Bug in Adobe-Software: Nutzer will vom Hersteller jetzt 250.000 Dollar

Eine nicht sauber umgesetzte Funktion in einer Software sorgt jetzt dafür, dass sich Adobe mit einem Nutzer um eine ziemlich hohe Schadensersatz-Forderung auseinandersetzen muss. Der Anwender - ein freiberuflicher Videofilmer verlangt von dem ... mehr... Bilder, Kino, Filmrolle Bildquelle: Faras y los fundamentalistas del dulce de leche / Flickr Bilder, Kino, Filmrolle Bilder, Kino, Filmrolle Faras y los fundamentalistas del dulce de leche / Flickr

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Nein - da darf man kein Mitleid haben. Wer kein Backup hat, muss leiden.
Ich habe auch 32 TB am Rechner hängen. Und ein Backup dafür. Und so teuer ist das für einen, der auch noch Geld damit verdient, definitiv nicht.
Wenn ihm die Platten abgeraucht wären, wen verklagt er dann? Den Plattenhersteller?
 
@PiaggioX8: ne, dann hat er ne Spiegelung in einem Raidsystem. Da steht doch der mögliche Fall....
 
@Cosmic7110: Falsch.
Eine Spiegelung ist wenn du z.B. C: permanent und live auf eine zweite Platte kopierst.
Änderungen auf Platte (Raid 1) eins werden auch auf PLatte 2 (Raid 2) live ducrhgeführt.
Wie der Name schon sagt: Spiegelung. Beide Datenträger haben immer den gleichen Datenbestand.
Eine Spiegelung wird immer dann eingesetzt, um Hardwareausfälle zu kompensieren. Fällt Platte 1 aud, kannst sofort auf PLatte 2 weiterarbeiten.
Hat also mit Datensicherheit tatsächlich nichts zu tun und auch bei einer Spiegelung brauchst ein Backup.

Auch ein Clone ist kein Backup. Der Clone hat immer nur den Datenbestand bis zum Clonen. Alles was danach passiert ist im Clone nicht vorhanden.

Ein Backup erstellt einmal eine komplette Kopie. Idealerweise werden dann Änderungen an das Backup nur anghängt (inkrementelles Backup). Dadurch ist es möglich, Datenbestände und Systemzustände auch von vor Wochen und Monaten wieder herzustellen. Top-Backups haben sogar mindestens drei Kopien an unterschiedlichen Orten gelagert.

In professionellen Netzwerken verwendet man dedizierte Backupserver, die nichts anderes machen als Backups von Servern und Arbeitsplätzen zu erstellen.
Das ist teils ziemlich aufwändig von der Planung her und auch richtig teuer (je nach Grössenordnung).
Unternehmen wie Facebook, Google, Amazon, Apple, Rechenzentren etc. wenden millionbeträge für die Erhaltung und Verfügbarkeit von Daten auf.

In den 1990ern habe ich bei der Grundig AG nur für Abteilung, die die Bedienungsanleitunge für die Geräte erstellt, ein Backupsystem für deren 20 Arbeitsplätze und einem Server für mehrere zehntausend DM eingerichtet.
Der Hintergrund: Können keine Bedienungsanleitungen erstellt und gedruckt werden, stehen ganze Produktionswerke für Elektrogeräte still. Und das kostet millionen pro Tag.

Wie schon woanders hier geschrieben, ich habe so was professionell in allen Dimensionen erstellt und auch ausgebildet.
 
@PiaggioX8: Mein Gott, das war vereinfacht gesagt wofür man solche Storage Systeme nutzt. Haben scheinbar auch genug verstanden. Die DInger sollen vor Hardware defekten schützen und nicht vor Fehlern die der User/Software begeht. Ich mach Backups auch nur wegen Hardwarefehlern und nicht weil ich damit rechne Fehler zu machen.

Hätteste dir sparen können deine Ausführungen.
 
@Cosmic7110: Deine Aussage war nicht vereinfacht sondern einfach falsch.
In der IT gibt es Begriffe die wie in der Mathematik fest definiert sind.
Von einer Spiegelung habe ich in meinem Ursprungskommentar überhaupt nichts geschruieben, sondern von BACKUP.
Wie du dann auf Spiegelung kommst kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Wofür man welches Storage verwendet stand überhaupt nicht zur Diskussion.
 
@PiaggioX8: Joar, von der Begrifflichkeit vielleicht und von deinem Verständnis, für mich ist das in erster Linie nunmal nachvollziehbar - so what.

Zu deinen Begrifflichkeiten hab ich dir schon was gesagt, verren dich nicht in Fachidiotie. Ich weiß sehr gut was du meinst, aber du wirst es nicht ändern. Niemand kann jeden Fachbegriff kennen wenn er in dem Bereich nicht wirklich ausgebildet ist oder extremes INteresse zeigt. Also, immer locker durch die Hose atmen, verpasst dir auch weniger den Stempel "Nerd"
 
@Cosmic7110: Das hat mit Fachidiotie nichts zu tun.
Wenn ich einen Verstärker haben will, will ich keinen Receiver.
Wenn ich Butter haben will, keine Margarine.

Backup und Spiegelung sind zwei völlig unterschiedliche Dinge für unterschiedliche Anforderungen.

Wenn Leute zu mir kommen und sagen, sie brauchen einen Computer, dann frage ich immer für was und drück ihm nicht einfach was aufs Auge.
 
@PiaggioX8: Kollege nochmal, ich ich verstehe dich und ich kenne das ganze aus der technischen Mechanik, und mir platzt da auch regelmäßig der Kragen weil alles an Begrifflichkeiten durcheinandergeworfen wird, meistens von Leuten die einen PC Bedienen können aber bei einem Schraubendreher schon überfordert sind.

Einfach mal über den TEllerrand gucken.

Mir ist der Unterschied nun bekannt, wird nicht nochmal von mir kommen.
 
@PiaggioX8: Es wird endlich Zeit das Softwarehersteller für ihre Fehler gerade stehen müssen.
Es kann doch nicht sein das alles mit "war nur ein Bug, da kann man nichts machen" abtun.
Die sollen zahlen denn dann überlegen sich die Hersteller auch etwas mehr in QA zu investieren aber wegen dem fehlenden Backup würde ich dem Kläger 30% Teilschuld zusprechen und Adobe müsste 70% zahlen.
 
@nightdive: Überlegen wir mal kurz .... bzw. nehmen wir einfach mal an:

- Adobe wird sicher keinen Bug extra ins Programm einbauen
- Adobe wird den einen oder anderen Test gemacht haben
- das alles (und 100000 Punkte mehr) hat zur Folge ... das die Software Preis X hat

- jetzt soll der Anbieter für jeden noch so kleinen Bug bezahlen:
a) der Preis der Software wird um X erhöht
b) mit dem Kauf von Software verpflichtet man sich, den Bug sofort zu melden und die Klappe zu halten
c) der User meldet einen Bug - Adobe bedankt sich und fixt ihn - das Update geht nur die großen Kunden mit den Service-Verträgen und auf eine Liste kommt der neue Bug hinzu mit den Kommentar .. wer diese Software nutzt ... ist doof weil es diese Bugs gibt ...

Immer dieses .. die Hersteller sollen mehr in QA stecken ... woher will jemand wissen .. wie viel jemand in die QA gesteckt hat.

Und selbst wenn ich 100000000 Menschen 3 mal solange QA machen lasse .... Software ohne Fehler mit so vielen Zeilen Code, gibt es nicht.
 
@eRnie: Ganz meine Rede. Wer den Krieg verhindern will, muss auf ihn vorbereitet sein.
Mir ist es einfach unverständlich, wie jemand von hunderttausenden Bildern und Videos, für die er wohl auch viel Zeit und Geld aufgewendet hat, keine Kopie (Backup) hat.
Ich möchte aber wetten, dass dieser Anwender hier auch für die Zukunft keine Massnahmen gegen Datenverlust treffen wird.
Und wird er vor Gericht recht bekommen, würde das seine Einstellung noch fördern und bestätigen. Und das kann es ja wohl nicht sein.
 
@PiaggioX8: Was machste denn wenn deine Backupsoftware n BUg hat und deine Backups vernichtet? oder das ganze System n gravierenden Fehler aus irgendwelchen Gründen?
 
@Cosmic7110: Dann hast du a) etwas falsch gemacht und b) null Ahnung.
Ein Backup wird auf seine Funktion überprüft. Ganz einfach indem man es auf einem Testgerät zurückspielt.
Für Backup gibt es (gerade im Netzwerk) professionelle Software-Lösungen, die auch richtig Euro kosten.
Das teuerste ist aber nicht die Hard- und Software, sondern der Spezialist der das einrichtet, ausführt und überwacht. In der regel machen so was IT-Admins oder externe Dienstleister. Und das sind normalerweise gut ausgebildete und hoch qualifizierte Fachkräfte.
Bei meiner Arbeit ging es um zehtausende bis millionen von Euro wenn ich Bockmist gemacht hätte. Dafür dass das nicht passiert, wurde ich auch verdammt gut bezahlt.
 
@PiaggioX8: Die Software wurde seitens Adobe auch auf Funktion überprüft und was ist dann passiert? Das ist das lustige an Fehlern... man weiß selten, dass sie da sind.
 
@Cosmic7110: Solche Software prüfe ich selber auf Funktion. Das ist mein Job.
Von Betriebs- und Produktionsabläufen und deren Ausführung und Überwachung hast aber wohl keinen Plan.
 
@PiaggioX8: Ne, hab ich bestimmt nicht, sitze nur in der betrieblichen Unterstützung und kümmer mich um Prozessabläufe in einem produzierenden Gewerbe xD

UNd trotzdem bin ich nicht so Arrogant und gehe davon aus, dass hier keine Fehler passieren.
 
@PiaggioX8: So, so, DU bist also derjenige, welcher in der Lage ist, eine Software KOMPLETT durchzuchecken und damit dann ALLE Bugs zu finden, bevor sie zum Einsatz kommt?

Respekt! Ich hoffe, die Gottheit nimmt mir das freche Duzen nicht zu übel...
 
@PiaggioX8: "Der Bug wurde später vom Hersteller auch bestätigt und in einer nachfolgenden Fassung des Programms behoben."

Der Kläger braucht auch kein Mitleid. Adobe hat den Fehler bestätigt und damit stehen seine Chancen extrem gut. Ich vermute, dass aktuell nur verhandelt wird, ob 250000USD angemessen sind.
 
@erso: Wenn solche Schadensersatzforderungen für jeden von einem Softwarehersteller bestätigten Bug durchgehen wurden, gäbe es keine Softwarehersteller mehr. In so ziemlich jeder Softwarelizenz, die man ja beim Kauf der Software akzeptiert, schließt der Hersteller Haftung für Datenverlust aufgrund von Bugs ausdrücklich aus.
 
@PiaggioX8: Meiner Meinung nach besteht hier oft das Problem, dass viele annehmen, dass RAID = Backup bedeutet. (Backup ist was anderes als Ausfallsicherheit^^)
 
@Peacekeeper7891: Wo gehobelt wird fallen Späne. Nichts ist perfekt. Schon gar nicht in der IT. Dafür ist das Thema viel zu kompliziert.
 
@Peacekeeper7891: Genau - Grundlagen der Informatik.
Wenn man aber sieht, wie alleine schon in diesem Forum Begriffe verwendet und ausgelegt werden, weisst du woher der Wind weht.
 
@PiaggioX8: Das ist überall der Fall und du wirst das nicht verhindern... Da kann ich dir Bücher drüber schreiben, nicht in der IT aber in der technischen Mechanik.
 
Auf der einen Seite sollte man niemand ohne Backup ungeschoren davon kommen lassen. Auf der anderen Seite sollte man auch Softwareproduzenten mit schlechtem Qualitätsmanagement nicht ungeschoren davon kommen lassen.
 
@eshloraque: Erster ist in diesem Fall schon gestraft... nun muß noch der Zweite bestraft werden. ;)
 
@eshloraque: Der Kläger kommt so oder so nicht ungeschorren davon, denn seine 100.000 Clips die er über Jahre erarbeitet hat bekommt er nie mehr zurück.
 
@moribund: Die Clips scheinen eh nichts wert gewesen sein, wenn er in den USA (!) dafür nur $2.50/Clip als Schadensersatz haben möchte.
 
Nö... wer aus kostengründen ein Backup nicht macht ist schlicht selbst-schuld... und wer meint, dass ein RAID-Verbund vor Datenverlust schützt, dem ist nur anzuraten sich mal richtig zu informieren. RAID ist nur der Schutz vor Hardware-Ausfall und auch DAS nur im Falle des korrekt gewählten RAID-Verbund-Typs... Diese Sache zeigt mal wieder, dass es zu viele "Möchtegernadmins" gibt.
 
Ihr mit eurem Backup. Wenn nicht darauf hingewiesen wird dann ist es auch nicht sein Bier. Ausserdem hat Adobe ein Fehler gemacht und muss dafür gerade stehen so ist es und nicht anders. Da könnt ihr mit noch so vielen ausreden daherkommen aber einen Schuldigen in Schutz nehmen würde ich nicht. Das wäre das allerletzte.
 
@Menschenhasser: Schuldiger? Wegen einem unabsichtlichichem Softwarefehler? Na dein Name passt gut zu dir....
 
@Menschenhasser: Da hat wohl jemand das Kleingedruckte nicht gelesen...

Logisch hat der Softwarehersteller seine Verpflichtungen, aber es ist eine Binsenweisheit, dass es keine fehlerfreie Software gibt.

So lange Adobe keine grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen wird, dürften die so ziemlich aus dem Schneider sein.

Andersrum handelt der offensichtlich gewerbliche Filmer gröbst fahrlässig, seine wertvollen Daten völlig ungesichert in ein Raid zu kippen (welches eben kein Backup darstellt, siehe oben andere Beiträge), und gewerbliche Nutzer sind durchaus selbst verpflichtet alle den Geschäftsbetrieb betreffenen rechtlichen ("Unwissenheit schützt vor Strafe nicht") und technischen Aspekte zu beachten und auch für die Installation eines angemessenen Sicherungskonzepts zu sorgen.
 
Ich finde es durchaus sinnvoll, wenn Adobe hier haften muss - gerade in den USA wird das wohl nicht gut für Adobe enden.
Andererseits:
- Direkt nach dem Löschen hätte man sicher das Meiste, wenn nicht alles mit wenig Aufwand wiederherstellen können
- Ein RAID verbessert die Verfügbarkeit und/oder Leistung. Ein Backup ist es auch ohne Programmierfehler nicht - zum Beispiel wenn der RAID-Controller ausfällt...
 
Aber für US-Verhältnisse ist der Mann mit seiner Forderung von 250.000 ja direkt bescheiden. Sollte er gewinnen, wird er noch runtergehandelt, ein Löwenanteil geht an die Anwälte, und der Mann muss dann doch schnell wieder arbeiten gehen. Hätte er doch bloß die üblichen Zillionen gefordert, dann hätte es auch für eine anständige Rente gereicht...
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