Defekte Akkus in Samsung-Werk in Brand geraten
Samsung und seine Akku-Tochter Samsung SDI schaffen es nicht so recht aus den in diesem Fall negativen Schlagzeigen. Nachdem auch die koreanische Regierung kürzlich bestätigte, dass Design- und Produktionsfehler zu den Bränden des Samsung Galaxy Note7 geführt haben, brach nun in einem Werk in China ein Feuer aus, das auf zur Entsorgung vorgesehene Akkus zurückgeführt wird.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, brach in einem Werk von Samsung SDI in der chinesischen Stadt Tianjin gestern ein kleineres Feuer aus, wobei ein Bereich betroffen war, in dem das Unternehmen Abfälle lagert, darunter auch fehlerhafte Akkus. Von Samsung selbst hieß es dazu, dass nicht etwa eine Produktionslinie betroffen war, sondern "nur" eine Lagerstelle für Abfälle. Verletzte oder negative Auswirkungen auf den Betrieb habe es nicht gegeben, hieß es.
Siehe auch: Samsung Galaxy S8 soll nach Note7-Desaster japanische Akkus bekommen
Die örtliche Feuerwehr beschrieb den Fall dem Bericht zufolge aber anders. Über den chinesischen Mikro-Blogging-Dienst Weibo ließ man verlauten, dass innerhalb eines der Fertigungsbereiche Lithium-Akkus und halbfertige Produkte in Brand geraten seien. Die Feuerwehr reagierte auf den Notruf aus dem Samsung-Werk mit der Mobilisierung von 19 Fahrzeugen und insgesamt 110 Einsatzkräften.
Für welches Endgerät die in Tianjin in Brand geratenen Akkus gedacht waren, ist derzeit noch vollkommen unklar. Auch zur eigentlichen Brandursache liegen keine Informationen vor, wobei nun natürlich darüber spekuliert werden darf, ob es sich einfach um einen Kurzschluss bei ohnehin wegen Defekten aussortierten Akkus oder aber um einen Zwischenfall während der regulären Produktion handelte.
Das Werk von Samsung SDI in Tianjin ist einer von fünf Standorten der Samsung-Tochter in China, wobei das Werk ein wichtiger Lieferant von Akkus für kleine Endgeräte wie Smartphones sein soll. Vermutlich soll dort auch bald die Produktion der Akkus für das Samsung Galaxy S8 beginnen, deren Start angeblich im ersten Quartal 2017 geplant ist.
Samsung hatte das Flaggschiff-Smartphone Galaxy Note7 wegen massiver Probleme mit dessen Akkus zurückrufen und letztlich komplett vom Markt nehmen müssen. Aufgrund von Fehlern in der Fertigung hatte es reihenweise Kurzschlüsse mit Brandfolge gegeben. Das "Desaster" um das eigentlich als Verkaufstreiber für die zweite Jahreshälfte 2016 vorgesehene Gerät kostete Samsung bisher 5,3 Milliarden Dollar an erwarteten Gewinnen.
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Für welches Endgerät die in Tianjin in Brand geratenen Akkus gedacht waren, ist derzeit noch vollkommen unklar. Auch zur eigentlichen Brandursache liegen keine Informationen vor, wobei nun natürlich darüber spekuliert werden darf, ob es sich einfach um einen Kurzschluss bei ohnehin wegen Defekten aussortierten Akkus oder aber um einen Zwischenfall während der regulären Produktion handelte.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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