Sonys Konzernsanierung gleicht einem Kampf mit der Hydra
Der japanische Elektronikkonzern Sony versucht mit aller Macht wieder in die Spur zu kommen. Die Folge ist zwar ein Wachstum der Einnahmen, dafür explodiert der Verlust regelrecht und lag im letzten Quartal immerhin beim Dreifachen des Vorjahreswertes.
1,3 Milliarden Dollar betrug der Fehlbetrag im vergangenen Jahresviertel, wie das Unternehmen im Zuge der Vorlage der Bilanzen nun mitteilte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurde noch ein Verlust von 408 Millionen Dollar verbucht. Eine der Ursachen liegt darin, dass das Unternehmen zuletzt eine Menge Geld in die Hand nahm, um die Sanierung verschiedener Geschäftsbereiche voranzubringen.
Und während das Unternehmen die Probleme in einigen Geschäftsbereichen nach und nach in den Griff bekommt, tauchen wieder neue Baustellen auf. So zeigt sich plötzlich, dass die Nachfrage nach optischen Medien für den Vertrieb von Filmen weitaus schneller zurückgeht, als eigentlich erwartet wurde. Die immer besser werdenden Streaming-Dienste im Netz schlagen vor allem direkt auf den einstigen Hoffnungsträger Blu-ray durch. Aber selbst in Segmenten, die eigentlich zu den Wachstumsmärkten gehören, tat sich Sony zuletzt schwer - so beispielsweise beim Geschäft mit Akkus.
Zumindest ein Punkt in den Bilanzberichten kann etwas hoffnungsvoll stimmen: Im Verlauf des letzten Jahres hat der Konzern seinen Umsatz um immerhin 14 Prozent steigern können. 76 Milliarden Dollar flossen binnen der zwölf Monate bis Ende März dieses Jahres in die Kassen. Die Frage ist aber, ob diese Entwicklung, die mit massiven Verlusten bezahlt wurde, auch mittel- und langfristig stabilisiert werden kann, wenn es dem Unternehmen nicht gelingt, wieder zu einem der Innovatoren in der Branche zu werden.
Die PC-Sparte muss weg
Insbesondere galt es die Computer-Sparte aufzupolieren, um sie letztlich auch ohne größere Probleme verkauft zu bekommen. Denn allein in dieser Abteilung hatten sich über das gesamte letzte Geschäftsjahr hinweg Verluste in Höhe von 784 Millionen Dollar angehäuft - und es ist angesichts der Entwicklung des Computer-Marktes weltweit kaum damit zu rechnen, dass Sony hier noch einmal eine spürbare Trendwende hinbekommen könnte.Und während das Unternehmen die Probleme in einigen Geschäftsbereichen nach und nach in den Griff bekommt, tauchen wieder neue Baustellen auf. So zeigt sich plötzlich, dass die Nachfrage nach optischen Medien für den Vertrieb von Filmen weitaus schneller zurückgeht, als eigentlich erwartet wurde. Die immer besser werdenden Streaming-Dienste im Netz schlagen vor allem direkt auf den einstigen Hoffnungsträger Blu-ray durch. Aber selbst in Segmenten, die eigentlich zu den Wachstumsmärkten gehören, tat sich Sony zuletzt schwer - so beispielsweise beim Geschäft mit Akkus.
Zumindest ein Punkt in den Bilanzberichten kann etwas hoffnungsvoll stimmen: Im Verlauf des letzten Jahres hat der Konzern seinen Umsatz um immerhin 14 Prozent steigern können. 76 Milliarden Dollar flossen binnen der zwölf Monate bis Ende März dieses Jahres in die Kassen. Die Frage ist aber, ob diese Entwicklung, die mit massiven Verlusten bezahlt wurde, auch mittel- und langfristig stabilisiert werden kann, wenn es dem Unternehmen nicht gelingt, wieder zu einem der Innovatoren in der Branche zu werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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