Ubisoft-Chef: "Wir haben aus den Watch Dogs-Fehlern gelernt"

Der französische Publisher Ubisoft hat sich vor ein paar Jahren beim Open World-Spiel Watch Dogs ordentlich die Finger verbrannt: Man hat auf der E3 2012 das Spiel präsentiert, Journalisten wie Gamer waren vor allem von der Grafik des Hacker-Titels beindruckt. Im später veröffentlichten Game war die Optik aber nicht mehr ganz so beeindruckend, Ubisoft musste sich viel Kritik dafür anhören.
Ubisoft, Watch Dogs, E3 2012
Ubisoft
Das soll sich laut Ubisoft-Präsident Yves Guillemot nicht mehr wiederholen, wie er gegenüber der britischen Zeitung The Guardian sagte: Ubisoft will nur noch "echte Games" zeigen. "Wir haben im Vorfeld der E3 2015 gesagt: Ok, lasst uns sicherstellen, dass die Games spielbar sind, dass sie auf den anvisierten Systemen laufen. Wenn wir etwas zeigen, dann bitten wir das jeweilige Entwickler-Team, dass sie sicherstellen, dass Spieler sofort sehen können, was es ist."

Guillemot weiter: "Das ist, was wir aus der Watch Dogs-Erfahrung gelernt haben. Wenn es nicht auf der Ziel-Maschine gespielt werden kann, ist es ein Risiko." Laut des Ubisoft-Chefs stellen solche Demos bzw. Ankündigungen aber keine bewusste Irreführung dar, sondern sind auch auf zu große Ambitionen im Vorfeld zurückzuführen.


Der Guardian erinnert in diesem Zusammenhang an einen weiteren berühmten Fall dieser Art: 2005 enthüllte Sony auf der E3 eine Demo zu Killzone 2 und behauptete noch Wochen später, dass darin Echtzeit-Berechnungen zu sehen waren. Später musste man dann aber doch zugeben, dass die Bilder vorgerendert waren.

Einfacheres Handling bei kleinen Spielen

Yves Guillemot sagte im Interview außerdem, dass Ubisoft seinen Mitarbeitern mehr Freiheiten bei der Entwicklung kleiner und experimenteller Games lassen will. Titel wie Grow Home, die nicht viel kosten, müssten demnach nicht mehr bei der Konzernzentrale angemeldet werden, die einzelnen Studios bekommen so mehr Freiraum.
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