Spotify soll Playlisten mit Fake-Musikern auffüllen um Geld zu sparen

Spotify, Musik-Streaming, Streamingportal Bildquelle: Spotify
Die Vorwürfe gegen den Musik-Streamer Spotify, dieser würde Fake-Musiker in populäre Playlisten einbinden um Geld zu sparen, reißen nicht ab. Das Unternehmen dementiert zwar fleißig, doch finden sich tatsächlich Tracks von vermeintlichen Künstlern, zu denen niemand sonst etwas Genaueres findet.
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Entsprechende Vorwürfe tauchten erstmals im vergangenen Jahr auf. Damals recherchierte das Magazin Music Business Worldwide (MBW), dass in verschiedenen populären Playlisten Titel von Künstlern zu finden sind, die weder über ein öffentliches Profil auf der Plattform verfügen, noch sonst irgendwo in Erscheinung treten.

Solche Tracks findet man vor allem in Sammlungen, in denen es häufig nicht besonders wichtig ist, wer genau ein Musikstück eingespielt hat. Laut MBW gehören dazu in erster Linie Playlisten mit Klavierstücken oder Ambient-Tracks, die von zahlreichen Nutzern als angenehme Hintergrundkulisse genutzt werden. Hier soll Spotify also Stücke einbinden, die man von Auftragsmusikern habe einspielen lassen und die dann unter Fake-Profilen bereitgestellt werden. Der Vorteil für Spotify liegt hier darin, dass man für diese Musik natürlich keine Tantiemen an Rechteinhaber abführen muss und den Nutzern trotzdem eine prall gefüllte Playlist präsentieren kann.

Zum Skandal taugt dies natürlich nicht - immerhin dürfte es den meisten Nutzern völlig egal sein, von wem der seichte Klangteppich im Hintergrund des Alltags ersonnen und eingespielt wurde. Allerdings dürften insbesondere zahlende Kunden durchaus auch ein Recht darauf haben, dass das Unternehmen transparent damit umgeht, dass es in den fraglichen Fällen Eigenproduktionen bereitstellt.

Das Unternehmen dementiert die gesamte Geschichte allerdings. "Wir haben niemals Fake-Musiker geschaffen und diese in Spotify-Playlisten integriert", erklärte ein Sprecher. Es würden für jeden einzelnen Song in den Listen Tantiemen an die jeweiligen Künstler bezahlt. "Wir besitzen selbst keine Rechte, sind kein Label, unser gesamter Musikbestand ist von Rechteinhabern lizenziert und wir bezahlen dafür - wir bezahlen uns nicht selbst."

Bei MBW fragt man sich allerdings, wer hinter zahlreichen Namen stecken soll, die angeblich Musik zu der Plattform beigesteuert haben. Das Magazin stellte nun eine Liste von 50 vermeintlichen Musikern zusammen, bei denen es sich nach allen bisherigen Erkenntnissen schlicht um Fake-Profile handelt.

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2017-07-11T10:45:00+02:00
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