Mirai-Botnetz schickt per DDoS jetzt ein ganzes Land offline
Mit Mirai erlebt das Netz derzeit nicht nur eine der bisher leistungsfähigsten Malwares für den Aufbau von DDoS-Botnetzen, sondern auch eine ganz besondere, wenn auch ziemlich fragwürdige Premiere: Per DDoS wurde ein komplettes Land vom Zugang zum Internet abgehalten.
Zugegeben: Es handelt sich um ein kleines Land mit einer vergleichsweise schwachen Anbindung an den globalen Backbone. Aber dennoch - bisher richteten sich entsprechende Attacken gegen konkrete einzelne Angebote im Netz. Dass es gleich einen ganzen Staat trifft, ist ein Novum. Und die ganze Sache scheint nicht einmal einem besonderen Zweck gedient zu haben.
Betroffen war der afrikanische Staat Liberia, berichtete der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont. Dieser ist die Heimat von rund 4,5 Millionen Menschen, von denen weniger als zehn Prozent online sind. Es gibt auch nur zwei Provider und diese teilen sich eine einzige Glasfaser-Verbindung zum nächsten großen Backbone-Kabel.
Sollten noch mehr Zombie-Systeme eine solche Attacke starten, könnten die Probleme noch weitaus größer werden. Denn Liberia hängt mit an einem Unterseekabel, das von Europa nach Afrika geht. Wird die DDoS-Wucht noch größer, könnte auch dieses irgendwann an seine Grenzen kommen, wodurch dann quasi die Westküste des gesamten afrikanischen Kontinents im Mitleidenschaft gezogen würde.
Es gibt bisher keine konkrete Erklärung, warum Liberia angegriffen wurde. Allerdings scheint es hierfür schlicht keinen besonderen Grund zu geben. Das Land wurde offenbar zum Ziel, weil die Täter einfach einmal ausprobieren wollten, welche Möglichkeiten ihnen ein Mirai-Botnetz gibt, das sich aus übernommenen IoT-Geräte zusammensetzt.
Betroffen war der afrikanische Staat Liberia, berichtete der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont. Dieser ist die Heimat von rund 4,5 Millionen Menschen, von denen weniger als zehn Prozent online sind. Es gibt auch nur zwei Provider und diese teilen sich eine einzige Glasfaser-Verbindung zum nächsten großen Backbone-Kabel.
Schadenspotenziel noch weitaus größer
In der Spitze erreichte die Attacke eine Wucht von 500 Gigabit pro Sekunde. Von Botnetzen, die auf der gleichen Malware beruhen, wurden durchaus schon heftigere Werte gemessen - allerdings legten sich die Angreifer dabei mit Seiten an, die mit Akamai eines der größten Content-Netzwerke der Welt hinter sich hatten. Die schwache Infrastruktur von Liberia hatte dem Angriff kaum etwas entgegenzusetzen.Sollten noch mehr Zombie-Systeme eine solche Attacke starten, könnten die Probleme noch weitaus größer werden. Denn Liberia hängt mit an einem Unterseekabel, das von Europa nach Afrika geht. Wird die DDoS-Wucht noch größer, könnte auch dieses irgendwann an seine Grenzen kommen, wodurch dann quasi die Westküste des gesamten afrikanischen Kontinents im Mitleidenschaft gezogen würde.
Es gibt bisher keine konkrete Erklärung, warum Liberia angegriffen wurde. Allerdings scheint es hierfür schlicht keinen besonderen Grund zu geben. Das Land wurde offenbar zum Ziel, weil die Täter einfach einmal ausprobieren wollten, welche Möglichkeiten ihnen ein Mirai-Botnetz gibt, das sich aus übernommenen IoT-Geräte zusammensetzt.
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