Microsoft kauft Startup von Ex-Entwicklerchef Ray Ozzie

Microsoft übernimmt Talko, ein Startup, das von Microsofts Ex-Chefentwickler Ray Ozzie geführt wird. Dass Ozzie damit aber wieder zu seinem ehemaligen Arbeitgeber zurückkehrt, gilt als überaus unwahrscheinlich, auch wenn sich das sicher so manch ein Microsoft-Mitarbeiter wünschen würde.
Microsoft, Bill Gates, Steve Ballmer, Ray Ozzie
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Die Technologie von Talko soll in Skype einfließen, heißt es in einer ersten Stellungnahme zum Aufkauf. Talko hatte im vergangenen Jahr eine Anwendung für eine erleichterte und archivierfähige mobile Kommunikation im Unternehmen herausgebracht. Nun soll Skype und speziell Skype for Business von den Erfindungen des Ex-Microsoft-CTO profitieren, berichtet das Nachrichtenmagazin Fortune.

Mögliche Rückkehr zu Microsoft ausgeschlossen

Die Thema Ozzie, Aufkauf und die mögliche Rückkehr zu Microsoft sind dabei in den Medien noch viel stärker vertreten als die Übernahme selbst. Denn Ozzie gilt als großartiger Programmierer, der zugleich auch einen guten Geschäftssinn bewiesen hat. Mit seinem ersten eigenen Projekt landete er schließlich in den 1980ern bei Lotus, wo er für die erste Version von Lotus Notes mitverantwortlich war.

Sein erstes eigenes Unternehmen wurde von IBM übernommen, wo er selbst dann auch einige Jahre blieb. Schließlich gründete er Groove Networks - ein Startup, das 1997 von Microsoft aufgekauft wurde. Ozzie blieb bei Microsoft, und übernahm von Firmengründer Bill Gates schließlich den Posten als Leiter der Entwicklungsabteilung. 2010 ging Ozzie nach einigen Streitereien. Wenig später gründete er das Telekommunikation-Startup Cocomo, aus dem später dann Talko hervorging.

Siehe auch: Microsofts Chefentwickler Ray Ozzie tritt zurück

Ray Ozzie wird aber nicht wieder zu Microsoft zurückkehren: seit Mitte 2013 sitzt er im Aufsichtsrat von Hewlett-Packard, zudem hat er bereits neue Projekte neben dem Talko-Startup gegründet. Dass er nun kein Interesse habe, wieder bei Microsoft anzuheuern, hat er gegenüber Zdnet-Autorin Mary Jo Foley bestätigt.
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