Microsoft installiert jetzt deutschen "Daten-Treuhänder" in Azure
Die Vorbereitungen liefen seit einiger Zeit und jetzt erfolgte der offizielle Start. Für Kunden mit besonderen Datenschutz-Ansprüchen hat das Unternehmen jetzt einen Cloud-Dienst gestartet, in den ein deutscher "Daten-Treuhänder" zwischengeschaltet ist, der nach hiesigem Recht arbeitet.
Das ganze Projekt ist eine Schlussfolgerung aus den Versuchen der US-Behörden, Zugriff auf E-Mails eines Kunden zu bekommen, die auf einem Server im Datenzentrum in Irland liegen. Microsoft bezieht in dem Fall den Standpunkt, dass die Informationen nur in Amtshilfe durch die irischen Behörden mit einem entsprechenden Gerichtsbeschluss zu übergeben wären. Seitens der US-Behörden geht man hingegen davon aus, dass Microsoft ihnen die Daten direkt geben müsse - immerhin handelt es sich bei dem Software-Konzern um ein US-Unternehmen und es ist unerheblich, wo dessen Server physikalisch aufgestellt wurden. Der Rechtsstreit darum zieht sich schon länger hin.
Um einer solchen Auseinandersetzung von Beginn an aus dem Weg gehen zu können, wurde schon seit einiger Zeit an einer Lösung gearbeitet. Und diese ist nun in der Praxis verfügbar. Im Rahmen der Branchenmesse CeBIT wurde durch das Unternehmen nun die Deutschland-Option für Azure-Cloud-Dienste gestartet. Dieser ist so gestaltet, dass es den US-Behörden unabhängig vom Ausgang des genannten Verfahrens gar nicht mehr möglich ist, die Daten der Kunden einfach zu übergeben.
Benötigt ein Kunde dann doch Support durch einen Microsoft-Techniker, kann dieser zwar eine Verbindung herstellen - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Den Daten-Treuhändern bei T-Systems muss ein entsprechender Antrag übermittelt werden, der dann auch auf Grundlage des deutschen Datenschutzrechtes überprüft wird. Nur wenn hier alles in Ordnung ist, bekommt der Microsoft-Mitarbeiter Zugang zum Server - allerdings nur mit den Rechten, die er wirklich benötigt, und auch nur für begrenzte Zeit.
Um einer solchen Auseinandersetzung von Beginn an aus dem Weg gehen zu können, wurde schon seit einiger Zeit an einer Lösung gearbeitet. Und diese ist nun in der Praxis verfügbar. Im Rahmen der Branchenmesse CeBIT wurde durch das Unternehmen nun die Deutschland-Option für Azure-Cloud-Dienste gestartet. Dieser ist so gestaltet, dass es den US-Behörden unabhängig vom Ausgang des genannten Verfahrens gar nicht mehr möglich ist, die Daten der Kunden einfach zu übergeben.
Geräte unter Aufsicht der Telekom
Die gesamte Azure-Infrastruktur liegt dafür in einem Datenzentrum der Deutschen Telekom und ist weitgehend komplett aus den Prozessen Microsofts herausgetrennt. Der Redmonder Konzern kann somit auch dann nicht auf die gespeicherten Daten zugreifen, wenn er das selbst wollte.Benötigt ein Kunde dann doch Support durch einen Microsoft-Techniker, kann dieser zwar eine Verbindung herstellen - allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen. Den Daten-Treuhändern bei T-Systems muss ein entsprechender Antrag übermittelt werden, der dann auch auf Grundlage des deutschen Datenschutzrechtes überprüft wird. Nur wenn hier alles in Ordnung ist, bekommt der Microsoft-Mitarbeiter Zugang zum Server - allerdings nur mit den Rechten, die er wirklich benötigt, und auch nur für begrenzte Zeit.
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