Samsung-Partner klagt: Vorwurf der Kinderarbeit ist Verleumdung
China Labor Watch sieht sich jetzt mit einer Klage wegen übler Nachrede konfrontiert. Diese wurde vom chinesischen Samsung-Zulieferer HEG Electronics eingereicht, nachdem die Organisation dem Unternehmen vor einiger Zeit vorgeworfen hatte, Kinderarbeit in seinen Betrieben zu dulden.
HEG stellt für Samsung verschiedene Komponenten für Mobiltelefone her. Nachdem China Labor Watch die Vorwürfe erhoben hatte, wonach mindestens zehn Heranwachsende unter 16 Jahren beschäftigt würden, hatten die beiden Unternehmen eine gemeinsame Untersuchung eingeleitet. Hinzu kam eine Prüfung durch lokale Behörden. In beiden Fällen seien keine Belege für die Aussagen der Organisation gefunden worden, berichtete die Nachrichtenagentur AP.
China Labor Watch hatte in den letzten Jahren schon mehrfach Fälle von Kinderarbeit bei Samsung-Zulieferern aufgedeckt. Parallel zu HEG wurde zuletzt auch Dongguan Shinyang Electronics mit einem solchen Vorwurf konfrontiert. Hier bestätigte eine Prüfung durch Samsung den Sachverhalt und der südkoreanische Konzern annullierte die Verträge mit dem Zulieferer.
Wie sich die Situation bei HEG nun tatsächlich darstellt, werden die Gerichte zu klären haben. Dass ein Samsung-Zulieferer wegen solcher Vorwürfe klagt ist bisher einmalig. Das Unternehmen erklärte den Schritt damit, dass China Labor Watch die Geschäftstätigkeit der Firma gefährdet hat, indem das Vertrauensverhältnis zu Partnern und Mitarbeitern beeinträchtigt wurde.
Bei der Organisation nimmt man die Sache allerdings gelassen hin - unter anderem auch, weil die Klage in China eingereicht wurde. Da China Labor Watch seinen Sitz in New York hat, ist die dortige Justiz eigentlich gar nicht zuständig. "Die Klage ist eine Marketing-Aktion", erklärte China Labor Watch-Chef Li Qiang. "Wenn sie es ernst meinen würden, hätten HEG und Samsung die Klage in Amerika eingereicht."
China Labor Watch hatte in den letzten Jahren schon mehrfach Fälle von Kinderarbeit bei Samsung-Zulieferern aufgedeckt. Parallel zu HEG wurde zuletzt auch Dongguan Shinyang Electronics mit einem solchen Vorwurf konfrontiert. Hier bestätigte eine Prüfung durch Samsung den Sachverhalt und der südkoreanische Konzern annullierte die Verträge mit dem Zulieferer.
Wie sich die Situation bei HEG nun tatsächlich darstellt, werden die Gerichte zu klären haben. Dass ein Samsung-Zulieferer wegen solcher Vorwürfe klagt ist bisher einmalig. Das Unternehmen erklärte den Schritt damit, dass China Labor Watch die Geschäftstätigkeit der Firma gefährdet hat, indem das Vertrauensverhältnis zu Partnern und Mitarbeitern beeinträchtigt wurde.
Bei der Organisation nimmt man die Sache allerdings gelassen hin - unter anderem auch, weil die Klage in China eingereicht wurde. Da China Labor Watch seinen Sitz in New York hat, ist die dortige Justiz eigentlich gar nicht zuständig. "Die Klage ist eine Marketing-Aktion", erklärte China Labor Watch-Chef Li Qiang. "Wenn sie es ernst meinen würden, hätten HEG und Samsung die Klage in Amerika eingereicht."
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