Die Section Control in Niedersachsen darf wieder in Betrieb gehen

Die so genannte Section Control bzw. das Streckenradar ist in Ländern wie Österreich schon lange etwas Alltägliches, in Deutschland ist das Thema Mittelpunkt von Debatten und gerichtlichen Auseinandersetzungen. Letzteres wurde nun vorerst ... mehr... Radar, blitzer, Geschwindigkeitskontrolle Bildquelle: Pixabay Radar, blitzer, Geschwindigkeitskontrolle Radar, blitzer, Geschwindigkeitskontrolle Pixabay

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Wenn ein Abgleich der beiden Messpunkte möglich ist, dann kann der Datensatz nicht anonym sein. höchstens pseudonym.
 
@DRMfan^^: Es geht darum, dass die "Insassen" nicht erkenntlich sein dürfen. Nun frag ich mich aber, wird man dann nach der "Section" geblitzt? Oder kann ich als Halter sagen "ich war aber gar nicht der Fahrer"?
 
@bear7: Soweit ich weiß haftet in Deutschland der Halter, wenn er den Fahrer nicht benennt/ benennen kann. Evtl mit ausnahme als gestohlen gemeldeter Fahrzeuge.
 
@DRMfan^^: So sieht es aus, bis hin zum Führen eines Fahrtenbuches.
 
@DRMfan^^: nicht ganz richtig, der Halter muss nicht haften, es gilt Fahrerverantwortung. Er bekommt aber natürlich den Brief und ist dann dazu angehalten anzugeben wer gefahren ist. Wenn der Fahrer nicht zu identifizieren ist wird das Verfahren einfach eingestellt. Wenn das allerdings häufiger passiert kann die Behörde dem Halter ein Fahrtenbuch aufdrücken.
 
@jakaZ: genau was ich schreibe...

aber naja
 
@bear7: die DRMfan schon sagte, der Halter ist da in der Pflicht, wenn er sagt, er weiß nicht, wer gefahren ist, ist er seinen Pflichten nicht nachgekommen und bekommt dann ziemlich schnell ein Fahrtenbuch auferlegt, das er führen muss. Solche Sachen werden dann auch kontrolliert und das ist echt lästig. Es ist erstaunlich, wie viele Halter sich dann plötzlich wieder erinnern, wer am Steuer saß.
 
@FatEric: er weiß es nicht ist gelogen.
er darf lediglich sagen dass er sich und seine direkten verwandten nicht bei einer "Verurteilung" unterstützt.
 
Angeblich soll die Streckenüberwachung ja fair sein. Aber wenn man mal kurz über die erlaubte Geschwindigkeit hinauskommt, etwa beim Überholen eines langsameren Fahrzeugs (z.B. Traktor), kann es schon knapp werden, mit dem Knöllchen. Wenn der erwähnte Traktor z.B. 35km/H fährt, wo man 50 fahren darf, z.B. auf einer 2 Kilometerstrecke, dann kann man ihn ja schlecht nur mit 15km/H mehr überholen, da das ja eine längere Prozedur wäre. Also beschleunigt man auf 60-65km/H und dann blitzt es am Ende der Strecke. Da werden sich vor allem Motorradfahrer "freuen". Na ja, - es heißt ja auch, dass die Höchstgeschwindigkeit NIE überschritten werden darf.
 
@ttoG: da ist dermaßen viel toleranz im messsystem, das dein "überholvorgang" gar nicht ins gewicht fällt!
 
@ttoG: Ja aber genau da passiert ja bei der Sectioncontrol ja nichts mehr.
 
@FatEric: Das System errechnet den Mittelwert der Geschwindigkeit (schnell mal Bremsen ist ja dann nicht mehr). Wenn man aber eben mal einen Trecker mit 120 überholt auf 50 Metern, wird das den Mittelwert ja nur um einen geringen Wert anheben (z.B. 105 km/h) und hier wird sicherlich eine Toleranz in der Messung eingebaut sein (z.B. 110km/h)
 
Grad mal die Strecke in Google Maps angeguckt. 100km/h sind wohl ein Witz und dient rein der Abzocke. Der Abschnitt ist relativ gerade, autobahnähnlich, zweispurig und baulich getrennt. 120 gehen locker, eher sogar ohne Geschwindigkeitslimit.
 
@Memfis: ist das nicht immer so?
Wieviele Blitzer stehen denn neben Kindergärten und Schulen, wieviele Blitzer stehen in Anwohnerbereiche???

Nein, die Blitzer werden am Ortsausgang aufgestellt, da wo man sich denkt, jetzt kann man endlich mal fahren *BLITZ*
 
@bear7: Das ist richtig, aber genau das würde ja bei einer Sectioncontrol nicht mehr passieren.
 
@FatEric: natürlich würde es das. Als ob die Section Control vor einer Schule oder in Wohngebieten zum Einsatz kommen würde.

Die wird nur außerorts, auf Landstraßen und Autobahnen angewendet werden. Wie Memfis schon schrieb: dort wo man keine Gefahr mehr darstellt und eigentlich mal drauf treten könnte, ohne jemanden zu gefährden.

Meine Arbeit ist gegenüber einer Schule (Grundschule + Gynmasium, 30 Zone). 1x pro Jahr stehen sie am Ende der Straße mit der Laserpistole... EIN MAL! Aber an der Ausfallstraße ein paar Hundert meter weiter, stehen sie jede Woche.
 
@Speggn: Unfälle werden meistens von Leuten gebaut, die der Meinung sind, dass sie mit ihrem Verhalten niemand gefährden können.
 
@Memfis: Also dafür das die Strecke gerade ist und du 120 forderst passieren da aber ganz schön viele Unfälle so auf eine geraden Strecke mit 100. Nur mal so zum Thema abzocke das ist es eben nicht überall und ab und an macht es auch sinn.
 
@Odi waN: Tja, dann können die Leute in der Region offenbar nicht mit ihren Fahrzeugen umgehen. Für mich ist (aus der Luft) nicht ersichtlich, was diese Strecke so unfallträchtig macht, wenn es denn wahr ist.
 
@Memfis: https://www.google.com/search?q=unfal+b6+laatzen&rlz=1C1GCEU_deDE822DE822&oq=unfal+b6+laatzen&aqs=chrome..69i57j0.3561j0j8&sourceid=chrome&ie=UTF-8

Gibt sicherlich noch mehr und ob immer die Geschwindigkeit die Ursache ist weiß ich auch nicht aber es ist meist DIE Ursache.
 
@Memfis: Lärmschutz, Umweltschutz, schlechter Fahrbahnbelag oder andere äußere Umstände auch beachtet? Es wird deutlich auf das Tempolimit hingewiesen. Manchmal habe ich schon das gefühl, dass sich hier viele bevormundet fühlen, wenn sie nicht schneller fahren sollen, als sie gerne wollen.
 
@FatEric: Hör mir mit Lärm- und Umweltschutz auf. Wer an eine Straße zieht, darf sich nicht beschweren, wenn dort auch Fahrzeuge dran vorbei fahren. Wer Ruhe will, soll aufs Land ziehen.
 
@Memfis: Und wer aufs Land zieht, darf sich nicht beschweren, dass Autofahren so teuer ist oder dass der ÖPNV so doof ist oder dass er wegen Umweltschutz kein Auto mehr fahren darf. Oder was?
 
@eshloraque: Über die Vor- und Nachteile einer Wohngegend informiert man sich in der Regel vorher. Aber hinziehen und dann rumnölen ist einfach assig.
 
@Memfis: ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Menschen, die an einer Autobahn mit Lärmschutz-Tempolimit wohnen, nicht gerade die große Auswahl haben.
 
@FatEric: Spricht alles dafür: die Diskussionen um generelles Tempolimit, spezialisierte Anwaltskanzleien nur für Geschwindigkeitsverstöße, die Bezeichnung von Blitzern als "Abzocke", das Rot bei den Forenbeiträgen.
 
@Memfis: Ich kenne die Strecke. Leider passieren dort immer wieder sehr schwere Unfälle. Daher ist die Geschwindigkeitsbegrenzung dort angebracht. Unter anderem sind die Fahrstreifen schmaler, als auf Autobahnen. Zusätzlich herrscht dort oft eine hohe Verkehsdichte.
 
@Memfis: ist das nicht immer so?
Wieviele Blitzer stehen denn neben Kindergärten und Schulen, wieviele Blitzer stehen in Anwohnerbereiche???

Nein, die Blitzer werden am Ortsausgang aufgestellt, da wo man sich denkt, jetzt kann man endlich mal fahren *BLITZ*
 
Na ist doch schön mal wieder zu sehen wie es halt wirklich läuft. Wenn etwas mit dem Datenschutz nicht vereinbar ist wird hier und da an dem einen oder anderen Gesetz etwas rumgeschraubt und schon passt es wieder.

Hier geht es zwar nur um Geschwindigkeitsmessung. Aber wenn man jetzt mal so die Entwicklungen über längere Zeit anschaut... Wer dann noch glaubt wir landen in spätestens zehn Jahren nicht in einem totalen Überwachungsstaat, vielleicht sogar doch noch mit einem Bewertungssystem usw. landen, der hat wirklich geschlafen und nicht verstanden wie das alles funktioniert.
 
@Tomarr: Was ist die Alternative? Geschwindigkeitskontrollen komplett abschaffen?
 
@FatEric: Wie hat man das bisher nur geschafft?

Was mich immer nervt sind solche Typen die wirklich glauben dass solche neuen Systeme auch nur für das genutzt werden für das sie angepriesen werden. Wie blauäugig kann man nur sein? Hier noch ein paar Gesetze angepasst und da noch was geändert und schon wird dein komplettes Verhalten überwacht.

Nehmen wir mal als Beispiel unser Mautsystem. Eigentlich sollte es nur überwachen ob LKWs auch Maut bezahlt haben oder halt nicht. Aber es wurden schon einige LKW-Fahrer angeschrieben wo mit dem System halt festgehalten wurde dass sie die Lenkzeit überschritten haben. Mag zwar auch einer Kontrolle wert sein, aber dafür wurde das System halt nicht aufgebaut und der Bevölkerung auch nicht so verkauft. Sprich das System wird schon wieder für etwas Missbraucht was gar nicht sein dürfte. Eigentlich sollte das System nur Nummernschild erfassen, Maut bezahlt, Nummernschild wieder löschen. Mal davon abgesehen dass das System einen Fahrerwechsel ja nicht erkennen kann. Also sinnloser Missbrauch auch noch.
 
@Tomarr: Das stationäre System hat den Nachteil nur einen Messpunkt zu haben. Es wird also am Blitzer abgebremst und sonst schneller gefahren. Ich habe mich schon häufiger gefragt warum nicht bei manchen Strecken, ein zweiter Messpunkt aufgestellt wird.
 
@FatEric: Na sicher und darauf hoffen das sich alle an die Regeln halten. ;) Zumal das System in anderen Ländern schon standard ist nur eben in Deutschland wird wieder das Faß aufgerissen.
 
@Tomarr: Ich verstehe die ganze Aufregung der Datenschützer nicht. Ich hatte die Möglichkeit, Teile des Datenschutzkonzeptes einzusehen. Bei der Einfahrt in den Messbereich werden nur Aufnahmen vom Heck des Fahrzeugs gemacht. Das sind keine personenbezogenen Daten, sondern nur mittelbar personenbeziehbare Daten. Wenn man sich vor Augen hält, wieviele Fahrzeuge auf Firmen oder sonstige Personen zugelassen sind, wird einem schnell klar, dass es ein nicht unerheblicher Aufwand ist, den tatsächlichen Fahrer zu ermitteln. Aus der Heckaufnahme wird das Kennzeichen ausgelesen und verschlüsselt mit Daten zur Uhrzeit und Fahrzeugart zur Gegenstelle an der Ausfahrt übermittelt. Danach werden an der Einfahrt alle Daten gelöscht. Bei der Ausfahrt aus dem Messbereich wird wieder erst nur ein Heckfoto erstellt, aus dem wieder das Kennzeichen ermittelt wird. Nun werden die Daten verglichen. War das Fahrzeug nicht zu schnell, werden auch hier an dieser Stelle die Daten gelöscht. Das bedeutet, es wurden bisher keine echten personenbezogenen Daten erhoben. Erst wenn festgestellt wird, dass das Fahrzeug zu schnell war, wird an dieser Stelle ein Frontfoto erstellt und zum ersten Mal werden direkt personenbezogene Daten erhoben. Diese werden dann zur weiteren Verwendung gespeichert. Von jedem, der sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten hat, existieren zu diesem Zeitpunkt keinerlei Daten mehr.
Wer sein Smartphone mit Google Maps als Navi benutzt, gibt wesentlich mehr Daten von sich preis und hier gibt es kein so strenges Datenschutzkonzept.
Wenn überall so sicher mit unseren Daten umgegangen werden würde, wie bei Section Control, wäre ich froh.
 
@HansMeise: Na auch du wirst noch merken das es irgendwann noch weiter geht. Das ist ja dder Trick dabei. Erst wird die Freiheit eingeschränkt um den Terrorismus vorzubeugen. Dann geht es weiter gegen die Pösen Raser. Und wenn man schon so ein System hat kannm an es ja wiederum für die Terrorbekämpfung erweitern. Das geht son bisschen schleichend und abwechseln, aber irgendwann ist halt nichts mehr da.
 
@HansMeise: Ein kleines Software Update vom BND, und schon ist alles schönreden für die Katz.

Solange die Software darin nicht open Source ist, und kontinuierlich vom Bürger ausgelesen und überprüft werden kann, besteht keine Sicherheit gegen Missbrauch durch den Staat.

Es reicht das das System technisch in der Lage dazu ist. Alles andere, Regel, Verbote kann man nicht ernst nehmen.

Das ich Deutschland bei dieser Verlogenheit in einer Linie mit China, Russland, und den USA sehe, ist eigentlich traurig.

Aber betrug am Bürger, das können sie gut. Und einem Scheiße als Gold zu verkaufen, an naive Menschen die glauben, das sich der Staat an seine selbst auferlegten Regel und Konzepte hält, machen das möglich...
 
@HansMeise: "War das Fahrzeug nicht zu schnell, werden auch hier an dieser Stelle die Daten gelöscht."
Das mag bei deiner Einsicht in das Datenschutzkonzept noch so gewesen sein und kann sich bereits am nächsten Tag geändert haben, was mich bei den ständigen Wünschen diverser Behörden nach mehr Überwachungsmöglichkeiten nicht wundern wurde. Es gibt keinen einzigen Staat auf diesem Planeten, dem ich vertrauen könnte, dass er diese Daten nicht missbraucht und deswegen bin ich absolut gegen diese Art der Geschwindigkeitsüberwachung, auch wenn ich sie für wesentlich sinnvoller halte als die übliche, die nur an einem Punkt stattfindet.
 
Die Verwendung von SectionsControl ist aber auch erst nach der Änderung des Polizeigesetzes in Niedersachsen möglich geworden. Ich nenne das mal nachträgliche gesetzliche Rechtfertigung. Wenn durch solche Vorgehensweisen Regelungen, die den Bürger vor überbordener Überwachung und Kontrolle schützen sollen, so ausgehebelt werden können, kann einem schon Angst und Bange werden. In mir kommt da ein ganz mieses Gefühl auf. Schon zu Zeiten der Nazis wurde die Polizei für die Zwecke der Unterdrückung und Verfolgung von Regierungsgegnern missbraucht. So eine Zeit will ich nicht erleben.
 
Wenn man nicht dauerndzu Angst haben müsst, dass die Leute aus purem "für mich ist es ok Geschwindigkeitsbegrenzungen zu missachten"-Egoismus irgendwelche Argumente aus dem Hut zaubern, könnte man sich ja ordentlich mit den Argumenten auseinander setzen.

Ist ja wie mit den Grünen, die immer ein gefährdetes Tier im Petto haben, wenn es darum geht, dass man ein Bauvorhaben nicht mag.
 
@eshloraque: Man muss da vielleicht auch ein wenig differenzieren. Es gibt ja einmal die Raser die grundsätzlich meinen Geschwindigkeitsbegränzung gilt nicht und dann gibt es halt diejenigen die nicht nur aufs Tacho starren, sondern auch mal auf die Straße schauen und gegebenfalls mit dem Verkehr mitfließen. Und wenn der Vordermann zu schnell ist passt man sich da ganz automatisch schnell mit an. Wem ist das noch nie passsiert? Ich glaube da gibt es keinen der dann auf einmal merkt "Ups is ja zu schnell". Also zumindest keinen der auch Auto fährt.

Im übrigen sehe ich da eben halt auch das Problem dass unsere Gesetze ja einen Sinn haben. Auch das Datenschutzgesetz kommt ja nicht von ungefähr, das Polizeigesetz hat seinen Sinn und so weiter. Und das ganz normale Kontrollieren per Blitzer hat auch immer gut funktioniert. Klar, Blitzer ist eine Momentaufnahme. Aber wie ist es denn jetzt? Wenn du 75 fährst statt 50 musst du die andere Hälfte 25 fahren um nicht geblitzt zu werden? Das ist ja auch quatsch. Sprich wenn man schon falsch in den Anfang rein gefahren ist blitzt es am anderen Ende so oder so, und das obwohl du dein Tempo eventuell korrigiert hast. Es blitzt halt nur später.

Und wenn die Gesetze halt nun angepasst werden können, und das auch noch relativ schnell wie ich finde, wie es der Regierung und der Polizei gerade passt, dann haben wir ganz schnell ein Problem in Deutschland. Weil was sollte sie daran hindern irgendwann ein Gesetz zu entwerfen anhand dieser Daten Bewegungsprofile oder ähnliches zu erstellen. Frei nach dem Motto, oh in der gegend wurde vielleicht ein Kind entführt, lasst uns mal vorsichtshalber auf dauerspeichern umschalten. Später wenn die Bevölkerung sich daran gewöhnt hat dann eben halt aus immer geringeren Gründen, zum Beispiel weil man ja auf Dauersuche nach Terroristen ist, und schon haben wir die totale Überwachung. Das geht schneller als man denken mag.
 
@Tomarr: Deine ersten beiden Absätze zeigen genau das Problem. Es ist ok für mich, die Geschwindigkeit zu überschreiten, weil der vor mir tut es auch. Es ist ok für mich 25 km/h zu schnell zu fahren für eine Minute.

Und da könnte man jetzt an dem ganzen Überwachungsmist drehen was man will, der Autofahrer ist erst zufrieden, wenn er nicht mehr geblitzt wird. Natürlich ist es ein valides Problem und muss ordentlich geregelt werden, dadurch, dass eine andere Motivation als Datenschutz dahinter steht, ist keine Lösung auf Sachebene möglich.
 
@eshloraque: Wo habe ich denn geschrieben das es OK ist? Ich habe geschrieben das es jedem mal passiert wenn er Auto fährt. Mit OK oder nicht OK hat das gar nichts zu tun. Das war erstmal absolut Wertneutral.
 
@Tomarr: Vielleicht hab ich zu viel rein interpretiert. Und ich will natürlich nicht sagen, dass du es ok findest.
Ich stell mir aber die Fragen:
Warum fließt ein Verkehr mit 60 statt mit 50? Warum kriegt jemand mit, dass es Section Control gibt, aber nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung?

Natürlich kann mal was passieren, wir sind alle nicht unfehlbar. Aber es ist ja eher so, dass eher alle es machen. Fast jeder kennt den Satz: "10 drüber geht noch". Im Stadtverkehr, wenn jeder 50 fahren würde, würde es echt schwer fallen 60 zu fahren. Und wenn jemand außerorts für eine Minute zu 50% über dem Limit liegt, ist entweder keiner unterwegs und man hätte Zeit auf den Tacho zu schauen oder alle anderen fahren ähnlich schnell.
 
@eshloraque: Dafür gibt es verschiedene Gründe. Also nur um es mal fest zu halten, ich fahre mindestens genau so oft zu langsam. Und da ist halt das Problem. Man wird am wenigsten genau die richtige Geschwindigkeit treffen. Und wenn man halt so den Gaspedaldruck getroffen hat mit dem man 50 fährt ist ja alles OK. Aber dann gehts mal bergauf, mal bergab. Oder was ganz schlimm ist, wenn sich am Straßenrand nichts befindet wo man seine Geschwindigkeit schätzen kann. Und das passiert ja sogar Profis die viel fahren. Zum Beispiel bei mir am Ortseingang. Du rechnest gar nicht damit dass das schon Ortsgeschwindigkeit ist. Selbst der Busfahrer fährt hier ab und zu mit 80 rein und merkt erst später das er zu schnell ist.

Mit dem Tacho ist es halt so eine Sache. Man schaut nur bewusst drauf. Nicht so wie bei den Außenspiegeln wo man gar nicht merkt wie oft man rein schaut. Vieles beim Autofahren läuft halt automatisch ab. Und das ist auch gut so. Wenn man alles bewusst im Auto machen müsste könnte man gar nicht unfallfrei fahren. Aber dieser Autmatismus führt halt auch dazu das man eben halt mehr nach Gefühl als nach Tacho fährt, und wie schon erwähnt, da sich die Bezugspunkte am Straßenrand ändern ist das oftmals nicht immer richtig einzuschätzen.

Aber ich kann dir durchaus auch Gegenbeispiele nennen, zumindest von mir. Als ich noch in Schenefeld bei Hamburg wohnte habe ich mich immer gewundert das mich so viele überholen wenn ich zum Bauhaus und zurück fuhr. Ich hatte schon zwei Jahre da gewohnt bis ich mitgekriegt habe das auf der Straße 60 erlaubt war. Ich hatte da nie drauf geachtet, weil für mich war eigentlich klar, in der Stadt = 50.

Auf der Kieler Straße in Hamburg wurde ich einmal von der Polizei angehalten. Sie haben mich pusten lassen und einige komische Fragen gestellt. Als ich denn fragte warum das Ganze meinten sie ich sei hier 50 gefahren. Ich fragte nur warum sie mich denn anhalten würden, weil auf der Straße ist ja 50 erlaubt. Da meinten sie, jaaaaaaa, aber hier würde niemand nur 50 fahren. Und wenn es doch einer tut ist das recht verdächtig.

Im übrigen wurde ich eh erst 3 mal geblitzt. Zwei mal davon zu unrecht wie sich raus stellte. Das eine mal war dann als ich ne lange Autobahnfahrt hinter mir hatte. Was übrigens auch wieder so eine Sache ist. Bei langen Autobahnfahrten gewöhnt man sich an das Tempo. Deswegen neigt man danach in der Stadt auch immer wieder das Tempo falsch einzuschätzen.

Aber das sind halt alles menschliche Fehler die so passieren. Damit will ich noch immer nicht sagen dass das OK ist. Allerdings sollte man sich darüber auch nicht so sehr aufregen dass man die dann in einen Topf mit wirklich rücksichtslosen Rasern und Verkehrsrowdies schmeist.
 
Wenn sich die Leute einfach mal angewöhnen würden, ausgewiesene Geschwindigkeitsbgrenzungen einzuhalten, bräuchten wir den ganzen Murks nicht. Aber nein, das sind ja alles nur "Bevormundungen" und "Abzocke" und "die sollen mal lieber Verbrecher jagen". Solche Phrasen kommen meist von Leuten, die meinen, Regeln gelten immer nur für die Anderen. Sind wahrscheinlich die Selben, die die "BILD" für eine Zeitung halten. Ob die jeweilige Geschwindigkeitsangabe Sinn macht oder nicht, ist doch völlig wurscht. Sie ist da und deshalb GILT sie auch. Kann doch nicht so schwer sein. Im Übrigen hätte die Polizei mehr Kapazität zur Verbrecherjagd, wenn sie sich nicht um die ganzen Aushilfs-Schumis kümmern müsste.
Wer da noch groß rumtönt, soll sich mal zu den Hinterbliebenen der Raser-Opfer begeben und denen in deren Gesicht erklären, warum Tempolimit Schikane und Abzocke ist. Aber dafür reicht der teutonische Mumm dann nicht aus. NIEMAND muss auf der Autobahn schneller als 100 km/h fahren. Wirklich NIEMAND...
 
@Asathor: " NIEMAND muss auf der Autobahn schneller als 100 km/h fahren. Wirklich NIEMAND..." >> na glücklicherweise bist du NIEMAND, der das zu entscheiden hat / entscheiden darf. Es gibt diverse Gründe, warum man es mal eilig hat.
 
@Joyrider: Du hast das zum Glück auch nicht zu entscheiden. Und auch wenn man es eilig hat, ist das keine Rechtfertigung um über den Asphalt zu brettern. Für Notfälle gibt es die entsprechenden Stellen, alles Andere ist nur beschissene Zeiteinteilung. Aber war ja klar, daß die Geschwindigkeitsfetischisten meinen Kommentar nicht goutieren. Umwelt kaputt? Egal. Banken auf Staatskosten retten? Egal. Autohersteller bescheißen? Egal. Steuern hinterziehen? Auch egal. Aber wehe, es nimmt jemand das Wort "Tempolimit" oder "Geschwindigkeitskontrolle" in den Mund.... Da wird der Deutsche zum Großinquisitor.
 
@Asathor: habe ich irgendwas von "brettern", "beschissene Zeiteinteilung" oder einem Fetisch geschrieben? Nö. Das warst du mit deinem eingeschränkten Weitblick.

Ansonsten: doch, noch kann genau ich entscheiden, wie schnell ich auf freigegebenen Autobahnabschnitten fahren möchte. Es sei denn Schattenparker wie du scheinbar einer bist blockieren mal wieder die linke Spur.

Nur mal als Beispiel für dich, um dir zu helfen: als ich letztens Nachts gegen 2Uhr 280km abgespult habe, um zu meiner Mutter zu kommen, bin ich auf absolut menschenleerer Autobahn fast durchgängig mehr als 200km/h gefahren. Weil ich es durfte, weil der Grund nicht vorhersehbar war und weil ich es sehr, sehr eilig hatte. Also komm du mir nicht mit so einem vorgeschobenen Blödsinn mit Großinquisitoren.
Welche "Stelle" hätte mir denn deiner Meinung nach in diesem Fall helfen sollen?
 
@Asathor: Nur weil du dir kein Auto leisten kannst das schneller als 100 fährt muss man ja nicht gleich ein Maximum auf der Autobahn einführen. Und 100 auf der Autobahn ist schon extrem albern, zumal man auf normalen Landstraßen ja schon 100 fährt,
 
@Asathor: 100 km/h auf der Autobahn? Nach mehr als 60min mit 100 rumzudümepln würde zu akuter Müdigkeit führen. Lass mich raten du gehörst zu denen die auf dem Beschleunigungsstreifen überfordert sind oder?
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