Datenabgleich mit Facebook:
WhatsApp wird in Berlin verklagt
Der Social Networking-Konzern Facebook ist von einer breiteren Nutzung der Daten von WhatsApp-Nutzern aufgrund diverser Proteste erst einmal abgerückt - die deutschen Verbraucherschützer setzen nun aber sicherheitshalber noch einmal nach. Vor dem Landgericht Berlin wurde Klage eingereicht.
Als Facebook vor einiger Zeit den WhatsApp-Messenger übernahm, sicherte man noch zu, dass dieser weitgehend eigenständig bleiben soll. Insbesondere die Daten der Nutzer wollte man nicht in die bereits umfangreiche Sammlung des Social Networks integrieren. Dann aber gab es im letzten Jahr plötzlich ein Update für die Geschäftsbedingungen, die eine Zusammenführung der Daten aus den Plattformen doch ermöglichen sollten.
Das rief an mehreren Stellen Proteste hervor. Seitens des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) reagierte man mit einer Abmahnung und forderte die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung. Facebook rückte zwar letztlich von seinen Plänen ab und beteuerte, doch keinen Datenabgleich vornehmen zu wollen - so richtig festgezurrt wurde das allerdings nicht - man muss sich im Grunde auf das Wort des US-Konzerns verlassen.
Dieser rechnet aber wohl auch damit, dass Facebook sich nur ungern rechtlich bindend auf einen Verzicht auf den Datenaustausch festnageln lassen wird. Das sieht Müller aber gelassen, denn die Verbraucherzentralen hätten schon in anderen Auseinandersetzungen mit großen Internet-Konzernen einen langen Atem bewiesen. "Ob Facebook, Google, Amazon oder nun WhatsApp, wir verfolgen Rechtsverstöße - notfalls auch über alle Gerichtsinstanzen", sagte er.
Download WhatsApp für Android: APK-Version
Das rief an mehreren Stellen Proteste hervor. Seitens des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) reagierte man mit einer Abmahnung und forderte die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung. Facebook rückte zwar letztlich von seinen Plänen ab und beteuerte, doch keinen Datenabgleich vornehmen zu wollen - so richtig festgezurrt wurde das allerdings nicht - man muss sich im Grunde auf das Wort des US-Konzerns verlassen.
Nicht auf Zusagen verlassen
Das genügt den Verbraucherschützern aber nicht und sie streben eine gerichtliche Klärung der Sache an. Aus Sicht des VZBV würden von WhatsApp durchaus Daten an Facebook weitergegeben. Denn allein auf eine mehr oder weniger mündliche Zusicherung kann man sich im Grunde nicht verlassen. "Unsere Marktwächterexperten haben das Fehlverhalten des Anbieters erfolgreich sichtbar gemacht. Nun treffen wir uns vor Gericht wieder", sagte VZBV-Vorstand Klaus Müller.Dieser rechnet aber wohl auch damit, dass Facebook sich nur ungern rechtlich bindend auf einen Verzicht auf den Datenaustausch festnageln lassen wird. Das sieht Müller aber gelassen, denn die Verbraucherzentralen hätten schon in anderen Auseinandersetzungen mit großen Internet-Konzernen einen langen Atem bewiesen. "Ob Facebook, Google, Amazon oder nun WhatsApp, wir verfolgen Rechtsverstöße - notfalls auch über alle Gerichtsinstanzen", sagte er.
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