iPhone 7: Kaufentscheidend ist die Klinkenfrage nur bei Wenigen
Die heftigsten Kontroversen löst Apple offenbar immer dann aus, wenn ein altgedientes Standard-Feature weggelassen wird. Aktuell ist die Empörung über den beim iPhone 7 weggefallenen Klinkenport für Kopfhörer groß. Allerdings gibt es kaum Verbraucher, die deshalb kein neues Apple-Smartphone kaufen würden.
Die Marktforscher von Morning Consult haben in einer ersten Verbraucherbefragung analysiert, wie auf die Neuvorstellung reagiert wird. Hier stellte sich heraus, dass der Wegfall des Anschlusses bei einer knappen Mehrheit von 51 Prozent überhaupt keinen Einfluss auf eine mögliche Kaufentscheidung hat.
Und bei den übrigen Befragten scheiden sich die Geister. Hier gaben 19 Prozent an, dass der Wegfall des Klinkenanschlusses es zumindest unwahrscheinlicher macht, dass sie beim Smartphone-Neukauf zum iPhone 7 greifen. Dem stehen aber 21 Prozent entgegen, bei denen die Entscheidung Apples - und die daraus resultierenden Folgen - sogar eher dazu beitragen, sich für das neue iPhone zu entscheiden.
Wesentlich stärker fällt die verbesserte Kamera ins Gewicht. Apple hat hier wieder einmal ordentlich in die Verarbeitung der Sensor-Daten investiert, da sich ja an den kleinen Optiken selbst kaum etwas wesentliches verbessern lässt. Die höhere Bildqualität ist laut der Umfrage für 41 Prozent ein wichtiges Kaufargument. Ebenso viele Verbraucher gaben an, dass die Kamera weder für noch gegen einen Kauf spricht. Um die verbesserte Qualität unter Beweis zu stellen, übergab Apple einem Sportfotografen der Sports Illustrated schon am Wochenende ein iPhone 7 Plus und die Bilder können sich durchaus sehen lassen:
Ähnlich heftige Reaktionen kennt Apple aber durchaus schon länger. Auch als man den ersten iMac ohne Diskettenlaufwerk auf den Markt brachte, war die Empörung groß. Damals gab es noch nicht einmal eine direkt vergleichbare Alternative. Mit dem Gerät schaffte Apple auch gleich die bis dahin vorhandenen Standard-Anschlüsse ab und setzte voll auf USB. USB-Sticks zum Austausch von Dateien, kamen aber erst zwei Jahre nach dem ersten iMac in den Handel. Und auch die bereits vorhandenen Peripheriegeräte ließen sich nicht mehr an das System anschließen. Das Produkt rettete Apple aber damals vor der Pleite und legte den Grundstein für die heutige Größe.
Und bei den übrigen Befragten scheiden sich die Geister. Hier gaben 19 Prozent an, dass der Wegfall des Klinkenanschlusses es zumindest unwahrscheinlicher macht, dass sie beim Smartphone-Neukauf zum iPhone 7 greifen. Dem stehen aber 21 Prozent entgegen, bei denen die Entscheidung Apples - und die daraus resultierenden Folgen - sogar eher dazu beitragen, sich für das neue iPhone zu entscheiden.
Wesentlich stärker fällt die verbesserte Kamera ins Gewicht. Apple hat hier wieder einmal ordentlich in die Verarbeitung der Sensor-Daten investiert, da sich ja an den kleinen Optiken selbst kaum etwas wesentliches verbessern lässt. Die höhere Bildqualität ist laut der Umfrage für 41 Prozent ein wichtiges Kaufargument. Ebenso viele Verbraucher gaben an, dass die Kamera weder für noch gegen einen Kauf spricht. Um die verbesserte Qualität unter Beweis zu stellen, übergab Apple einem Sportfotografen der Sports Illustrated schon am Wochenende ein iPhone 7 Plus und die Bilder können sich durchaus sehen lassen:
Vieles ist viel wichtiger
Auch diverse andere Faktoren spielen bei den potenziellen Käufern eine wesentlich größere Rolle als der weggefallene 3,5-Millimeter-Anschluss: So etwa die längere Akkulaufzeit (47 Prozent), der stärkere Prozessor (43 Prozent) oder der größere Speicherplatz (44 Prozent). Über all diese Weiterentwicklungen lässt sich aber natürlich nicht so schön streiten, wie über ein weggefallenes Feature.Ähnlich heftige Reaktionen kennt Apple aber durchaus schon länger. Auch als man den ersten iMac ohne Diskettenlaufwerk auf den Markt brachte, war die Empörung groß. Damals gab es noch nicht einmal eine direkt vergleichbare Alternative. Mit dem Gerät schaffte Apple auch gleich die bis dahin vorhandenen Standard-Anschlüsse ab und setzte voll auf USB. USB-Sticks zum Austausch von Dateien, kamen aber erst zwei Jahre nach dem ersten iMac in den Handel. Und auch die bereits vorhandenen Peripheriegeräte ließen sich nicht mehr an das System anschließen. Das Produkt rettete Apple aber damals vor der Pleite und legte den Grundstein für die heutige Größe.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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