Musikindustrie: Jeder vierte Euro kommt schon aus dem Internet
Der Online-Vertrieb von Musik hat sich inzwischen zu einer so stabilen Säule entwickelt, dass die Umsatzrückgänge im Geschäft mit physischen Tonträgern dauerhaft weitgehend ausgeglichen werden können. Dabei geht es mit dem größten Digital-Bereich sogar schon wieder nach unten.
Insgesamt verbuchte die Musikindustrie in Deutschland im ersten Halbjahr einen leichten Umsatzrückgang um 0,8 Prozent. Nach schwächeren Frühlingsmonaten habe sich das Geschäft zuletzt wieder stabil entwickelt, teilte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) heute mit. Demnach belief sich der Umsatz mit Musikverkäufen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres insgesamt auf 656 Millionen Euro - das sind rund vier Millionen Euro weniger als im ersten Halbjahr 2013.
Die Einnahmen aus dem Online-Vertrieb legten dabei insgesamt um 7,5 Prozent auf 174 Millionen Euro zu. Mit einem Umsatzanteil von 26,5 Prozent wird damit mehr als jeder vierte Euro in der deutschen Musikindustrie im Internet erwirtschaftet. Die klassischen Download-Verkäufe bilden dabei mit einem Anteil von 18,6 Prozent weiterhin die zweitgrößte Einnahmequelle nach der CD. Durch den Siegeszug der Streaming-Dienste gingen die Umsätze mit Downloads aber um 7,1 Prozent zurück.
Die größten Zuwächse verzeichnete das Segment des abonnementbasierten und werbefinanzierten Musikstreamings (+77 Prozent), das nunmehr einen Anteil von 7,7 Prozent am deutschen Musikmarkt erreicht.
Wichtigste Umsatzquelle ist weiterhin die CD, die erneut nur einen leichten Umsatzrückgang (-3,6 Prozent) zu verzeichnen hatte und weiterhin rund zwei Drittel (65,6 Prozent) der Umsätze des deutschen Musikmarkts einfährt. Weiterhin steigend sind die Einnahmen mit Vinyl-Platten. Diese legten im ersten Halbjahr um immerhin 34,5 Prozent zu und brachten es so auf einen gesamten Marktanteil von 2,4 Prozent.
Die Einnahmen aus dem Online-Vertrieb legten dabei insgesamt um 7,5 Prozent auf 174 Millionen Euro zu. Mit einem Umsatzanteil von 26,5 Prozent wird damit mehr als jeder vierte Euro in der deutschen Musikindustrie im Internet erwirtschaftet. Die klassischen Download-Verkäufe bilden dabei mit einem Anteil von 18,6 Prozent weiterhin die zweitgrößte Einnahmequelle nach der CD. Durch den Siegeszug der Streaming-Dienste gingen die Umsätze mit Downloads aber um 7,1 Prozent zurück.
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Christian Kahle
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