Watchever: Der angebliche große Wurf ist nur ein kleiner Hüpfer

Der Streaming-Dienst Watchever hatte vor wenigen Tagen die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als man ein neues Konzept versprach, mit dem man gegen die starke Konkurrenz von Netflix und Amazon bestehen will. Nun sind die Neuerungen da - und erfüllen die geweckten Erwartungen keinesfalls.
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Die Spekulationen, was denn jetzt kommen möge, waren vielfältig. Insbesondere ein neues Preiskonzept wurde diskutiert - denn das Abo-Modell wäre durchaus etwas, mit dem man sich von anderen abheben könnte. Als nun aber die Neuerungen präsentiert wurden, gab es dazu aber schlicht nichts zu berichten. Lediglich eine neue Nutzerführung soll Watchever ordentlich voranbringen.

So ist die größte Neuerung die Einführung von thematischen Kanälen. Diese habe man mit verschiedenen Partnern zusammengestellt, hieß es. So gibt es hier nun beispielsweise eigene Sektionen für Disney-Filme, Dokumentationen, Arthaus-Klassiker oder TV-Sendungen. Die Kanalstruktur soll es vor allem einfacher machen, neue Inhalte zu entdecken, so die Betreiber. Das mag gut für die bestehenden Nutzer sein, ob es allerdings jemanden dazu bringt, nun Watchever statt Netflix oder Amazon Prime zu abonnieren, ist fraglich.

Eine weitere Neuerung sind personalisierte Vorschläge, bei denen den Kunden anhand des jeweiligen Nutzungsverhaltens weitere relevanter Inhalte angeboten werden sollen. Dies ist bei anderen Diensten im Grunde auch zu finden. Bei Watchever will man die Vorschläge aber nicht gänzlich den Algorithmen überlassen, sondern setzt auch darauf, dass die Redaktion die Vorschläge immer wieder nachbessert.

Eingepackt ist all dies in ein überarbeitetes Design. Die neue Watchever-Version steht den Kunden in der Web-Fassung des Dienstes ab sofort zur Verfügung. Die Apps für die verschiedenen Mobile-Plattformen sollen in den nächsten Wochen entsprechende Updates erhalten, hieß es. Watchever verlangt für den unbegrenzten Zugriff auf alle Inhalte im Katalog eine monatliche Gebühr von 8,99 Euro.
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