Letzte Säule des Desktop-PC-Marktes bröckelt:
Weniger AiO-Verkäufe

Nachdem die Verkaufszahlen von normalen Desktop-PCs in den letzten Jahren immer weiter gefallen sind, setzten die Hersteller zunehmend auf All-In-One-PCs, um den Rückgang der Verkaufszahlen zu bremsen. Jetzt zeichnet sich ab, dass auch diese letzte Säule des Marktes für Desktop-Systeme wegzubrechen droht.
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Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf die örtlichen Quellen aus der Lieferkette meldet, gehen die Hersteller aktuell von einem Rückgang der Stückzahlen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 Prozent aus. Auch für das kommende Jahr erwarten sie keine deutliche Besserung, sondern gehen eher von einer Stagnation der Lieferzahlen aus.

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Der größte PC-Hersteller der Welt, Lenovo, ist auch der größte Anbieter von All-In-Ones (AiOs), wird dem Bericht zufolge wohl mit gleichbleibenden Stückzahlen rechnen können. Der Marktanteil des chinesischen Unternehmens werde 2016 weiterhin bei rund 30 Prozent bleiben, so die Prognose. Auch die gelockerten Regelungen für die Eröffnung von Internet-Cafés in China sollen dabei kaum Auswirkungen haben, weil Lenovo sich schwer damit tut, die Geräte an die Wünsche der Abnehmer anzupassen.

Für den zweitgrößten AiO-Lieferanten Apple wird 2016 mit einem Anstieg der Lieferzahlen um rund fünf Prozent gerechnet, weshalb der taiwanische Vertragsfertiger der iMacs Quanta sein Personal für die Apple-Produktreihe bereits aufgestockt haben soll. Apple ist generell recht unberührt vom schwächelnden PC-Markt, legten die iMac- und Macbook-Verkäufe im letzten Quartal doch um vier Prozent auf 5,7 Millionen Einheiten zu. Auf das Gesamtjahr betrachtet, gehen Marktbeobachter von rund fünf Prozent mehr iMac-Verkäufen aus.

HP als drittgrößter AiO-Verkäufer muss 2015 hingegen wieder mit stagnierenden Absatzzahlen rechnen, wobei man zuletzt gerade in Indien kräftig zulegen konnte, so dass das US-Unternehmen inzwischen einen Marktanteil von rund 30 Prozent haben soll. Bei Dell geht es im kommenden Jahr ebenfalls einige Prozentpunkte aufwärts, schätzen die Quellen.
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