Facebook und AdBlock Plus liefern sich jetzt einen Grabenkampf
Facebook und AdBlock Plus sind in ihrem jeweiligen Spezialgebiet dominierende Dienste: Der eine im Geschäft mit der Online-Werbung, der andere mehr oder weniger in dessen Verhinderung. Zwischen beiden ist jetzt ein direktes Katz-und-Maus-Spiel angelaufen.
Alles begann damit, dass Facebook vor einigen Tagen ankündigte, die Filtersysteme von Werbeblockern zu umgehen und dies auch in die Praxis umsetzte. Zwei Tage später stand dann nun ein Update für AdBlock Plus zur Verfügung. Die Entwickler erklärten, Anzeigen nun auch auf Facebook wieder ausfiltern zu können. Nur Stunden später hieß es dann von Facebook, dass der Workaround schon wieder hinfällig sei.
Beide Seiten handeln hier im Grunde aus Prinzip. Facebook hat es nicht wirklich nötig, Werbeblocker auf der Desktop-Seite auszuschalten. Der allergrößte Teil der Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft wird ohnehin auf mobilen Endgeräten generiert, wo die Filter noch keine nennenswerte Rolle spielen.
Für Eyeo, das Unternehmen hinter AdBlock Plus, gilt es natürlich einen Ruf zu wahren. Um diesen ist es nicht besonders gut bestellt, wenn der Marktführer ausgerechnet auf dem weltweit größten Social Network nicht hält, was er verspricht. Hinzu kommt, dass das Unternehmen sein Geld damit verdient, ausgewählte Werbung dann doch an die Nutzer auszuliefern. Darum wäre es natürlich schlecht bestellt, wenn es zum allgemeinen Trend wird, die Anzeigen auch an die Nutzer der Software zu bringen, ohne Eyeo etwas von den Einnahmen abzugeben.
Seitens Facebooks verweist man hingegen darauf, dass Werbeblocker an sich ein ziemlich plumpes Instrument seien. Man selbst biete den Nutzern andere Möglichkeiten, die eingeblendeten Anzeigen zu kontrollieren. So lässt sich Werbung für Produkte, die den User nicht interessieren, ausblenden - was für beide Seiten Vorteile hat: Der User bekommt unnötige Werbung gar nicht erst eingeblendet und Facebook kann sein Zielgruppen-Targeting besser fokussieren.
An den nächsten Tagen darf der mehr oder weniger Unbeteiligte aber gespannt zuschauen, wie es weitergeht - bei einer großen Tüte Popcorn womöglich. Das Spiel ist allerdings ein relativ ungleiches: Facebook hat immerhin wesentlich mehr Ressourcen und Fachkräfte als eine Firma wie Eyeo.
Beide Seiten handeln hier im Grunde aus Prinzip. Facebook hat es nicht wirklich nötig, Werbeblocker auf der Desktop-Seite auszuschalten. Der allergrößte Teil der Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft wird ohnehin auf mobilen Endgeräten generiert, wo die Filter noch keine nennenswerte Rolle spielen.
Für Eyeo, das Unternehmen hinter AdBlock Plus, gilt es natürlich einen Ruf zu wahren. Um diesen ist es nicht besonders gut bestellt, wenn der Marktführer ausgerechnet auf dem weltweit größten Social Network nicht hält, was er verspricht. Hinzu kommt, dass das Unternehmen sein Geld damit verdient, ausgewählte Werbung dann doch an die Nutzer auszuliefern. Darum wäre es natürlich schlecht bestellt, wenn es zum allgemeinen Trend wird, die Anzeigen auch an die Nutzer der Software zu bringen, ohne Eyeo etwas von den Einnahmen abzugeben.
Filtern ist bei Facebook schwer
Für die Entwicklern von Werbeblockern dürfte Facebook zum Problem werden. Immerhin kann das Unternehmen Anzeigen von der eigenen Infrastruktur ausliefern, wodurch sich die Inhalte der Werbetreibenden und der Nutzer automatisiert nur schwer unterscheiden lassen. Wenn weiter versucht wird, die Filter scharf zu halten, dürfte dies früher oder später dazu führen, dass Anwender auch verschiedene Postings ihrer Kontakte nicht mehr angezeigt bekommen.Seitens Facebooks verweist man hingegen darauf, dass Werbeblocker an sich ein ziemlich plumpes Instrument seien. Man selbst biete den Nutzern andere Möglichkeiten, die eingeblendeten Anzeigen zu kontrollieren. So lässt sich Werbung für Produkte, die den User nicht interessieren, ausblenden - was für beide Seiten Vorteile hat: Der User bekommt unnötige Werbung gar nicht erst eingeblendet und Facebook kann sein Zielgruppen-Targeting besser fokussieren.
An den nächsten Tagen darf der mehr oder weniger Unbeteiligte aber gespannt zuschauen, wie es weitergeht - bei einer großen Tüte Popcorn womöglich. Das Spiel ist allerdings ein relativ ungleiches: Facebook hat immerhin wesentlich mehr Ressourcen und Fachkräfte als eine Firma wie Eyeo.
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