Einsatz fliegender Kriegs-Roboter wird von Deutschen abgelehnt
In der deutschen Bevölkerung findet der Einsatz von ferngesteuerten Kriegs-Robotern durch die Bundeswehr keine Mehrheit. Die Bundesregierung setzt hingegen auf solche Drohnen, die irgendwo in der Welt per Fernsteuerung Waffen auf Menschen richten können.
Zu negativer Berühmtheit brachten es vor allem die Flugroboter der USA, die seit Jahren quasi ohne Pause am Himmel verschiedener Regionen in Afghanistan und Pakistan präsent sind. Jederzeit und unvorhersehbar können diese das Feuer eröffnen - auf Knopfdruck des Piloten, der oft mehrere tausend Kilometer entfernt am Joystick sitzt.
Nun will auch die Bundeswehr solche Möglichkeiten erhalten. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus (heutige Ausgabe) lehnt die deutsche Bevölkerung die Pläne aber mehrheitlich ab: 55 Prozent haben sich gegen den Einsatz solcher Maschinen ausgesprochen. Dem stehen 40 Prozent gegenüber, die die Anschaffung fliegender Kriegs-Roboter befürworten. Fünf Prozent wollten sich nicht festlegen.
Eine Mehrheit für den Einsatz der Kampfsysteme gab es lediglich unter Anhängern der Unionsparteien (60 Prozent) und der FDP (52 Prozent). Bei den Sympathisanten der SPD sprachen sich 69 Prozent gegen den Einsatz aus, bei denen der Grünen waren es 74 Prozent und bei denen der Linkspartei 84 Prozent.
Nun will auch die Bundeswehr solche Möglichkeiten erhalten. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus (heutige Ausgabe) lehnt die deutsche Bevölkerung die Pläne aber mehrheitlich ab: 55 Prozent haben sich gegen den Einsatz solcher Maschinen ausgesprochen. Dem stehen 40 Prozent gegenüber, die die Anschaffung fliegender Kriegs-Roboter befürworten. Fünf Prozent wollten sich nicht festlegen.
Eine Mehrheit für den Einsatz der Kampfsysteme gab es lediglich unter Anhängern der Unionsparteien (60 Prozent) und der FDP (52 Prozent). Bei den Sympathisanten der SPD sprachen sich 69 Prozent gegen den Einsatz aus, bei denen der Grünen waren es 74 Prozent und bei denen der Linkspartei 84 Prozent.
Bund will Produkt aus Israel
Was die Anschaffung angeht, tendiert die Bundesregierung derzeit in Richtung eines Modells des Herstellers Israeli Aerospace Industries. Für das Produkt aus Israel würde die Erfahrung der Bundeswehr sprechen. Denn in Afghanistan operierte man bereits mit der unbewaffneten Variante "Heron 1", die zu Aufklärungszwecken im Einsatz war. Die neuere "Heron TP", die auch Waffen mit sich führen kann, ist zwar größer, doch die Steuerung unterscheidet sich nicht so stark, wie bei einem System eines völlig anderen Anbieters.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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