Bob: Microsofts größter Flop feiert seinen 20. Geburtstag
Heute vor 20 Jahren veröffentlichte der Software-Konzern Microsoft einen der wohl größten Flops seiner Firmengeschichte, von dem einzelne Bestandteile aber teilweise bis heute nachwirken: "Microsoft Bob" sollte eigentlich die Nutzeroberfläche revolutionieren, war aber glücklicherweise nicht die einzige Entwicklung in dem Bereich.
Wenn Nutzer das Produkt überhaupt kennen, dann meist aus Erzählungen und Berichten. Größere Absatzzahlen erreichte Microsoft nicht. Doch auch wenn die Umsetzung scheiterte, war die Idee zu ihrer Zeit durchaus berechtigt: Aktuell war zur Zeit des Entwicklungsbeginns Windows 3.11, dessen Oberfläche man den zahlreichen neuen Nutzern, die Mitte der 1990er Jahre in den PC-Bereich strömten, nicht zumuten wollte.
Statt der Schreibtisch-Analogie wollte Bob die Anwender in eine Kopie einer Wohnung mitnehmen. Die Benutzeroberfläche war im Wesentlichen eine comicartige Version eines Wohnzimmers. Ein Klick auf den Kalender an der Wand öffnete die Terminverwaltung, auf dem Tisch liegende Blätter und Stifte führten zur Textverarbeitung und so weiter.
Und auch wenn es letztlich keine direkte Verbindung mehr gibt, war Bob doch auch Vorläufer für eine sehr aktuelle Microsoft-Entwicklung: Als Bill Gates das Produkt auf der ersten CES-Keynote Microsofts vorstellte, erklärte er es zum Ziel der Entwicklung, dass die Anwender ihren PC über eine Spracherkennung steuern sollen. Dies könnte nun mit Cortana 20 Jahre später Wirklichkeit werden.
Statt der Schreibtisch-Analogie wollte Bob die Anwender in eine Kopie einer Wohnung mitnehmen. Die Benutzeroberfläche war im Wesentlichen eine comicartige Version eines Wohnzimmers. Ein Klick auf den Kalender an der Wand öffnete die Terminverwaltung, auf dem Tisch liegende Blätter und Stifte führten zur Textverarbeitung und so weiter.
Clippy und Comic Sans
Als Ansprechpartner für den Nutzer diente ein kleiner Hund namens Rover. Dieser tauchte selbst Jahre später in Windows XP noch einmal auf und diente auch als Vorlage für die später in Microsofts Office-Paket integrierten Assistenten wie Clippy. Die Entwicklung von Bob brachte aber auch etwas hervor, was noch viel länger seine Spuren hinterließ: Auch wenn sie in dem Produkt selbst gar keine Verwendung fand, stammte doch die Schriftart Comic Sans aus dem Projekt.Und auch wenn es letztlich keine direkte Verbindung mehr gibt, war Bob doch auch Vorläufer für eine sehr aktuelle Microsoft-Entwicklung: Als Bill Gates das Produkt auf der ersten CES-Keynote Microsofts vorstellte, erklärte er es zum Ziel der Entwicklung, dass die Anwender ihren PC über eine Spracherkennung steuern sollen. Dies könnte nun mit Cortana 20 Jahre später Wirklichkeit werden.
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Christian Kahle
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