgen, dass ganz viele Menschen einen Nutzen haben. Je mehr Menschen von dem Angebot einen Nutzen haben, desto reicher wird man. Geld ist in unserer Gesellschaft einfach eine Währung für den Wert den man für andere geschaffen hat.

Rund um die Uhr arbeiten:
Sicher kann kein Mensch 24 Stunden am Tag arbeiten. Aber er kann 6 Stunden schlafen, 2 Stunde Essen und seinen Haushalt machen und die restlichen 16 Stunden arbeiten. Wie lang sind denn deine selbstständigen Freunde täglich am tun, bis alles abgeschlossen ist, was mit ihrer Selbstständigkeit zu tun hat? Machen die auch häufiger mal 6 oder 7 Tage die Woche?
Und natürlich ist so enormes Vermögen erreichbar, denn es haben ja schon einige gemacht.

Geldanlage:
Nicht unbedingt etwas, mit dem sich ein Firmengründer beschäftigen muss, aber etwas mit dem man sich beschäftigen muss, wenn man sein Geld zusammenhalten und mehren will. Da geht es überhaupt erstmal darum, Geld zu verstehen; ob z.B. ein BMW ein Wertgegenstand ist oder nicht; wie Zinseszins, Dividenden, Geldanlagen, etc. funktionieren.

Es muss immer jemand für das Geld bluten:
Wenn also ein Firmengründer einen Kredit aufnimmt, um z.B. 200 zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen, wer muss dann bluten? Angenommen es haut hin. Müssen die Arbeitnehmer bluten, die jetzt plötzlich Arbeit haben? Oder müssen die Kunden bluten, die jetzt plötzlich ein neues Angebot nutzen können? Oder muss der Chef bluten, der mit der ganzen Sache ja reich wird oder zumindest überdurchschnittlich verdient?

Wie ausgeglichen, gleichberechtig und gerecht ist es, wenn ich etwas kaufe und zu einem späteren Zeitpunkt doppelt oder dreimal so teuer verkaufe, weil einer mir das Geld dafür geben WILL?

In meiner Aufgabe geht es nicht darum, rauszufinden, wer reich werden will, sondern herauszufinden, wer von 100 Leuten überhaupt die Grundlagen schafft, um überhaupt reich werden zu können. Und wie viel Arbeit das wirklich ist. Weil sicherlich ist auf dem Bau zu schuften ein Knochenjob, sich danach noch mal hinzusetzen und noch mal einen drauf zu setzen ist deiner Meinung ja nicht besonders schwer. Da ist doch mal gut zu sehen, was die Menschen darüber denken.

Auch im zweiten Teil geht es darum einen Überblick zu bekommen. Überhaupt 100 Menschen beim Jobcenter anzuquatschen ist schon eine Aufgabe, wofür nicht jeder die Eier in der Hose hat. Dann hast du ja scheinbar die Einstellung, dass die Menschen Hurra schreien, wenn man ihnen sagt: wir beide werden jetzt reich. Auch dafür ist diese Aufgabe gedacht, um zu sehen, ob das wirklich so ist. Und schlussendlich ist ja der nächste Schritt überhaupt anzufangen. Auch da ist es spannend zu sehen, wie viele von den Menschen, die beim Jobcenter noch Hurra geschriehen haben, überhaupt bei deinem Küchentisch auftauchen. Und dann geht es darum eine Idee zu entwickeln, die wirklich Millionen wert sein könnte.

Und wenn du wirklich alle diese Schritte hinter dich gebracht hast, dann kannst du nochmal beurteilen, ob es wirklich so einfach ist die Millionen und Milliarden zu scheffeln. Aber vorher macht es doch keinen Sinn, dass du über Dinge urteilst, die du niemals selber probiert hast und bei denen du auch nicht den Erzählungen derjenigen vertraust, die es wirklich gemacht haben. Und diese Aufgabe ist ja nur ein ganz kleiner Teil des Millionenscheffelns.

Und wenn du es tatsächlich schaffst 100 Menschen an deinem Küchentisch oder meinetwegen auch in irgendeinem anderen Raum zu versammeln, dann melde dich sofort bei mir, denn das Talent darf nicht ungenutzt wieder in der Kiste verschwinden.
 
@Robin01: "Was muss man tatsächlich tun um so abartig reich zu werden?
Nun, da kannst du dir die Menschen anschauen, die abartig reich geworden sind, Steve Jobs z.B. Hauptsächlich muss man dafür sorgen, dass ganz viele Menschen einen Nutzen haben."

Das ist ja noch lange kein Grund, als Person derart viel Geld für sich anzuhäufen.

Aber meine ursprüngliche Frage war ja eigentlich eine ganz andere:

Was muss man tatsächlich tun, um so abartig reich zu werden, dass man als Einzelperson mehrere Millionen oder Milliarden anhäuft, wenn nicht andere Menschen auszunehmen und sich auf deren Kosten zu bereichern?

Ich behaupte mal, derart viel Geld kann eine Person schlicht nicht bekommen, ohne dass es auf Kosten anderer geht. Du kannst ja aber gerne mal versuchen, das Gegenteil zu belegen. ;)

"Geld ist in unserer Gesellschaft einfach eine Währung für den Wert den man für andere geschaffen hat."

Das stimmt schon mal nicht! Ansonsten gäbe es beispielsweise für eine gleiche geleistete Arbeit keine unterschiedliche Entlohnung.

"Rund um die Uhr arbeiten:
Sicher kann kein Mensch 24 Stunden am Tag arbeiten. Aber er kann 6 Stunden schlafen, 2 Stunde Essen und seinen Haushalt machen und die restlichen 16 Stunden arbeiten. Wie lang sind denn deine selbstständigen Freunde täglich am tun, bis alles abgeschlossen ist, was mit ihrer Selbstständigkeit zu tun hat? Machen die auch häufiger mal 6 oder 7 Tage die Woche?"

Unterschiedlich. Kommt drauf an. Letztendlich machen sie es aber vornehmlich für sich, aus eigenem Antrieb und weil sie insgesamt Spaß daran haben, oder sogar ihr Hobby zum Beruf machen konnten.

"Und natürlich ist so enormes Vermögen erreichbar, denn es haben ja schon einige gemacht."

Aber, wie gesagt, nie wirklich selbst erarbeitet und verdient.

"Geldanlage:
Nicht unbedingt etwas, mit dem sich ein Firmengründer beschäftigen muss, aber etwas mit dem man sich beschäftigen muss, wenn man sein Geld zusammenhalten und mehren will. Da geht es überhaupt erstmal darum, Geld zu verstehen [...] wie Zinseszins, Dividenden, Geldanlagen, etc. funktionieren."

Dann müsstest Du ja wissen, wie angelegtes Geld tatsächlich vermehrt wird und dass dabei immer jemand etwas verlieren muss, damit Du gewinnst.

"Je mehr Menschen von dem Angebot einen Nutzen haben, desto reicher wird man."

Nein, man wird nur dann so abnormal reich, wenn man in der Masse sehr viel mehr nimmt, als man als Gegenwert gibt.
Und das geht definitiv immer nur auf Kosten anderer. Das gilt selbstverständlich auch in Sachen Entlohnung der Beschäftigten.

"Es muss immer jemand für das Geld bluten:
Wenn also ein Firmengründer einen Kredit aufnimmt [...] wer muss dann bluten?

Der, der z.B. Zinsen für das Geld zahlen muss, welches via Kredit verliehen wurde.

"Müssen die Arbeitnehmer bluten, die jetzt plötzlich Arbeit haben?"

Nein, sie müssen bluten, weil der Arbeitgeber allgemein ihren Lohn stets niedrig hält, um seinerseits einen möglichst hohen Profit zu generieren. (...Grundlagen des Kapitalismus!) :)

"Oder müssen die Kunden bluten, die jetzt plötzlich ein neues Angebot nutzen können?"

Selbstverständlich! Selbes Prinzip, wie bei den Angestellten.

"Oder muss der Chef bluten, der mit der ganzen Sache ja reich wird oder zumindest überdurchschnittlich verdient?"

Bei Millionen- oder Milliarden-Beträgen, würde ich es nicht als "überdurchschnittlich", sondern ganz klar als "unverhältnismäßig" bezeichnen.

"Wie ausgeglichen, gleichberechtig und gerecht ist es, wenn ich etwas kaufe und zu einem späteren Zeitpunkt doppelt oder dreimal so teuer verkaufe, weil einer mir das Geld dafür geben WILL? "

Will er wirklich, oder muss er eventuell, weil er ansonsten keine andere Wahl hat? ;) Ich denke, Du kannst Dir diese Frage ganz leicht selbst beantworten. Falls nicht, versetze Dich einfach mal in die Lage Deines Gegenübers.
Gewinn generieren ist okay, aber man muss es mit dem persönlichen Profit auch nicht übertreiben. :)

"Weil sicherlich ist auf dem Bau zu schuften ein Knochenjob, sich danach noch mal hinzusetzen und noch mal einen drauf zu setzen ist deiner Meinung ja nicht besonders schwer."

Das habe ich an keiner einzigen Stelle hier geschrieben. Nicht mal im Ansatz!

"Auch im zweiten Teil geht es darum einen Überblick zu bekommen. Überhaupt 100 Menschen beim Jobcenter anzuquatschen ist schon eine Aufgabe, wofür nicht jeder die Eier in der Hose hat. Dann hast du ja scheinbar die Einstellung, dass die Menschen Hurra schreien, wenn man ihnen sagt: wir beide werden jetzt reich."

Wenn ich im Leben eines gelernt habe, dann das, dass keiner wirklich derartige Angebote macht, ohne andere übervorteilen zu wollen. Das kannst Du mir aber glauben! ;)
Reich werden ist IMMER mit Ausnutzung anderer verbunden!

"Und wenn du wirklich alle diese Schritte hinter dich gebracht hast, dann kannst du nochmal beurteilen, ob es wirklich so einfach ist die Millionen und Milliarden zu scheffeln. Aber vorher macht es doch keinen Sinn, dass du über Dinge urteilst, die du niemals selber probiert hast [...]"

Ich muss meinen Arm sicher nicht erst selbst in glühenden Stahl gesteckt haben, um zu wissen, was dadurch passiert. ;))
 
@KoA:
Wie soll man beweisen, dass etwas nicht existiert? Das ist kein trivialer Beweis. Zumal ich nicht ausschließen würde, dass der eine oder andere Arbeitnehmer unter den Möglichkeiten bezahlt wird. Auf der anderen Seite ist es natürlich Auslegungssache, was "auf Kosten von jemanden" bedeutet. Ist es auf Kosten des Kunden, wenn er für das iPhone 1 % mehr bezahlt, obwohl er natürlich die Möglichkeit hat andere Smartphones zu erwerben? Oder obwohl er auch ohne Smartphone leben kann? Ist es auf Kosten des Mitarbeiters, wenn er nicht über sein Gehalt verhandelt und mit dem Angebot zufrieden ist? Ist es noch auf Kosten des Mitarbeiters, wenn er 6 Wochen krank ist und den Arbeitsausfall von seinem Arbeitgeber bezahlt bekommt?

Eine ganz schwierige Frage. Auf der anderen Seite kann man sich mal die Dimensionen anschauen. Apple hat einen Jahresumsatz von 260 Mrd., einen Börsenwert von über 1 Billion. Und davon gehört Frau Jobs 2,4 %. Irgendwie mickrig.

Und jetzt stell dir mal vor, du kaufst einen neuen Fernseher und lässt dir vom Kumpel beim Tragen helfen und der möchte jetzt, dass er den Fernseher zu 50 % nutzen darf. Weil ohne deinen Kumpel wär der Fernseher ja noch im Laden.

"Gleiche geleistete Arbeit unterschiedliche Bezahlung":
Wert ist eine subjektive Geschichte. Das kann niemand allgemeingültig definieren. Das ist einfach nur, was jemand im aktuellen Moment bereit ist dafür zu bezahlen. Angebot und Nachfrage spielen da eine Rolle. Und Emotionen. Also ist ein Teil des Wertschaffungsprozess nicht nur die Ware oder die Dienstleistung zu schaffen sondern auch dafür zu sorgen, wie der andere den Wert für sich einstuft. Auf gut Deutsch: verkaufen.

"Der eine muss verlieren, damit ich gewinnen kann"
Nein. Es kann ja auch eine Win-Win-Situation sein. Er bekommt etwas, was er will und ich bekomm etwas, was ich will. Er möchte vielleicht gerade Apple Aktien kaufen, weil er denkt, es kommt das nächste große Ding und er möchte gerne daran beteiligt sein und ich möchte meine Apple Aktien loswerden, weil ich mir gerne etwas zu essen kaufen will. Der Gewinn / Verlust ist doch dann nur ein gedankliches Konstrukt, wenn jetzt der Aktien-Kurs in die mir unangenehme Richtung geht. Auch hier wieder: wir sind ein freies Land, niemand muss etwas kaufen, wenn er nicht will. Aber jeder muss mit seinen Entscheidungen leben, egal ob er sich vorher darüber informiert hat oder nicht. Du kannst doch nicht den Verkäufer dafür haftbar machen, dass der Käufer nicht klar weiß, was er will. Du kannst ihn für falsche Aussagen haftbar machen, aber nicht dafür, dass er nicht erraten hat, was du jetzt mit dem Produkt vorhast oder wie deine Gedankenwelt aussieht.

"Wer blutet":
Siehe oben, keiner wird zu irgendwas gezwungen.

"Produkte, die man will":
Ich brauche zum Leben drei Dinge: Was zum Essen, was zum Wohnen und was zum Anziehen. That's it. Mehr nicht. Und ich muss mir noch nicht mal jeden Tag Hummer und Gojibeere reinhauen, es tut auch Körner, Obst und Gemüse. Ich muss auch nicht auf 300 qm wohnen und in der Stadt, ich kann auch auf 12 qm auf dem Land wohnen und ich muss mich auch nicht 4 Mal im Monat bei Hollister neu eindecken, sondern kann einmal im Jahr die kaputten Klamotten austauschen. Alles darüber hinaus ist: ich will! Und bei Nahrung, Kleidung und Wohnung hat man, wenn man sich die wirklichen Bedürfnisse anschaut, überall die freie Wahl, wen man unterstützt. Man muss keinem Dieter Schwarz Geld in den Rachen werfen, man muss nicht bei Deutsche Wohnung unterkommen und man muss auch keinem Zara-Besitzer zu Milliarden verhelfen. Das alles tun die Menschen, weil sie es wollen.

"Keiner macht dem anderen solche Angebot":
Ich habe gelernt, wenn du keine eigenen Ziele hast, dann arbeitest du für die Ziele anderer. Und das ist leider 100 Prozent wahr. Ich schätze, jeder der das Gefühl hat, dass etwas auf seine Kosten passiert, hat keinen so richtigen Plan, was er im Leben haben will. Höchstens so diffuse Ideen wie: mehr Geld, einen etwas besseren Job, mehr Liebe, ...

"Der Arm und der glühende Stahl":
Wenn du schon weißt, was passiert, wieso redest du dann wie jemand, der keine Ahnung davon hat?

Ich verstehe das, was du hier schreibst so:
"Hey es ist doch ganz einfach, du fasst einfach mit deiner Hand in den glühenden Stahl und holst dort das Goldstück raus. Und weil das ja jetzt nicht unbedingt viel schwerer ist, wie die Tätigkeit, dass ich dir gezeigt habe, wo das Goldstück liegt, stehen dir vielleicht 60 % davon zu und mir 40 %. Und versuch mir jetzt bloß nicht zu verkaufen, dass du 99 % davon behalten darfst, weil du dir ja deinen Arm dabei ruinierst, das ist auf keinen Fall der Fall. Ach wie? Ich soll es selbst rausholen? Keine Chance, ich weiß, dass man damit sich den Arm ruiniert. Aber wehe ich krieg keine 40 % von der Münze ab, wenn du sie rausgeholt hast."

Kommt das bei mir einfach nur falsch rüber oder findest du es nicht selber ein bisschen schräg?
 
@FZ61: ganz genau! demokratischer Sozialismus für alle Länder… auch die USA. Wir werden sehen wie sich Sanders macht. Hoffentlich packt ers.
 
@legalxpuser: " Wir werden sehen wie sich Sanders macht. Hoffentlich packt ers."

Man wird, wie eh und je, schon alle nur erdenklichen Hebel ziehen und versuchen alles in Bewegung zu versetzen, damit er es nicht schafft.
Da kommen gewisse Kreise mitunter auch schon mal auf so verblödete Ideen, wie z.B. ihm Antisemitismus vorzuwerfen/zu unterstellen, obwohl er selbst Jude ist. ;) Da muss man sich wahrlich über nichts mehr wundern. :)
 
@KoA: leider.... ich sag immer "wenn um Geld geht hört der Spaß auf" das gilt wie im kleinen wenn es bspw. um ne Lohnerhöhung oder nen unbefristeten Arbeitsvertrag geht, genauso wie im großen.
So bald es darum geht das jemanden irgendwo Geld weggenommen wird alles getan um dies zu verhindern…so ist der Mensch eben. "Meins, meins, meins"...steckt tief in uns allen.
 
@legalxpuser: Tatsächlich geht es diesbezüglich stets um die Verteilung der Machtverhältnisse. Da wird nicht zuletzt in politischer Richtung gefälscht, gelogen, geputscht, sabotiert und verleumdet, nur, um alles, was nur im Entferntesten nach sozialem und gesellschaftlichem Zusammenhalt riecht, bereits während des Aufkeimens zu verhindern. Denn das ist es, was den derzeit Mächtigen Kreisen tatsächlich gefährlich werden kann. Und davor haben sie eine Höllen-Angst! Dementsprechend agieren sie.
 
@FZ61: Das ist dieselbe sinnlose Diskussion wie:
In Österreich/Deutschland sollte kein Firmenchef über 1 Million € pro Jahr bekommen. Oder auch: Jeder mit mehr als 200 000€ Jahreseinkommen sollte 65% Steuern zahlen müssen.

Dabei bedenkt man aber nicht: Wenn nicht die ganze Welt dabei mit macht (und das wird sie nicht) ist dieser reiche Mensch schneller weg als man die Rechnung ausstellen kann.

Außerdem: Wer bitte sollte so ein Gesetz mit dem 1000 fachen durchsetzen? Die ärmsten der Armen werden das wohl kaum durchsetzen können und die am oberen Ende verdienen werden das wohl kaum wollen. Außerdem: Fällt der Anreiz weg mehr zu bekommen. Wenn ich weiß dass egal was ich mache ich nie über 50 000€ jährlich verdienen werde dann spare ich mir das Studium. Wenn ich weiß dass ich nie über 500 000€ jährlich verdienen werde dann spare ich mir Harvard (die meisten Studierenden an solchen Universitäten aus nicht vermögenden Familien in den USA nehmen sich einige 10 oder gar 100 tausend Dollar Kredit auf).
 
@FZ61: Dann würde ich mich aber, sobald ich diese Schwelle erreicht habe, sofort auf die faule Haut legen und das arbeiten sein lassen. Ich hab ja dann nix mehr davon, weil ich nicht mehr Vermögen anhäufen dürfte.

Ich denke, dass das dann auch die Konsequenz aus so einem Modell wäre. Der effektive Stundenlohn von hochbezahlten Posten wird gleich bleiben, nur werden diese Menschen dann einfach eben nur noch sehr wenige Stunden arbeiten. Dann arbeitet man eben nur noch an einem Tag der Woche, weil man sonst mehr verdienen würde als man dürfte. Insgesamt betrachtet sinkt dann die Produktivität im ganzen Land.

Es ist sehr naiv anzunehmen, dass einfach genauso bis bisher zu einem stark gedeckelten Einkommen weitergearbeitet wird.
Wie sowas läuft kennt man ja nur zu gut von reinen Staatsunternehmen wie früher die Post. Wenn jeder bis hinauf an die Spitze im öffentlichen Dienst ist und maximal Beamtengehalt bezieht, gibt's halt 2050 noch Telefone mit Wählscheibe und Analogmodem. Ein großer Teil der Innovationen und technologischen Fortschritte der Menschheitsgeschichte kamen durch Leute zustande, die damit den großen Reibach machen wollten und letztlich erfolgreich waren. Wenn man diese Motivation wegnimmt, passiert schlicht und ergreifend nix mehr.
 
@FZ61: Und wer bestimmt das? Wie kommst du auf 1000fach und warum nicht 100 fach oder 10000-fach? Mehr Regeln und Gesetze bedeutet weniger Freiheit. Das kann ganz schnell in einer Diktatur enden, wo irgendwer bestimmt, wieviel jeder haben darf. Das hat die Geschichte bereits mehrmals bewiesen.
Ich finde ja, dass du Recht hast, aber man sollte doch sehr aufpassen mit Freiheiten durch Gesetze eingrenzen. Es sollte so sein, aber ist es nunmal nicht. Komplette Gleichheit wird es nie geben und das ist auch gut so.
Ich denke, anstelle von Gesetzen die die Freiheit eingrenzen sollte man eher Regeln schaffen, dass jeder mit seinem Geld leben kann. Beispielsweise ein Grundeinkommen und Recht auf angemessenen Wohnraum (möglicherweise sogar kostenlos). Wer mehr will muss eben was dafür tun und sich in der Marktwirtschaft rumschlagen. Ich bin gegen einen Deckel des Vermögens nach oben hin, aber in den unteren Bereichen muss was getan werden.
 
@FZ61: gehe einfach mal mit gutem Beispiel voran. Ach, du willst nur anderen etwas aufzwingen... war ja klar
 
@FZ61: Wie wäre es mit dem 100fachen des durchschnittlichen Vermögens? Das würde mehr Sinn machen.
 
@FZ61: Das hat so noch nie funktioniert und wird - glücklicherweise auch - nie funktionieren.
Ich bin nicht vermögend (materiell/finanziell), aber warum sollten die eingeschränkt werden, die sich vielleicht tüchtig etwas aufgebaut haben, weil es andere gibt die dies nicht taten?
Ich meine damit nicht die gering-verdienende Alleinerziehende?

Hier gilt es zu differenzieren. Ein Intendant des ÖR sollte keine 250.000 €/anno "verdienen", währenddessen eine Krankenschwester mit 30.000€ abgespeist wird. Solche Ungerechtigkeiten sollten sicher beseitigt werden, aber es darf keine Deckelung stattfinden.
 
Also ich gönne es ihr. Wenn ich so viel Geld hätte, würde ich es für jeden Quatsch ausgeben - Insel, Flugzeuge usw. Ich kann doch nichts dafür, dass es Menschen gibt, die wenig haben, und dadurch, dass ich nichts habe, geht es denen auch nicht besser.
Jeden das seine / ihre. Sie darf mit dem Geld machen was sie will und wenn sie es spenden will - bitte. Die Kinder werden es ihr allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit nicht danken.
 
@divStar: "und dadurch, dass ich nichts habe, geht es denen auch nicht besser."
Das sieht sie aber anders. Sie findet anscheinend, dass es ihren potentiellen Erben ohne riesiges Geldvermögen besser geht und anderen besser, wenn sie es kräftig verteilt.
 
@feinstein: kann sie gerne so sehen - ist ja schließlich ihr Geld. Ich habe nur geschrieben wie ich es sehen würde wenn es mein Geld wäre.
 
@divStar: Genau das ist die Einstellung, die zu den Umständen führt, welche wir jetzt haben.... Teilen / Empathie etc ist nur etwas für Spinner ?
 
@skyjagger: also wenn sie will, soll sie es tun. Steht ihr frei. Solange aber der Kapitalismus herrscht, ist es eben besser wohlbetucht zu sein als es nicht zu sein. Empathie ist sicher nicht nur was für Spinner - aber davon gibt es auch mehr als eine Art.
Und ganz ehrlich: sie hätte es auch zu Lebzeiten spenden können, oder?
 
@divStar: Warum sollten es die Kinder nicht danken. Sie hatten durch das Vermögen sowieso schon einen exklusiven Start ins Leben. Und wenn sie nur halbwegs mit Anstand erzogen wurden, dann wissen sie auch, dass man am Ende nur stolz und dankbar für das sein kann, was man sich selbst erarbeitet hat.
 
@Knarzi81: ich verstehe deine Argumentation. Aber warum nur einen guten / exklusiven Start ins Leben haben wenn man mit den Geld ausgesorgt haben könnte?
 
@divStar: Die haben mit Sicherheit auch so schon ausgesorgt. Da wird garantiert zu Lebzeiten ordentlich zugesteckt. Hier ein Milliönchen, da eins und schwupp ist das Konto der Kinder ausreichend gefüllt um bis ans Ende ohne Geldsorgen leben zu können. Da braucht es keine 24 Mrd..
 
Das könnte man auch als ein Plädoyer für eine sehr sehr hohe Erbschaftssteuer bei sehr sehr hohen Vermögen verstehen. Oder auch für insgesamt sehr viel höhere Vermögenssteuern für die Superreichsten.
Die 10 reichsten Menschen der Welt verfügen nach Wikipedia über ca. 750 Milliarden US-Dollar.
Zum Vergleich: Der Haushalt der Bundesrepublik Deutschland 2020 beträgt "nur" 362 Milliarden Euro. Der der gesamten EU ca. 170 Mrd. Euro.
 
@feinstein: irgendwelche Ziffern sind falsch, wenn der Haushalt der Bundesrepublik doppelt so groß sein soll als der der gesamten EU, also inkl. BRD ;-)
 
@Drachen: ist aber jA wirklich so. Die EU ist sehr ein zahnloser Tiger. Und 170 Mrd Euro pro Jahr ist ja auch ne Menge für die EU. Muss ja erstmal finanziert werden
 
@Drachen: Die Institution EU, damit sind nicht alle Länder Europas gemeint, hat in der Tat etwa ein Budget von 170 Mrd. Euro. Dieses wird übrigens zu einem Großen Teil von den Zolleinnahmen der Mitgliedstaaten finanziert, allein Deutschland überweist jährlich gut 25 Mrd Euro an die EU, kriegt aber knapp 12 Mrd wieder zurück.
 
@feinstein: Das Beste an der Geschichte: auch die Superreichen in der USA plädieren für höhere Steuern für Superreiche.

Das Problem sind die Mittelschicht und die Armen, die jemanden wählen, der den Reichen Gutes tut.
 
Ein bisschen eigenartig ist es schon, das von der Witwe von Steve Jobs zu hören (besonders, weil sie behauptet Steve Jobs hätte das auch so gesehen), weil es das Gegenteil von Apples Geschäftspraktiken auch unter Jobs ist. Apple häuft irrsinnige Barreserven an und das auch noch außerhalb der USA, weil man keine Steuern darauf zahlen will.
Dabei wären Steuern - noch vor Spenden - der Weg, diese "gefährlichen" Geldvermögen zu reduzieren und der Allgemeinheit wieder zu zu führen.
 
@feinstein: Du meinst also wirklich, Steve Jobs Witwe hat Einfluss auf die Geschäftspraktiken der Firma Apple?
 
@ZappoB: das kommt drauf an, wie hoch ihr Aktienanteil ist und wie hoch damit ihre Stimmrechte sind. Möglich wäre es, dass sie darüber zumindest einen gewissen Einfluss hätte.
 
@ZappoB: Ich denke, dass ihr Vermögen aus den Aktien an Apple von ihrem Mann besteht. Da wird sie schon Einfluss ausüben können, wenn sie wollte.
 
@feinstein: "Ein bisschen eigenartig ist es schon, das von der Witwe von Steve Jobs zu hören (besonders, weil sie behauptet Steve Jobs hätte das auch so gesehen), weil es das Gegenteil von Apples Geschäftspraktiken auch unter Jobs ist."

Sie sprach dabei von Vermögenswerten einzelner Personen, nicht von Vermögen einer Firma.
 
@KoA: "Sie sprach dabei von Vermögenswerten einzelner Personen, nicht von Vermögen einer Firma."
Das stimmt, lässt sich aber tatsächlich schwer trennen. Schon gedanklich aber auch tatsächlich, weil die Vermögen der Superreichen auf Aktienwerten beruhen, deren Kurse natürlich auch von den Vermögenswerten des Unternehmens beeinflusst sind. Ich meine hier auch gar nicht so sehr Vermögenswerte, wie Produktionsanlagen, sondern wie im Fall Apple wirklich Barvermögen.
Bei Apple war es ja wirklich so, dass das Geld außerhalb der USA geparkt wurde, weil man in den USA keine Steuern bezahlen wollte. Das passt halt auch nicht, wenn man sich gegen soziale Ungerechtigkeiten wendet.
 
@feinstein: Nun ja, ich bin zwar auch für Steuergerechtigkeit, aber wenn ich mir beispielsweise so angucke, wie nicht zuletzt hier in Deutschland mit Steuergeldern missbräuchlich umgegangen wird, habe ich so meine Zweifel, ob man das wirklich so schlicht betrachten kann.
Wenn Großunternehmen mehr steuern zahlen würden, ist leider noch lange nicht sichergestellt, dass diese Gelder auch beim Volk ankommen. Wie oft verschwinden Steuergelder in völlig andere Kanäle, für die sie nie bestimmt waren?!
Man muss sich z.B. nur ansehen, welche Unsummen in Rüstung gesteckt werden, trotzdem die Infrastruktur immer mehr zerfällt.
Da halte ich es durchaus für besser, wenn entsprechende Gelder tatsächlich direkt in soziale Hilfe und Unterstützung investiert werden.
Ich empfehle jedem hier, sich einfach mal das gesamte Interview anzusehen, weil es ein sehr viel besseres Verständnis zu dem liefert, was Laurene Powell Jobs tatsächlich und bereits jetzt mit dem ihr zur Verfügung stehenden Geld tut, als es die stark zusammengestauchte Meldung hier zu vermitteln vermag.
Danach kann man ja immer noch Fragen stellen.
 
Lächerliche moralkeule die sie da schwingt, die nur für andere gelten soll....jeder soll machen was er will mit seiner Kohle, aber von gesellschaftlichen Verpflichtungen und sozialer Verantwortung sprechen, was erst für die anderen nach meinem Tod gelten soll.... Soll sie es doch mal vorleben - alles spenden bis auf 10mio,mehr gibt sie bis zum Ende ihres Lebens eh nicht aus - dann würde ich ihr das auch abnehmen.... So einfach nur lächerliche PR Masche...
 
@slashi: Wo ist denn die Verpflichtung her, das sie das schon jetzt und sofort zu machen, eher noch schon gemacht haben muss ? Drum prüfe wer sozial spendet, ob sich nicht nen Würdigerer findet .. gilt da wohl nicht, hau einfach wech dad Geld, egal obs nen Scharlatan und Betrüger bzw nen Fakebedarf Vorgaukelnder kriegt ?
Wie würdest du wohl abgehn, wenn ihr zurecht vorwerfbar wäre, da nicht weise und gut geprüft zu haben, sondern lockerflockig an z.B. nen Drogen handelndem Mafiaboss mal eben ne ganze Million zu verabreichen ? Hauptsache sie entspricht deiner komischen Erwartungshaltung, das sie gefälligst schon jetzt kaum noch mehr Geld als xx zu haben hat ?
 
@DerTigga: mir geht's nicht darum was sie wann wie mit dem Geld macht... Nur darum, wie unglaubwürdig ihre angepriesene tat durch ihr eigenes Handeln ist... Sie will spenden und die Absichten sind ja auch ehrbar, aber dann mit Sternchen dran....meine frage: wieso gilt das gesagte erst nach ihrem tot? Das hat doch jetzt schon Gültigkeit - nur würde sie damit auch auf sich selber zeigen müssen... Also lieber alles nach mir...
 
@slashi: wie ein Stück weiter unten grade schonmal beschrieben: zumindest für mich und mein Lesen gibt der Newstext nicht eindeutig her, das sie sich festgelegt hat auf ein: erst nach meinem Ableben vererbe bzw spende ich etwas, nicht schon vorher bzw zu Lebzeiten.
 
@slashi: PR Masche für was?
 
@alh6666: Bärenfalle für Sozialkompetenzfaker. Danach wird sie genauer wissen, wer sie nur abzocken will bzw. würde.
 
"Es ist nicht richtig, dass Einzel­personen eine riesige Menge an Reich­tum an­häu­fen"
Aber falls man es doch gemacht hat, spricht offenbar nichts dagegen bis zu dem eigenen Tod ein grenzenlos luxuriöses Leben zu führen statt das "Problem" sofort zu beheben? Mal wieder eine, die Wasser predigt aber Wein säuft...
 
@Link: nicht jeder (egal ob Einzelperson oder Verein, Institution, xyz) war, ist und wird so sozial bleiben, wie bisher, wenn (plötzlich) nen größeren Betrag Geld von ihr erhalten würde, da sollte man schon genau prüfen. Das kostet viel viel Zeit und oftmals Geld. Und bringt sicher auch so manche Umentscheidung / wieder verwerfen bzw Neufokussierung mit sich.
Solange will und muss sie scheints auch ihre momentane Reichheit aufrecht erhalten, eben um keine dicken Fehler bzw Perlen vor die Säue zu schmeißen zu begehen, völlig logisch, wie ich finde..
 
@DerTigga: dann hätte Sie eben gesagt "In 10 Jahren spende ich alles".
Das sollte genug Zeit sein. Oder eben über die komplette Zeit bis zu meinem Tod.
So sieht es jetzt aber einfach nur noch nach einem schönen Leben aus.
 
@Mixermachine: genau das ist das schwierige daran: sagt sie (laut dem hier geposteten Newstext) tatsächlich so klar: ich werde vor meinem Ableben (so gut wie) nix vererben / spenden, erst danach, aus ?
Habe grade nochmal gelesen und ich finde es nachwievor gut diskutabel, ob sie .. oder ob nicht hat.
 
wäre so in de nicht möglich...da steht den erben ein pflichtteil zu...
 
@Rulf: Kommt drauf an. Wenn Sie das Geld vorher in Stiftungen legt, klappt das schon.
 
Find ich ganz gut den Ansatz. Für eine wahrhaftige Chancengleichheit darf es kein extremes Gefälle bei den Kindern geben. Wenn jemand einen enormen Haufen erbt (oder in Aussicht hat), kann der schon mit minimalstem Verstand deutlich erfolgreicher (finanziell) werden, als die meisten Kinder aus armen Familien, die deutlich intelligenter und engagierter sind.

Einerseits möchte man als Elternteil den Kindern ein bestmögliches Leben bieten und das selbst erarbeitete nicht einfach verlieren, sondern den Kinder. geben...auf der anderen Seite ist das der Grund, warum sich Fürstentümer usw. gebildet haben. Oder eben auch unsere heutige "Elite". Man könnte auch darüber nachdenken eine Erbschaft zu deckeln, aber damit wird wieder stark in die persönlichen Rechte eingegriffen und wer will schon das genaue Maß definieren können, was noch in Ordnung ist?

Ich finds gut dass sie es spenden will, ich kann aber auch sehr gut nachvollziehen, warum sie nicht alles sofort los wird und wenn die Kinder dann auch "nur" eine Millionen erben. Immerhin hat Steve Jobs (mit der Rückendeckung seiner Familie) es geschafft ein Multimillarden-USD Unternehmen zu gründen, an dem viele Tausende Menschen ihr täglich Brot verdienen. (Um den Satz zu vereinfachen, hab ich darauf verzichtet jede Einzelperson zu nennen, die an dem Erfolg beteiligt war. dass es SJ nicht alleine war, ist auch klar.)
 
@bigspid: nunja, "Eingriff in persönliche Rechte" ist so eine Sache - die Rechte der Gesellschaft stehen doch i.d.R. sowieso höher. Ab wann werden persönliche Rechte beschnitten, fängt es streng genommen nicht schon mit beliebigen Gesetzen und gesellschaftlichen Normen an?

Wenn Jemandes persönliche Rechte Vorrang erhalten, stehen immer die persönlichen Rechte Anderer zurück und die der Gemeinschaft/Gesellschaft ebenfalls - das läuft immer auf absolute Diktatur hinaus.
 
Mein Kommentar ist nur ein Wort "Respekt"
 
Deutschland und ihre Neidkultur....gönnen anderen nicht mal den Dreck unterm Fingernagel.
Passt perfekt auch gerade um die Diskussion um die Beleidigungen von Dietmar Hopp. Da engagiert sich ein reicher Mann in vielen sozialen Projekten und tut was für die Gesellschaft und was machen einige wenige......beleidigen wo es nur geht.
 
@Seth6699: Die Kommentatoren denken die Ideen nur konsequent zuende. Und dabei kommt die Frau dann viel schlechter weg, als man im ersten Augenblick denken mag.
 
@kritisch_user: konsequent ist aber nicht zwingend realitätsnah. Eben die Distanz zwischen Theorie und Praxis ;-)
 
@DerTigga: Ja, die Realität ist dann eben, dass die Frau ihren Reichtum scheinbar nicht loslassen kann und für ihr eigenes Gewissen und ihr soziales Ansehen mal solche Aussagen tätigt. Das ist auch Praxis.
 
@kritisch_user: nee, das ist nicht Realität, sondern Wunschdenken und darauf basierend: Unterstellung.
 
pfff, wenn sie das anhäufen von Vermögen so gefährlich hält, warum spendet sie nicht jetzt alles was sie hat?
 
@Marrurk: Wie würdest du das anstellen? Einfach zu Unicef gehn, denen alles geben und zuschauen, wie sich die Oberen von denm Laden erstmal schicke Autos raus lassen? Oder googeln und auf 10 Organisationen aufteilen, je nach dem wer höher gelistet ist bei Google?!

So eine Menge Geld "los zu werden" dauert eine ganze Weile. Auch wenn mir persönlich 50€ nicht weh tun, werd ich die ganz sicher nicht irgend einem unseriösen Verein zukommen lassen...oder einem der für Werte einsteht, die ich nicht vertrete.
 
@bigspid: Und sie braucht jetzt viele Jahre um hilfsbedürftige Menschen zu finden? Klingt auch nicht gerade glaubwürdig, finde ich.
 
@kritisch_user: Nochmal, es geht um 24 Milliarden Dollar...selbst wenn sie jeden Tag eine Millionen an einen anderen Verein spendet (mit vorheriger Prüfung, evtl. einem Besuch oder Telefonat vorher), ist sie trotzdem 24.000 Tage beschäftigt, oder auch 65 Jahre! Dass sie jetzt "ein paar Jahre" braucht, um Abnehmer zu finden, ist nicht abwegig. Bill und Melinda Gates haben sich das seit vielen Jahren zum Hauptjob gemacht mit ihrer Stiftung.
 
@bigspid: Es gibt doch genug Baustellen in den USA.

24 MRD können da auch mal ganz schnell vergriffen sein.

Fangen wir mal bei zB den Obdachlosenzentren an und hören irgendwo in den Slums auf.
In Amerika ist es ja wirklich so: hast Du nichts, hast Du Pech gehabt. Hier in DE bekommen sogar die Menschen später mal sowas wie Rente, obwohl die nicht einen Cent Beitrag geleistet haben. In Amerika gibt es das nicht. Da ist es so, hast Du nichts an die Seite gelegt, lebst Du im schlimmsten Falle auf die Straße.

Die Liste ist leider elend lang.
Da hat die gute Dame jetzt genug Zeit, sich mal schlau zu machen, wie das in Queens, Harlem, Brooklyn usw läuft.

Sie lebt ja eher abseits von den ganzen Elendsvierteln. So viel bekommt sie ja da auch nicht gerade mit.
 
@oOTrAnCe4LiFeOo: Ja genau das macht sie jetzt: Sie macht sich schlau wie das Geld angelegt werden soll und wohin es gespendet wird. Sie kann aber nicht von heut auf morgen das Geld _sinnvoll_ los werden. Was bringt es einer Tafel 1Mrd Dollar zu spenden, wenn die auf 1-2 Mio pro Jahr ausgelegt sind? Das führt nzr dazu, dass das Geld dann bei der Tafel liegt und die erstmal Strukturen aufbauen müssen, das Essen unter die Leute zu bringen.

Vielleicht macht es ja auch am meisten Sinn Sozialwohnungen aufzubauen in bestimmten Regionen? Dann müssen aber erst Grundstücke gekauft werden, die Gebäude geplant und Aufträge gestellt werden.

Mein Punkt ist: das Geld sinnvoll los zu werden kostet Zeit. Sinnlos lässt sich das natürlich viel schneller verpulvern. Der ein oder andere CEO einer Hilfsorgsnisation kann sicher auch einen Ferrari gebrauchen...
 
@bigspid: das Geld zu einer Treuhand Gesellschaft transferieren, die dann das geld rausgeben nach bestimmten Kriterien an Hilfebedürftigen Menschen, Vereinen oder sonstiges.
 
@Marrurk: Und welcher? Ich würd garantiert nicht 24 Mrd an eine zufällige Gesellschaft übergeben, aus genau den gleichen Gründen und Problemen.
 
@bigspid: wenn man 24 Mrd hat, gründet man halt eine. Das sollte jedenfalls das kleinste Problem sein
 
@Marrurk: Du weichst den Fragen immer weiter aus. Erst soll sie alles los werden, dann eben nem Treuhänder geben, dann einen gründen usw....vielleicht macht sie ja genau das? Aber alle Schritte kosten Zeit und so eine Menge Geld korrumpiert fast jeden Menschen! Es braucht einfach etwas Zeit, die Menge los zu werden. So einfach "gründe mal n Treuhänder, stelle Leute dafür ein die das gewissenhaft machen" ist es leider nicht. Was meinst du wieviele Geier versuchen über so eine Gesellschaft an das Geld zu kommen...
 
@bigspid: es wird doch wohl ne Möglichkeit geben das Geld zu spenden bzw los zu werden, bevor die gute Dame stirbt.
Alles andere wäre nur geheuchelt. Sie sagt, niemand sollte Vermögen anhäufen, sagt aber sie spendet ihr geld erst wenn sie gestorben ist. Das sagt doch aus "Ich will zwar was gutes tun, aber ich will mein geld doch behalten, also bekommt ihr es erst wenn ich es nicht mehr brauche" sorry, aber das ich heucheln auf ganz hohem Niveau.
Bill Gates und Miranda Gate haben z.B. die Bill&Miranda Gates Stiftung gegründet um mit ihrem Vermögen gute Dinge zu tun, z.B. Polio auszurotten. Gibt ne gute Doku auf Netflix zu dem Thema.
 
@Marrurk: Also wie z. B. das "Emerson Collective"?
Würde dir empfehlen, dich ein bisschen über die Dame und ihre Aktivitäten zu informieren bevor du so mies über sie herziehst.

Dazu sind Wertpapiere sehr schwierig auf einmal loszuwerden ohne Schwankungen/Probleme zu verursachen und der Löwenanteil des "kalkulierten" Vermögens besteht nun mal aus Disney Aktien.
 
aber schon krass... 24 Mrd. und immer noch Platz 35??? wtf. da fragt man sich doch ob an Platz 100 oder 200 immer noch ein Milliardär steht... ey ohne Worte
 
So viel Vererben findet sie nicht toll, dass Steve Jobs es ihr vererbt hat war aber OK, sie nutzt es gerne noch bis zu ihrem Tod weiter?!
 
@DRMfan^^: Du hast das Konzept einer Ehe auch nicht verstanden, oder? ;)
 
@bigspid: Das Konzept Ehe - du meinst Lieben und Ehren BIS ZUM TOD?
 
@DRMfan^^: Eher der Teil, dass jeglich hinzugewonnen Werte innerhalb der Ehe auch zu gleichen Teilen beiden Partnern zustehen ;) Sie hat das Geld nicht von ihrem Man. Geerbt: Es ist ihr Geld. Es gibt einfach keinen Mitbesitzer mehr von diesem Vermögen. Ob da aber evtl. ein Ehevertrag vorliegt, der das anders regelt, kann ich natürlich nicht sagen^^
 
@bigspid: Das stimmt ja so auch nicht. Das hinzugekommene gehörte beiden, also zur Hälfte ihr (auch wenn sie dazu wahrscheinlich nicht nennenswert beigetragen hat). Von der anderen Hälfte geht ja mindestens Pflichtteil der Kinder ab und der Rest davon ist dann schon geerbt.
 
Die Frau will Milliarden spenden und trotzdem fällt vielen nicht mehr dazu ein als zu nörgeln. Typisch deutsch.
 
@alh6666: Kommt immer darauf an was der Steve so im Testament verfasst hat.
Sie ist, wenn die Kinder das Erbe des Vaters nie ausgeschlagen haben, keine Alleinerbin.
Wenn sie im Schuhkarton und Grab ohne Namen beerdigt werden will, keine große Sache.

Bis dahin verprasst sie seine Kohle beim Shoppen und nicht ihre.
Das tut deine Holde ebenfalls.
 
@Nibelungen: "Bis dahin verprasst sie seine Kohle beim Shoppen und nicht ihre."

Hättest Du das Interview gelesen, hättest Du eigentlich keinen Grund, derartigen Unfug zu behaupten.
 
Gerade hat es angefangen, das heftige Propellern in Steves Grab.
Merkwürdig
 
@Nibelungen: du solltest um diese Uhrzeit ganz eindeutig besser im Bett als hier herumträumen ..
 
Oha, oha, was gibt es denn doch viele Neider. Jeder, der sich über jemanden mit viel Geld (und dazu noch selbst erwirtschaftet) aufregt ist doch nur neidisch. Ob die Frau von Bill Gates oder Steve Jobs usw.. es verdient oder nicht, habe ich und auch andere Außenstehende nicht zu beurteilen. Hier sind einige Meinungen, welche mich als echten Demokraten an eine gefährliche Zeit erinnern. Das Einzige, was ich in unserem Lande ankreide ist der Umgang mit den Steuern seitens der Politik. Wer also viel Geld verdient und hat, muss eben auch mehr Steuern bezahlen. Dieser Grundsatz wird leider von einigen Firmen (und auch entsprechenden, wohlhabenden Familien) mit allen Möglichkeiten beschnitten und die Regierung greift nicht entsprechend durch. Aber jetzt einfach jemanden, weil er eben viel Geld hat, anzugreifen oder zu diskriminieren ist auch falsch. Ich werde nicht mehr Millionär o. ä. aber kann ganz gut leben und bin zufrieden und brauche deshalb auch keine neidischen Seitenblicke auf andere Personen mit mehr Geld.
 
Wenn man sich so ihre Lebensgeschichte und vor allem beruflichen Wege ansieht, ist das nachvollziehbar und find ich gut.
Bereits mit Emerson Collective ging sie Anfang der 2000er in die entsprechende Richtung für das Allgemeinwohl.
Terravera Mitbegründung spricht auch ins Positive und zuletzt mit dem XQ Project für Schulen.
Finde es gut, dass sie da nach den Wegen sucht und drücke die Daumen sie findet weitere sinnhafte Investitionen.
Leider werden ja auch damit immer wieder Gelder von anderen unterschlagen und für anderes verwendet.
Zudem hoffe ich doch, dass sie nicht alles restlos dann nur für andere verwendet und die Kinder nicht komplett leer ausgehen, eine gewisse Absicherung hat noch niemandem geschadet.
 
Davon kann man nur tief beeindruckt sein. Eine unglaubliche Entscheidung! Solche Menschen gibt es leider nur sehr selten.
 
Ich kennne das Testament von Steve Jobs nicht, aber ich gehe doch mal davon aus, dass seine Frau nicht das gesamte Vermögen geerbt hat, sondern seine Kinder auch einen Teil abbekommen haben. Oder war die Beziehung zu seinen Kindern so schlecht?
 
Man könnte auch mit dem Geld dafür sorgen, dass die Mitarbeiter die in den Fabriken in China Apple Produkte herstellen gut bezahlt werden, und nicht die Arbeit an, wenn überhaupt unterbezahlte Praktikanten, abdrücken!
 
Denkt denn hier keiner an die Kinder? xD
 
@chris193: Die sollen selber für ihr Geld hart arbeiten gehen und nicht alles in den Allerwertesten gesteckt bekommen. ;)
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