KI schafft Alzheimer-Erkennung zehn Jahre vor ersten Symptomen
Die enormen Fortschritte von KI-Algorithmen bei der Bildanalyse haben in der letzten Zeit immer wieder für Aufsehen gesorgt. Nun kann die Weiterentwicklung der Technologie in dem Bereich vielleicht für eine kleine medizinische Revolution sorgen.
Es geht um Alzheimer. Die Erkrankung gilt als eine der unschönsten Störungen überhaupt, da sie die Persönlichkeit eines Menschen umfassend verändert und damit schwerwiegenden Einfluss auf die wichtigen sozialen Gefüge hat. Zahlreiche Mediziner arbeiten daher an Verfahren einer immer besseren Früherkennung, denn je eher eine sich entwickelnde Alzheimer-Erkrankung entdeckt wird, umso besser lassen sich verzögernde Therapien einsetzen - oder aber der Patient und sein Umfeld können sich zumindest auf das Kommende vorbereiten.
Manche versuchen, den Alzheimer-Auslösern mit ausgefeilten Bluttests auf die Spur zu kommen, andere wollen kleinste Verhaltensänderungen ausfindig machen. Ein Wissenschaftler-Team aus Italien hat nun aber ein Verfahren entwickelt, das alles in den Schatten stellen könnte: Ein KI-Algorithmus analysiert hierbei MRT-Bilder des Gehirns mit bisher unbekannter Präzision.
Anhand des Abgleichs der Ergebnisse mit anderen Diagnose-Verfahren zeigte sich, dass die KI mit beeindruckender Präzision Gehirne identifizieren konnte, in denen sich Alzheimer entwickelt. Die fraglichen Veränderungen treten dabei in sehr geringem Umfang bereits auf, wenn es noch lange dauert, bis erste Anzeichen wirklich wahrnehmbar werden. Man geht inzwischen davon aus, dass die Software so eine drohende Alzheimer-Erkrankung rund zehn Jahre vor dem ersten Auftreten von Symptomen erkennen kann, was ordentlich Zeit für Gegenmaßnahmen böte.
Manche versuchen, den Alzheimer-Auslösern mit ausgefeilten Bluttests auf die Spur zu kommen, andere wollen kleinste Verhaltensänderungen ausfindig machen. Ein Wissenschaftler-Team aus Italien hat nun aber ein Verfahren entwickelt, das alles in den Schatten stellen könnte: Ein KI-Algorithmus analysiert hierbei MRT-Bilder des Gehirns mit bisher unbekannter Präzision.
Kleiner Datensatz genügte
Es genügte zu Beginn, die selbstlernende Software mit den Aufnahmen von nur 67 Menschen zu füttern. 38 von diesen stammten von Alzheimer-Patienten, 29 von Personen aus einer gesunden Kontrollgruppe. Die KI lernte dabei, sich kleine Gehirnregionen genau anzuschauen und die neuronale Vernetzung im Detail zu analysieren. Nach der Trainings-Phase wurden dann MRT-Scan von Personen herangezogen, die noch nicht klassifiziert waren.Anhand des Abgleichs der Ergebnisse mit anderen Diagnose-Verfahren zeigte sich, dass die KI mit beeindruckender Präzision Gehirne identifizieren konnte, in denen sich Alzheimer entwickelt. Die fraglichen Veränderungen treten dabei in sehr geringem Umfang bereits auf, wenn es noch lange dauert, bis erste Anzeichen wirklich wahrnehmbar werden. Man geht inzwischen davon aus, dass die Software so eine drohende Alzheimer-Erkrankung rund zehn Jahre vor dem ersten Auftreten von Symptomen erkennen kann, was ordentlich Zeit für Gegenmaßnahmen böte.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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