Netflix-Chef: "Deutsche sehen wenig illegale Inhalte, hassen Werbung"
Reed Hastings, CEO des Streaming-Anbieters Netflix, hat in einem Interview ausführlich über den deutschen Markt gesprochen. Und der Chef des "roten Riesen" meinte dabei, dass die Vorzeichen hierzulande einerseits schwierig sind, andererseits viel dafür spricht, dass Netflix viele Abonnenten gewinnen kann.
Der 56-jährige Hastings schwimmt mit seinem Unternehmen schon seit einer ganzen Weile auf einer Erfolgswelle, zuletzt konnte man auch die Zweifler der internationalen Expansion mit hervorragenden Zahlen überzeugen. In einem Interview mit RP Online sprach der CEO und Gründer von Netflix über die Eigenheiten des deutschen Marktes.
Für Netflix bietet das Sehverhalten der Deutschen aber auch Chancen, meint der CEO des Unternehmens: "Die Deutschen hassen Werbeunterbrechungen mehr als die Menschen im Rest der Welt. Dass es bei Netflix keine gibt und auch nie geben wird, zieht als Verkaufsargument."
Hastings sprach auch über zahlreiche andere Themen, darunter die immer häufigeren Eigenproduktionen von Netflix. So habe man erst 2012 mit acht Folgen bzw. sechs Stunden "Lilyhammer" angefangen, 2016 waren es bereits 400 Stunden eigenes Programm und "2017 werden es weitere 1.000 Stunden sein".
Diese Strategie war lange Zeit von so manchem Anleger argwöhnisch beäugt worden, inzwischen gibt es aber kaum Gegenwind für diese Strategie: "Unsere Aktionäre unterstützen diesen Kurs komplett", so Hastings.
"Gutes Programm von ARD und ZDF"
Laut Hastings ist Deutschland (wenig überraschend) ein interessanter Markt. Denn zum einen sehen sich die Deutschen verhältnismäßig wenig illegale Filme und Serien an. Zum anderen seien sie aber laut dem Netflix-Chef auch gewohnt, "nichts für relativ gutes Programm bezahlen zu müssen". Denn ARD, ZDF und Co. seien laut Hastings "mit Milliarden Euro besser finanziert als die BBC, so gut wie kein anderer öffentlich-rechtlicher Rundfunk der Welt!"Für Netflix bietet das Sehverhalten der Deutschen aber auch Chancen, meint der CEO des Unternehmens: "Die Deutschen hassen Werbeunterbrechungen mehr als die Menschen im Rest der Welt. Dass es bei Netflix keine gibt und auch nie geben wird, zieht als Verkaufsargument."
Hastings sprach auch über zahlreiche andere Themen, darunter die immer häufigeren Eigenproduktionen von Netflix. So habe man erst 2012 mit acht Folgen bzw. sechs Stunden "Lilyhammer" angefangen, 2016 waren es bereits 400 Stunden eigenes Programm und "2017 werden es weitere 1.000 Stunden sein".
Diese Strategie war lange Zeit von so manchem Anleger argwöhnisch beäugt worden, inzwischen gibt es aber kaum Gegenwind für diese Strategie: "Unsere Aktionäre unterstützen diesen Kurs komplett", so Hastings.
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