Toshiba bröckelt: Foxconn "sehr interessiert" an Speicherchip-Sparte
Foxconn ist weiterhin auf großer Einkaufstour: Nun haben die Chinesen ein Auge auf die Speicherchip-Sparte von Toshiba geworfen. Für Toshiba bedeutet der Verkauf nichts weniger als das Einschlagen der ersten Sargnägel - denn die Sparte ist als einzige noch lukrativ, und gleichzeitig ein Versuch des Neustarts.
Verkaufen muss Toshiba sein Speichergeschäft dennoch, und hofft daher, nach dem Abstoßen der Speicherchip-Produktion den Firmenrest retten zu können. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, gehören die als Auftragsfertiger unter anderem von Apples iPhone bekannt gewordene Hon Hai Precision Industry Co., Ltd. (Foxconn) zu den Interessenten. Foxconn-Chef Terry Gou bestätigte heute bei einem offiziellen Pressetermin am Rande, dass er großes Interesse an der Speicherfertigung von Toshiba hat und sein Unternehmen auf jeden Fall mitbieten werde.
Experten gehen davon aus, dass das Geschäft mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet werden könnte, der Verkauf könnte aber auch noch deutlich mehr einbringen. Andere sprechen von Zahlen deutlich unter 10 Milliarden. Diese Diskrepanz kommt unter anderen dadurch zustande, dass Toshiba durch Milliardenverluste in der Nuklearsparte des Unternehmens unter Zugzwang steht.
Mehr dazu: Milliarden-Abschreibung & Kursabsturz: Toshiba implodiert regelrecht
Experten gehen davon aus, dass das Geschäft mit rund 20 Milliarden US-Dollar bewertet werden könnte, der Verkauf könnte aber auch noch deutlich mehr einbringen. Andere sprechen von Zahlen deutlich unter 10 Milliarden. Diese Diskrepanz kommt unter anderen dadurch zustande, dass Toshiba durch Milliardenverluste in der Nuklearsparte des Unternehmens unter Zugzwang steht.
Stück für Stück verkauft
Dabei schleicht Toshisha schon seit Monaten um sein Tafelsilber herum und hat bereits umfangreiche Konzernteile veräußert: Dazu gehört neben der Haushaltsgeräte- sowie Medizingeräte-Sparte das Halbleitergeschäft. Falls es wenige Interessenten für die Chipproduktion gibt, könnte der Verkauf günstiger vollzogen werden als zunächst von Toshiba eingeplant.Bieterverfahren bis Mai
Toshiba beginnt in Kürze mit den offiziellen Verhandlungen. Wie es heißt, soll ein Bieterverfahren von März bis Mai alle Details zur Übernahme abklären. Im Mai oder Juni soll dann der neue Besitzer feststehen. Ob sich Foxconn dabei durchsetzen wird, steht in den Sternen. Die Chinesen sind aber bisher die einzigen, die öffentlich Interesse gezeigt haben. Foxconn hatte erst 2016 den ins Straucheln geratenen Elektronikkonzern Sharp übernommen und großangelegte Umstrukturierungen gestartet.Mehr dazu: Milliarden-Abschreibung & Kursabsturz: Toshiba implodiert regelrecht
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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