Intel hat Mobile-Prozessoren wohl doch nicht komplett aufgegeben

Als weltweit größter Chiphersteller hatte Intel vor einigen Monaten quasi vor dem Mobile-Markt kapituliert und die Entwicklung von Prozessoren für Smartphones faktisch eingestampft. Nun deutet sich aber an, dass dies keineswegs ein Abschied für alle Zeiten gewesen sein muss.
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Intel
Dies lässt sich zumindest in jüngste Aussagen von Venkata Renduchintala hineindeuten, der unlängst von Qualcomm zu Intel wechselte und dort nun das Geschäft mit Chips für kleine Geräte verantwortet. Wie dieser in einem Interview mit der PCWorld ausführte, habe es sich keineswegs um einen Ausstieg aus der Entwicklung von Mobile-Prozessoren gehandelt, sondern um eine Rationalisierung der Entwicklungsarbeit.

"Wir hatten verschiedene Produkte im Bereich der Mobile-SoCs, die es meiner Meinung nach nicht wert waren, bis zur Marktreife weiterentwickelt zu werden", erklärte er. "Das bedeutet aber nicht, dass wir gar nichts mehr in Sachen Mobile-Plattformen tun." Konkreter wurde Renduchintala aber nicht.


Mehr machen, weniger reden

"Was Mobile-Plattformen angeht, will ich lieber weniger reden und dafür mehr machen", so Renduchintala weiter. Man wolle erst konkret über Dinge sprechen, wenn es tatsächlich etwas zu berichten gibt. Das wäre ein klares Zeichen, dass man bei Intel in diesem Bereich dazugelernt hat. Über Jahre hinweg hatte das Management des Konzerns immer wieder vollmundig angekündigt, dass man mit tollen neuen Produkten in dem Segment in die Erfolgsspur kommen werde - mehr als heiße Luft kam dabei aber fast nie heraus.

Es war keineswegs so, dass Intel in Sachen Produkten gar nichts hinbekommen hätte. Allerdings befindet sich der Mobile-Markt fest in der Hand von ARM und seinen Partnern. Da genügt es schlicht nicht, wenn man mit Produkten aufwarten kann, die von ungefähr gleicher Qualität sind. Wer eine marktführende Plattform verdrängen will, sollte schon einen signifikanten Mehrwert zu dieser bieten - ansonsten lohnt es sich für die Geräte-Hersteller und auch die Verbraucher nicht, zu einer komplett anderen Plattform zu wechseln.
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