Stiftung Warentest warnt vor schnüffelnden Kamera-Apps
Für Fotografen, die ihre Kamera zusammen mit einer vom Hersteller angebotenen Smartphone-App nutzen, hat Stiftung Warentest in der zurückliegenden Woche einen sehr interessanten Kurztest veröffentlicht. Es geht dabei um Daten, die die Apps teils unnötig und teils ohne zu fragen übertragen.
Dabei hat die Stiftung Warentest auch Beispiele gefunden, die nach den deutschen Datenschutzrichtlinien ein absolutes No-Go darstellen. Getestet wurden soweit vorhanden Android- und iOS-Apps von beliebten Geräteherstellern, mit dabei Canon, Fujifilm, Nikon, Olympus, Panasonic, Ricoh, Sony und der chinesische Anbieter Yi. Besonders letzterer fiel negativ auf, denn die Chinesen übertragen Nutzerdaten an ihre Server in der Volksrepublik, ohne dass man gegen die Freigabe überhaupt vorgehen kann. Die Stiftung Warentest sieht hierbei einen eklatanten Verstoß gegen die deutschen Datenschutzrichtlinien und warnt vor der Nutzung der App.
Die Übertragung der Standortdaten ist auch bei anderen Apps Stein des Anstoßes. So werden sie auch von der Fujifilm Camera Remote-App für Android, der NikonSnapBridge für iOS und von Olympus Image Share genutzt.
Das es aber auch anders geht zeigen Canon Camera Connect, Fujifilm Camera Remote für iOS, Panasonic Image App, Ricoh Image Sync und Nikon Bridge für Android - keine dieser Apps überträgt laut Stiftung Warentest Nutzerdaten. Bei Stiftung Warentest findet man jetzt dazu kostenlos eine Tabelle, die Apps und Datenübertragungen aufzeigt, mit samt Einstufung, wie man das Verhalten zu bewerten hat.
Überflüssig und gefährlich
Vielen Kunden dürfte dabei gar nicht klar sein, was ihre Smartphone-Apps alles über ihre Kamera, den Standort des Nutzers und weitere sensible Daten verraten. Yi geht dabei sogar soweit, dass sie laut Stiftung Warentest den Namen und das Kennwort der drahtlosen Netzwerkverbindung zwischen Kamera und Smartphone nach China übertragen. "Das ist technisch überflüssig und deshalb besonders seltsam", schreibt Test.de.iOS und Android nicht immer gleich
Yi ist aber nicht das einzige schwarze Schaf. Auch die Apps von Sony machen im "Hintergrund weit mehr, als manchem Fotografen lieb sein dürfte", so die Warentester. Die Experten stuften das Übertragungsverhalten der Sony-App App "PlayMemories Mobile" als kritisch ein. Übertragen werden dabei unter anderem Informationen über die verwendete Kamera und über den Mobilfunk-Anbieter an Sony. Zudem werden die Standortdaten an Google beziehungsweise Apple übertragen, einen sinnvollen Grund gibt es dafür nicht. Die Standortdaten lassen sich aber zumindest abschalten.Die Übertragung der Standortdaten ist auch bei anderen Apps Stein des Anstoßes. So werden sie auch von der Fujifilm Camera Remote-App für Android, der NikonSnapBridge für iOS und von Olympus Image Share genutzt.
Das es aber auch anders geht zeigen Canon Camera Connect, Fujifilm Camera Remote für iOS, Panasonic Image App, Ricoh Image Sync und Nikon Bridge für Android - keine dieser Apps überträgt laut Stiftung Warentest Nutzerdaten. Bei Stiftung Warentest findet man jetzt dazu kostenlos eine Tabelle, die Apps und Datenübertragungen aufzeigt, mit samt Einstufung, wie man das Verhalten zu bewerten hat.
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