Ex-Mozilla-CTO: Chrome hat Browserkrieg gewonnen, Firefox stirbt
Andreas Gal, der ehemalige Technikchef von Mozilla, erklärt den Browserkrieg für entschieden. Chrome hätte gegen Firefox aufgrund aggressiven Marketings gewonnen. In einem detaillierten Blogbeitrag beschreibt er interessante Hintergründe und nimmt die aktuellen Marktanteile der Webbrowser unter die Lupe.
Infografik: Marktanteile Chrome, Firefox, Internet Explorer
Die häufig von StatCounter zitierten Zahlen über Marktanteile der einzelnen Webbrowser werden von vielen als ungenau kritisiert. Darin kommt der Firefox-Browser nur noch knapp auf 6 Prozent, während der von Google Chrome bei fast 54 Prozent zu liegen scheint. Sogar Apples Safari Browser (14,39 %) und der chinesische UC Browser (8,58%) werden demnach von mehr Anwendern eingesetzt.
Dass es um den Firefox-Browser nicht gut steht, hat der Ex-Technikchef von Mozilla, Andreas Gal, nun mit eigenen Zahlen bestätigt, die er auf GitHub veröffentlichte. Demnach seien die "aktiven Installationen" der Desktop-Variante im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 22 Prozent gefallen, was einem absoluten Verlust von 16 Millionen Firefox-Installationen entspräche.
Wie stark sich Marketing auf das Nutzerverhalten auswirkt, illustriert Gal am Beispiel einer Mozilla-Kampagne aus dem letzen Jahr. In 2016 waren die aktiven Installationen von Firefox zunächst um mehr als 14 Prozent gefallen. Nachdem Mozilla im Herbst eine großangelegte Marketingkampagne gefahren hatte, betrug der Verlust am Jahresende schließlich aber nur 10 Prozent. Firefox führe demnach einen Marketing-Kampf gegen einen Monopolisten, der nicht zu gewinnen sei.
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Die häufig von StatCounter zitierten Zahlen über Marktanteile der einzelnen Webbrowser werden von vielen als ungenau kritisiert. Darin kommt der Firefox-Browser nur noch knapp auf 6 Prozent, während der von Google Chrome bei fast 54 Prozent zu liegen scheint. Sogar Apples Safari Browser (14,39 %) und der chinesische UC Browser (8,58%) werden demnach von mehr Anwendern eingesetzt.
Dass es um den Firefox-Browser nicht gut steht, hat der Ex-Technikchef von Mozilla, Andreas Gal, nun mit eigenen Zahlen bestätigt, die er auf GitHub veröffentlichte. Demnach seien die "aktiven Installationen" der Desktop-Variante im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 22 Prozent gefallen, was einem absoluten Verlust von 16 Millionen Firefox-Installationen entspräche.
Marketingmaschine Google
Für die stark gesunkene Popularität von Mozilla Firefox macht Gal Google verantwortlich. Der hinter Chrome stehende Konzern würde seine Monopolstellung im Netz "aggressiv ausnutzen", um auf vielen Seiten Chrome zu bewerben. Beim Aufruf von Gmail, YouTube oder von Google Kalender würde Nutzern anderer Webbrowser ein Wechsel von Firefox, Internet Explorer oder Microsofts neuem Edge-Browser zu Chrome nahegelegt. Google erreiche ohne Kosten eine große Marketingwirkung, während Mozilla für Kampagnen viel Geld ausgeben müsse.Wie stark sich Marketing auf das Nutzerverhalten auswirkt, illustriert Gal am Beispiel einer Mozilla-Kampagne aus dem letzen Jahr. In 2016 waren die aktiven Installationen von Firefox zunächst um mehr als 14 Prozent gefallen. Nachdem Mozilla im Herbst eine großangelegte Marketingkampagne gefahren hatte, betrug der Verlust am Jahresende schließlich aber nur 10 Prozent. Firefox führe demnach einen Marketing-Kampf gegen einen Monopolisten, der nicht zu gewinnen sei.
Firefox vom Aussterben bedroht
Qualitativ gebe es zwischen Firefox und Chrome keine wesentlichen Unterschiede, so Gal. Firefox sei in vielerlei Hinsicht genau so gut wie Google Chrome, und bei manchen Funktionen sogar besser. Gerade im letzten Jahr habe es drastische Verbesserungen bei Firefox gegeben. Trotz aller Fortschritte sehe er aber keine Zukunft für Firefox. Die Desktop-Version könnte innerhalb einiger Jahre bereits Geschichte sein.Download Mozilla Firefox - Kostenloser Webbrowser
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