UHD, 0,1 ms & 120 Hertz:
Dells 30 Zoll OLED-Display kostet 5000€

Auf der CES hat Dell einen 30-Zoll-Monitor präsentiert, der als Erster dieser Größenklasse auf OLED-Technik setzt und weitere Spitzenwerte, wie UHD-Auflösung, 0,1 Millisekunden Reaktionszeit und 120 Hertz, bietet. Dafür müssen Kunden fast 5000 Euro investieren.
Logo, Dell, PC-Hersteller
Dell

Technik, die das Beste vereint

Abseits von Smartphones haben OLED-Displays bisher noch echten Seltenheitswert. Jetzt hat Dell bei der CES in Las Vegas angekündigt, dass man das eigene Monitor-Angebot um ein echtes Spitzenmodell erweitert, das auf die Technik setzt. Das Gerät, das in der Pressemittelung nur als "Dell Ultrasharp 30 OLED Monitor" bezeichnet wird, auf dem Messestand des Unternehmens aber schon die Kennzeichnung "UP3017Q" trägt, ist das erste in seiner Größenklasse mit einem OLED-Panel. Leider versäumt es der Konzern bisher, passende Pressebilder zu liefern. UP3017Q: Dell Ultrasharp 30 OLED MonitorNoch ohne OLED: Der kleine Kollege UltraSharp 27 Ein Blick auf die weiteren Spezifikationen zeigt, dass der Monitor in fast jeder Hinsicht Spitzenwerte bietet. Inhalte können auf dem Bildschirm in UHD-Qualität, also mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln, dargestellt werden. Der 30 Zoll Monitor erreicht damit eine Pixeldichte von fast 147 ppi. Dank der OLED-Technik, die es unter anderem möglich macht, auf Hintergrundbeleuchtung zu verzichten, weist der UP3017Q einen extrem hohen Kontrastwert von 400.000:1 auf. Die Reaktionszeit fällt mit 0,1 Millisekunden aber trotzdem sehr gering aus.

Bei traditionellen Panels sind Nutzer hier gezwungen sich zu entscheiden und müssen selbst dann mit schlechteren Ergebnissen leben. So bieten die wegen ihrer Kontraststärke bekannten VA-Displays meist maximale Werte von 4000:1, haben dann aber eine deutlich höhere Reaktionszeit. Die schnelleren TN-Panels können wiederum nur Kontrastwerte von 1000:1 erreichen. Dell setzt mit OLED in dieser Hinsicht also sozusagen auf die "eierlegende Wollmilchsau" der Displaytechnik.

Negative Effekte bedacht, Kosten enorm

Laut dem Bericht von Techradar, will Dell beim UP3017Q auch die negativen Effekte, die OLED-Panels mit sich bringen, bedacht haben - also etwa Burn-in oder die verkürzte Lebensdauer im Vergleich mit LCD. Ein sogenannter "Pixel-Shifting Algorithmus" soll das Einbrennen von Inhalten verhindern, ein Annäherungssensor deaktiviert den Monitor wenn sich der Nutzer entfernt. Ob diese Maßnahmen reichen muss sich jetzt in Langzeittests zeigen. Allerdings werden wohl nicht allzu viele Kunden einen ausführlichen Blick auf den UP3017Q werfen können. Die offizielle Preisempfehlung von Dell liegt zum US-Start im März bei 4999 Dollar.
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