Netflix darf eigene Hit-Serie in Deutschland zunächst nicht zeigen
Das Polit-Drama "House of Cards" (HoC) ist das Aushängeschild des Streaming-Anbieters Netflix, der gestern seinen Start im deutschsprachigen Raum für Ende 2014 angekündigt hat. Doch House of Cards demonstriert, wie unbefriedigend die Netflix-Einführung hierzulande sein könnte bzw. wahrscheinlich sein wird.
Seit der gestrigen Ankündigung der Europa-Expansion fragen sich zahlreiche Film- und Fernseh-Fans, ob der US-Dienst Netflix bei uns auch nur ansatzweise ein ähnliches Angebot wie in seiner Heimat bieten kann. Die sehr wahrscheinliche Antwort lautet: Nicht ansatzweise. Grund ist natürlich das europäische Rechtegeflecht, das Netflix wohl noch einiges Kopfzerbrechen bereiten wird.
Oscar-Preisträger Kevin Spacey spielt in House of Cards den skrupellosen Politiker Frank Underwood
Denn wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hält der Abo-Sender Sky die lokalen Erstausstrahlungsrechte an House of Cards. Das bedeutet, dass Sky einen vertraglich zugesicherten Vorsprung von sechs Monaten hat.
Konkret wird man also zum Deutschland-Start die ersten beiden Staffeln ins Angebot nehmen können. Wenn im Februar 2015 die dritte Season in den USA startet, dann wird sie Netflix erst ein halbes Jahr später selbst ins Angebot nehmen dürfen. Die FAZ fragte bei Netflix nach, bekam als Antwort lediglich einen allgemeinen Verweis darauf, dass man auch "Original-Serien von Netflix" zeigen werde. Auf die Problematik bei House of Cards ging man hingegen nicht explizit ein.
Vergleichbare Szenarien sind bei vielen anderen US-Produktionen zu erwarten, weshalb viele Branchenkenner vor überhöhten Erwartungen in Bezug auf Netflix warnen.
Siehe auch: Netflix startet noch 2014 in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Oscar-Preisträger Kevin Spacey spielt in House of Cards den skrupellosen Politiker Frank Underwood
Netflix-Hit nicht gleich bei Netflix
Das zeigt keine andere Produktion besser als "House of Cards": Das mit einem Golden Globe und mehreren Emmys ausgezeichnete Drama wird nämlich in Deutschland erst mit einiger Verspätung auf Netflix zu sehen sein, wenn 2015 die dritte Staffel startet. Und das obwohl es sich um eine Eigenproduktion von Netflix handelt.Denn wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hält der Abo-Sender Sky die lokalen Erstausstrahlungsrechte an House of Cards. Das bedeutet, dass Sky einen vertraglich zugesicherten Vorsprung von sechs Monaten hat.
Konkret wird man also zum Deutschland-Start die ersten beiden Staffeln ins Angebot nehmen können. Wenn im Februar 2015 die dritte Season in den USA startet, dann wird sie Netflix erst ein halbes Jahr später selbst ins Angebot nehmen dürfen. Die FAZ fragte bei Netflix nach, bekam als Antwort lediglich einen allgemeinen Verweis darauf, dass man auch "Original-Serien von Netflix" zeigen werde. Auf die Problematik bei House of Cards ging man hingegen nicht explizit ein.
Vergleichbare Szenarien sind bei vielen anderen US-Produktionen zu erwarten, weshalb viele Branchenkenner vor überhöhten Erwartungen in Bezug auf Netflix warnen.
Siehe auch: Netflix startet noch 2014 in Deutschland, Österreich und der Schweiz
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