Senf dazu: Das Startmenü - Der Kunde ist König
Es gibt kaum ein Unternehmen, das man so leicht hassen kann wie Microsoft. Klar: Die Redmonder haben schon so manchen Fehler gemacht, aber alles was Microsoft tut, wird gleich gegen den Konzern verwendet. Auch das Startmenü.
Gestern hat Microsoft auf der Build-Keynote quasi nebenbei die Bombe platzen lassen: Das Startmenü kommt zurück und wird (zu einem nicht näher genannten Zeitpunkt) per Windows-Update nachgereicht. Das sorgte für Beifall, Verwunderung, aber auch Kritik. Grund für letztere ist wohl, dass Microsoft eben Microsoft ist und instinktiv kritisiert werden muss.
Das Desktop-Startmenü für Windows 8.1
Bemängelt wird, dass das Unternehmen einen Zickzack-Kurs hinlege, orientierungslos agiere und Metro/Modern UI per se eine Missgeburt sei. "Viel zu spät", meinen einige, "Rückfall in Windows-XP-Zeiten" wiederum andere.
Das war schon früher so: Windows 7 wurde beispielsweise vor allem dafür kritisiert, dass es nicht mutig genug war. Der Windows-8-Vorgänger war stabil und alles in allem ein ausgezeichnetes OS, eine Interface-Revolution war es aber in der Tat nicht.
den Teufel das Tablet verkauft und damit dem klassischen PC den Todesstoß versetzt.
Die Diskussionen schaukelten sich innerhalb kürzester Zeit hoch, das Verhältnis zwischen den Anhängern des Startmenüs und der Metro-Ansicht war ungefähr so herzlich wie jenes zwischen Katholiken und Protestanten während des Dreißigjährigen Kriegs.
Kurzum: All die Diskussionen und gegenseitigen Beschimpfungen waren anstrengend. Für Macher, Nutzer und Beobachter. Auch uns wurden so manche Dinge an den Kopf geworfen, für wüste Reaktionen war alleine die Aussage ausreichend, dass man sich auf dem guten alten Desktop auch bei Windows 8 pudelwohl fühlt und weder Startschirm noch -menü benötigt.
Nun kommt das Startmenü also wieder und erneut ist Microsoft "doof": Es wird als inkonsequent und als Rückschritt bezeichnet, das Nachreichen werde den taumelnden IT-Riesen und Windows 8 auch nicht mehr retten, meinen einige.
Nun hat man aber diese Lektion auf die harte Tour gelernt und auf die Wünsche der Nutzer gehört. Wer es braucht: Bitte sehr. Wer es nicht braucht, der kann es ignorieren oder wegschalten. Denn eines ist klar: Microsoft hätte genug Luft (lies: Geld) gehabt, um Windows 8 auszusitzen und dann mit Windows 9 einen Neustart zu versuchen.
Doch nun reagiert man in regelmäßigen Abständen mit neuen oder nachgereichten Features, ausschlaggebend sind dafür aber nicht CEOs, Manager oder sonstige Entwickler, sondern eben der ganz normale Anwender. Es kann nicht falsch sein, eine der ältesten Regeln der Marktwirtschaft zu beachten: Der Kunde ist König.
Und darüber sollten wir uns freuen.
Das Desktop-Startmenü für Windows 8.1
Bemängelt wird, dass das Unternehmen einen Zickzack-Kurs hinlege, orientierungslos agiere und Metro/Modern UI per se eine Missgeburt sei. "Viel zu spät", meinen einige, "Rückfall in Windows-XP-Zeiten" wiederum andere.
Das war schon früher so: Windows 7 wurde beispielsweise vor allem dafür kritisiert, dass es nicht mutig genug war. Der Windows-8-Vorgänger war stabil und alles in allem ein ausgezeichnetes OS, eine Interface-Revolution war es aber in der Tat nicht.
Der fünfte Tab der Metrokalypse
Dann kam der (teils) radikale Neuansatz von Windows 8 und Microsoft, so schien es jedenfalls, hat damit den Weltuntergang ausgelöst. Redmond hat immerhin seine Seele anDie Diskussionen schaukelten sich innerhalb kürzester Zeit hoch, das Verhältnis zwischen den Anhängern des Startmenüs und der Metro-Ansicht war ungefähr so herzlich wie jenes zwischen Katholiken und Protestanten während des Dreißigjährigen Kriegs.
Zurück auf Start
Microsoft begann zurückzurudern und führte mit Windows 8.1 links unten ein Windows-Symbol ein, das aber keinerlei Menü-Funktionalität mitbrachte. Dieses sollte unerfahrenen Nutzern den Weg zum Startschirm erleichtern. Doch auch das war für viele ein weiteres Zeichen dafür, dass Microsoft weder Fisch noch Fleisch serviert.Kurzum: All die Diskussionen und gegenseitigen Beschimpfungen waren anstrengend. Für Macher, Nutzer und Beobachter. Auch uns wurden so manche Dinge an den Kopf geworfen, für wüste Reaktionen war alleine die Aussage ausreichend, dass man sich auf dem guten alten Desktop auch bei Windows 8 pudelwohl fühlt und weder Startschirm noch -menü benötigt.
Nun kommt das Startmenü also wieder und erneut ist Microsoft "doof": Es wird als inkonsequent und als Rückschritt bezeichnet, das Nachreichen werde den taumelnden IT-Riesen und Windows 8 auch nicht mehr retten, meinen einige.
Zuhören statt aussitzen
Man kann das aber auch entspannt sehen und feststellen, dass Microsoft zugehört hat, was die Kunden wollen. Das ist mitnichten eine Selbstverständlichkeit im IT-Geschäft und auch Microsoft hat (zu) lange von oben, also der bequemen Position des Quasi-Monopolisten, herab regiert und diktiert.Nun hat man aber diese Lektion auf die harte Tour gelernt und auf die Wünsche der Nutzer gehört. Wer es braucht: Bitte sehr. Wer es nicht braucht, der kann es ignorieren oder wegschalten. Denn eines ist klar: Microsoft hätte genug Luft (lies: Geld) gehabt, um Windows 8 auszusitzen und dann mit Windows 9 einen Neustart zu versuchen.
Doch nun reagiert man in regelmäßigen Abständen mit neuen oder nachgereichten Features, ausschlaggebend sind dafür aber nicht CEOs, Manager oder sonstige Entwickler, sondern eben der ganz normale Anwender. Es kann nicht falsch sein, eine der ältesten Regeln der Marktwirtschaft zu beachten: Der Kunde ist König.
Und darüber sollten wir uns freuen.
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