Microsoft HoloLens: Läuft die Windows-10-Brille mit Intel-Atom-CPU?
Nach und nach tauchen immer mehr Details zur Hardware in Microsofts kürzlich für Windows 10 präsentierter Virtual-Reality- bzw. Augmented-Reality-Brille HoloLens auf. Offenbar konnte Intel einen Design-Win landen, denn das System soll die kommende Generation der Intel-Atom-Prozessoren nutzen.
Wie PCWorld unter Berufung auf eine mit der Hardware von Microsoft HoloLens vertraute Quelle berichtet, soll in dem System als grundlegende Plattform ein x86-basiertes System stecken, das auf den neuen Intel Atom "Cherry Trail"-SoCs basiert. Der Atom-Chip bringt also die CPU mit vermutlich bis zu vier stromsparenden Kernen und eine Grafikeinheit mit.
Für die Verarbeitung der zahlreichen Umgebungsdaten ist außerdem ein sogenannter Holographic Processing Unit (HPU) an Bord, bei dem aktuell von offizieller Seite noch unklar ist, um was für einen Chip es sich handelt und welcher Zulieferer ihn fertigt. Derzeit wird vermutet, dass der HPU von der Firma Himax Technologies kommt, weil Microsoft als einer der Abnehmer der von dem taiwanischen Unternehmen entwickelten speziellen 3D-Chips genannt wird.
Siehe auch: Erste Eindrücke von HoloLens: Die Tester sind schwer begeistert
Die Verwendung der Intel Atom-Prozessoren der nächsten Generation durch Microsoft erscheint durchaus logisch, soll doch ein "normales" Windows 10 als Basis von HoloLens laufen. Die "Cherry Trail"-SoCs sind derzeit noch nicht in kommerziellen Produkten verfügbar, sondern werden wohl erst ab dem zweiten Quartal in ersten Geräten präsentiert, die dann ab dem Sommer breit verfügbar sein dürften. Dabei wird es sich im Normalfall um Tablets und Low-End-PCs handeln, denn für diese Art von PCs sind die Intel-Chips hauptsächlich gedacht.
Die neuen Atom-SoCs basieren auf der Intel "Broadwell"-Architektur und werden wie die neuen Intel Core-CPUs der fünften Generation im 14-Nanometer-Maßstab gefertigt. Dadurch kommen sie mit noch weniger Energie aus und bieten mehr Leistung als die aktuelle Atom "Bay Trail"-Familie. Sie bieten außerdem einige Features, die Microsoft für HoloLens nutzen könnte. Neben speziellen Beschleunigern für die Verarbeitung von Bewegungsdaten bei der Gestenerkennung gibt es auch Unterstützung für eine drahtlose Stromversorgung und die Übertragung von Bilddaten per Wireless-Verbindung.
Ob und wie Microsoft diese Features nutzt, ist derzeit natürlich noch unklar. Hinzu kommt eine vermutlich gegenüber den aktuellen "Bay Trail"-Chips deutlich gesteigerte Grafikleistung, denn aufgrund bisher vorliegender Informationen geht man davon aus, dass die GPU-Performance mit "Cherry Trail" mindestens verdoppelt werden kann, so dass die neuen Intel-Chips wohl die aktuellen AMD "Mullins"-APUs, die Qualcomm Snapdragon und auch den Nvidia Tegra K1 in Sachen Grafik-Power hinter sich lassen dürften.
Für Microsoft könnte somit ausreichend Leistung zur Verfügung stehen, um das horizontal und vertikal 120 Grad abdeckende Sichtfeld der HoloLens VR-Brille abzudecken. Wann HoloLens auf den Markt kommen soll, ließ Microsoft bisher offen. Man sprach lediglich davon, dass das Produkt im "Zeitrahmen von Windows 10" eingeführt werden soll.
Für die Verarbeitung der zahlreichen Umgebungsdaten ist außerdem ein sogenannter Holographic Processing Unit (HPU) an Bord, bei dem aktuell von offizieller Seite noch unklar ist, um was für einen Chip es sich handelt und welcher Zulieferer ihn fertigt. Derzeit wird vermutet, dass der HPU von der Firma Himax Technologies kommt, weil Microsoft als einer der Abnehmer der von dem taiwanischen Unternehmen entwickelten speziellen 3D-Chips genannt wird.
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Die neuen Atom-SoCs basieren auf der Intel "Broadwell"-Architektur und werden wie die neuen Intel Core-CPUs der fünften Generation im 14-Nanometer-Maßstab gefertigt. Dadurch kommen sie mit noch weniger Energie aus und bieten mehr Leistung als die aktuelle Atom "Bay Trail"-Familie. Sie bieten außerdem einige Features, die Microsoft für HoloLens nutzen könnte. Neben speziellen Beschleunigern für die Verarbeitung von Bewegungsdaten bei der Gestenerkennung gibt es auch Unterstützung für eine drahtlose Stromversorgung und die Übertragung von Bilddaten per Wireless-Verbindung.
Ob und wie Microsoft diese Features nutzt, ist derzeit natürlich noch unklar. Hinzu kommt eine vermutlich gegenüber den aktuellen "Bay Trail"-Chips deutlich gesteigerte Grafikleistung, denn aufgrund bisher vorliegender Informationen geht man davon aus, dass die GPU-Performance mit "Cherry Trail" mindestens verdoppelt werden kann, so dass die neuen Intel-Chips wohl die aktuellen AMD "Mullins"-APUs, die Qualcomm Snapdragon und auch den Nvidia Tegra K1 in Sachen Grafik-Power hinter sich lassen dürften.
Für Microsoft könnte somit ausreichend Leistung zur Verfügung stehen, um das horizontal und vertikal 120 Grad abdeckende Sichtfeld der HoloLens VR-Brille abzudecken. Wann HoloLens auf den Markt kommen soll, ließ Microsoft bisher offen. Man sprach lediglich davon, dass das Produkt im "Zeitrahmen von Windows 10" eingeführt werden soll.
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