Sehr viel mehr würden inzwischen für mehr Datenschutz auch zahlen

Der Bedarf an Online-Services, die ihren Nutzern einen besseren Datenschutz garantieren, ist in der letzten Zeit deutlich gestiegen - auch wenn dies heißt, dass die Nutzer für diese Geldbezahlen sollen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von TNS Emnid im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV).
Datenschutz, Cd, schloss
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Ob es nun soziale Netzwerke oder E-Mail-Dienste sind, auf die zahlreiche Anwender bisher kostenlos zugreifen können. Würden diese nun Geld verlangen und im Gegenzug höchsten Datenschutz und das Tracking durch Werbung wegfallen lassen, wären inzwischen mehr als die Hälfte der Verbraucher bereit, diesen weg mitzugehen. 51 Prozent äußerten sich entsprechend. Bei einer vergleichbaren Untersuchung vor zwei Jahren waren es erst 35 Prozent.

"Das Bewusstsein dafür steigt, dass im Internet keinesfalls alles kostenlos ist. Viele Verbraucher würden ins Portemonnaie greifen, um ihre Daten zu schützen", kommentierte Klaus Müller, Vorstand des VZBV, das Ergebnis. Unter jenen, die grundsätzlich bereit sind, etwas zu zahlen, wären 87 Prozent bereit, 5 Euro oder mehr im Monat auszugeben.

Mit 5 Euro wäre man dabei

Bei den meisten Nutzern (54 Prozent) liegt die Grenze dann aber auch schon bei jenen 5 Euro. 26 Prozent wären auch bereit, bis zu 10 Euro im Monat auszugeben, 7 Prozent würden auch Kosten akzeptieren, die darübergehen. Hier käme es also wohl darauf an, wie viele Dienste sich diesen Betrag letztlich teilen müssten.

Besonders kritisch sehen die meisten Verbraucher dabei die Datensammlung durch die sozialen Netzwerke und auch Messenger - an denen man aber eben auch am schlechtesten vorbeikommt, da sie im eigenen Umfeld oft ein wichtiges Kommunikations-Medium darstellen. Mehr Datenschutz hätte man aber gern auch bei Online-Shops, Providern und E-Mail-Anbietern. Das größte Problem sehen die Anwender dabei in der fehlenden Transparenz darüber, welche Daten über sie erhoben und von dem diese ausgewertet werden.
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