Wikipedia veröffentlicht Liste mit "Recht auf Vergessen"-Links
Wikipedia-Gründer Jimmy Wales war vor einigen Tagen außer sich, als bekannt wurde, dass mindestens ein Wikipedia-Link vom von der EU beschlossenen "Recht auf Vergessenwerden" betroffen ist. Die Wikimedia Foundation, die Stiftung hinter der freien Online-Enzyklopädie, hat nun in einem ungewöhnlichen Schritt offengelegt, welche Links auf Google nicht mehr angezeigt werden dürfen.
Jimmy Wales hat die EU-Regelung am Montag als "völligen Irrsinn" bezeichnet und auch bei Wikimedia ist man alles andere als erfreut über diese von der EU geschlagenen "Löcher in das freie Wissen", wie Lila Tretikov, Executive Director der Wikimedia Foundation, in einem Blog-Beitrag schreibt.
Tretikov meint, dass die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs eine "direkte und kritische" Auswirkung auf Wikipedia habe: Denn mit der Entscheidung habe die EU ihre "Verantwortung aufgegeben, eines der wichtigsten und universellsten Rechte zu schützen: Das Recht, Informationen zu suchen, zu empfangen und zu vermitteln."
Deshalb hat sich die Stiftung zu einem Schritt entschieden, der wohl noch für viele Diskussionen sorgen wird: Man hat sich dazu entscheiden, alle 50 bisher auf Suchmaschinen geblockten Seiten offenzulegen, die Übersicht der Links ist auf einer eigenen Seite zu finden. Besonders brisant sind die Suchmaschinen-gesperrten Links jedoch nicht, die meisten betreffen die Niederlande und haben nach Angaben von Heise mit einem Wikipedia-internen Schiedsgericht zu tun.
Tretikov meint, dass die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs eine "direkte und kritische" Auswirkung auf Wikipedia habe: Denn mit der Entscheidung habe die EU ihre "Verantwortung aufgegeben, eines der wichtigsten und universellsten Rechte zu schützen: Das Recht, Informationen zu suchen, zu empfangen und zu vermitteln."
Internet mit "Gedächtnislücken"
"Die Folge ist, dass genaue Suchergebnisse in Europa verschwinden, ohne öffentliche Erklärung, ohne echte Beweise, ohne gerichtliche Überprüfung und ohne Recht auf Berufung", findet Tretikov deutliche Worte. Sie befürchtet ein Internet, das von "Gedächtnislücken" durchlöchert ist und in dem "unbequeme Information einfach verschwinden kann."Deshalb hat sich die Stiftung zu einem Schritt entschieden, der wohl noch für viele Diskussionen sorgen wird: Man hat sich dazu entscheiden, alle 50 bisher auf Suchmaschinen geblockten Seiten offenzulegen, die Übersicht der Links ist auf einer eigenen Seite zu finden. Besonders brisant sind die Suchmaschinen-gesperrten Links jedoch nicht, die meisten betreffen die Niederlande und haben nach Angaben von Heise mit einem Wikipedia-internen Schiedsgericht zu tun.
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