IE11 für WP8.1 GDR1: Microsoft muss Standards über Bord werfen

Microsofts mobiler Browser hat aktuell ein Problem und zwar beim Umgang mit mobilen Webseiten, die keinen oder nicht allen Standards folgen. Grund: Die Seiten sind für Webkit bzw. für einige nicht standardisierte Funktionen in Apples Safari-Browser optimiert. Windows Phone 8.1 Update (GDR1) soll derartige Inkompatibilitäten beheben.
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Microsoft

Vom Saulus zum Paulus...

Microsofts Internet Explorer war, wie ZDNet unter Berufung auf einen Blog-Beitrag von Microsofts Internet-Explorer-Team erklärt, über Jahre für Web-Entwickler ein Grund zur Klage, da sie ihre Seiten für nicht- standardisierte IE-Versionen anpassen mussten. Nun hat sich das Spiel umgedreht: Microsoft hält sich fast sklavisch an Standards, andere jedoch nicht. Vor allem in der mobilen Version vom IE11 hat man es nun ständig mit Seiten zu tun, die Standards nicht so eng sehen. IE11 für Windows Phone 8.1 GDR1Links ist Twitter in der Darstellung auf IE11 für WP8.1 zu sehen, rechts in der GDR1-Version Dieses Problem, mit dem auch Firefox-Macher Mozilla zu kämpfen hat, ist vor allem ein mobiles, da das "Desktop-Web", wie Microsoft schreibt, sich weitgehend an Standards hält. Im Gegensatz zu den "großen" Browsern stößt man aber bei mobiler Nutzung immer wieder auf Seiten, die für iOS und speziell das iPhone optimiert worden sind - und auf dem IE11 eine "minderwertigere Nutzererfahrung" bieten.

Aus diesem Grund hat sich Microsoft mit Mozilla zusammengeschlossen und unterstützt nun die Initiative bzw. Seite Bug reporting for the internet: Dort sollen "kaputte" Webseiten angegeben werden, damit man an deren Entwickler herantreten und sie bitten kann, ihre Seiten anzupassen.

...und gezwungenermaßen wieder zurück

Im Blog-Beitrag gibt Microsoft an, dass man sich nun an dem orientieren müsse, was Nutzer von iOS und Android zu sehen bekommen. Deshalb öffnet man sich bei Windows Phone 8.1 GDR1 Plattform-Features, die keinen Standards entsprechen. Dieser nach eigenen Angaben "pragmatische" Ansatz für den mobilen Browser hat es Microsoft ermöglicht, die Darstellung von etwa 40 Prozent der rund 500 beliebtesten Seiten, darunter Twitter, zu verbessern. Sieht man sich die Unterschiede zwischen den beiden Twitter-Darstellungen (siehe oben) an, dann wird schnell klar, dass Microsoft keine andere Wahl hatte.

Siehe auch: Windows Phone 8.1 Update 1 - Microsoft stellt Neuerungen vor
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