Hacker erbeuten 143 Mio Personendaten von "US-Schufa"

Recht, Politik & EU Bei einer Cyberattacke auf den US-Finanzdienstleister Equifax haben Hacker sensible Kundendaten von rund 143 Millionen Verbrauchern er­beu­tet. Wie der Dienst gestern mitteilte, konnten die Kriminellen Kun­den­na­men, Sozialversicherungsnummern, Geburtsdaten, Adressen und in einigen Fällen Daten von KFZ-Nummernschildern stehlen. Bei einer aktuellen Gesamtbevölkerung von etwa 323 Millionen US-Bürgern ist von dem Vorfall knapp die Hälfte der US Bevölkerung betroffen. Wie Equifax mitteilte, erfolgten die Attacken zwischen Mitte Mai bis Juli dieses Jahres und nutzten dafür eine Sicherheitslücke. Worin diese genau bestanden hatte, teilte das Unternehmen allerdings nicht mit. In einer FAQ zu dem Vorfall schreibt Equifax, das Datenleck sei sofort nach seiner Entdeckung Ende Juli geschlossen worden. Zudem habe man eine der führenden Unternehmen für Cy­ber­si­cher­heit mit einer forensischen Analyse beauftragt um alle technischen Details zu dem Vorfall herauszufinden. Infografik: Alles rund ums PasswortAlles rund ums Passwort

Kreditkartennummern ebenfalls erbeutet

In 209.000 Fällen konnten die Hacker nach Aussagen von Equifax Kreditkarteninformationen erbeuten. Zu 182.000 US-Bürgern seien darüber hinaus Personendaten zur Identifikation gestohlen worden. Bei einigen der Betroffenen handele es sich um Staatsangehörige aus Großbritannien und Kanada. Equifax ist als größte US-Wirtschaftsauskunftei mit der Sammlung von wirtschaftsrelevanten Daten beschäftigt, die sie auf Nachfrage Ge­schäfts­part­nern zur Verfügung stellt. In Deutschland gibt es mit der SCHUFA und Creditreform ähnliche Anbieter.

Der Hack gilt aufgrund der hohen Datenqualität der Informationen als äußerst brisant. Be­son­ders in den Fällen, bei denen neben Kre­dit­kar­ten­num­mern auch Identifikationsdaten erbeutet wurden, dürften die Hacker leichtes Spiel ha­ben, diese für kriminelle Zwecke zu ver­wen­den. Ob, wann und wie Equifax die Betroffenen in­for­mie­ren wird, ist bislang nicht bekannt.

Hacks mit einem sehr großen Datenumfang häufen sich seit einigen Jahren. In 2013 wurden bei einer Attacke auf Adobe 2,9 Millionen Kundendaten erbeutet. Im letzten Jahr wurde ein Hack von Apples iCloud mit angeblich 40 Millionen Betroffenen bekannt. Und beim Ende August entlarvten Spambot Onliner wurden 80 Millionen Email-Konten mit Logins und Passwörtern gefunden.
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